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Mittwoch, 15. August 2018 24° 4

Natur

Wer brummt denn da immer so?

Die landesweite Aktion „Hummelfrühling“ des Bundes Naturschutz startet. Und der setzte auf Ihre Mithilfe.

Eine Baumhummel – in Deutschland finden sich nach Angaben des BN mehr als 30 Hummelarten. Foto: Willner
Eine Baumhummel – in Deutschland finden sich nach Angaben des BN mehr als 30 Hummelarten. Foto: Willner

Cham.Die Kreisgruppe des Bundes Naturschutz ruft zur landesweiten Aktion „Hummelfrühling“ auf. Unter dem Motto „Wer brummt denn da?“ starten zum Frühlingsbeginn Bund Naturschutz (BN) und IfBI (Institut für Biodiversitätsinformation, Ebern) die bayernweite Mitmachaktion: Handyfotos der ersten Hummeln werden von einem Expertenteam bestimmt und mit Informationen zu der jeweiligen Art beantwortet.

In Deutschland kann man immerhin über 30 Hummelarten unterscheiden. Der BN ruft alle Naturliebhaber dazu auf, Hummeln zu fotografieren und das Bild per WhatsApp an das Hummeltelefon (01 63/9 63 19 87) oder per Mail (hummelfund@ifbi.net) zu schicken. Hummelkenner werden die Fotos dann begutachten und (natürlich kostenfrei) antworten, um welche Hummel es sich handelt.

Die dicken Brummer, die man jetzt fliegen sieht, sind allesamt Königinnen. Trotz verspäteten Frühlings kommen sie jetzt nach und nach aus ihrem Winterquartier und suchen nach Nahrung. Im Gegensatz zu Honigbienen, die erst ab einer Tagestemperatur von mindestens zehn Grad Celsius fliegen, sind Hummeln schon ab zwei Grad aktiv. Um fliegen zu können, lassen sie die Brustmuskulatur vibrieren und heizen so ihren Körper auf 30 Grad auf.

Hummeln sind wahre Flugkünstler – obwohl ihre Flügel eigentlich viel zu klein sind, um den enorm dicken Körper zu tragen. Das Geheimnis liegt darin, dass die Flügel bis zu 200-mal in der Sekunde schlagen und sich durch ihre Beweglichkeit dabei drehen und verwinden. Das erzeugt Luftwirbel. Wie bei einem Tornado: Die Luftwirbel saugen den Flügel in die Höhe. Und so fliegt die Hummel eben doch.

„Da immer weniger Wildbienen in heimischen Gärten zu finden sind, möchten wir mit dieser Aktion auf das Insektensterben aufmerksam machen und die Menschen für die pelzigen Flieger begeistern“, sagt Klaus Mandery, Leiter des IfBI, Vorsitzender des BN Haßberge und Bienenexperte.

Jede gemeldete Hummel wird in eine interaktive Website-Karte eingetragen. Das hilft, mehr über die Verbreitung der Hummelarten in Bayern zu lernen. Diese Informationen sind wichtig, um den Schutz der Wildbienen bestmöglich an deren Bedürfnisse anzupassen.

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