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Projekt

Wer plant die Further Gartenschau?

Am Montag beschäftigt sich das Preisgericht mit den sechs eingereichten Konzepten, am Dienstag steht fest, wer Gewinner ist.
Von Evi Paleczek

Als die Bewertungskommission in Furth im Wald unterwegs war, haben viele Anwohner als Zeichen ihrer Solidarität mit dem Projekt Gießkannen mit Blumen aufgestellt. Foto: Archiv/Bruckner
Als die Bewertungskommission in Furth im Wald unterwegs war, haben viele Anwohner als Zeichen ihrer Solidarität mit dem Projekt Gießkannen mit Blumen aufgestellt. Foto: Archiv/Bruckner

Furth im Wald.Am Montag wird es spannend. Bürgermeister Sandro Bauer und Bauamtsleiter Josef Beer, Geschäftsführer der Gartenschau-Durchführungs-GmbH, freuen sich auf die Tagung des Preisgerichts im ATT. Dort bekommen die Vertreter der Stadt zum ersten Mal die sechs eingereichten Konzepte für die Further Gartenschau 2025 zu sehen - und werden zusammen mit weiteren Jury-Mitgliedern den Gewinner auswählen, kündigten sie bei einem Pressegespräch am Freitagvormittag im Rathaus an.

Dann wird es zum ersten Mal richtig konkret in Bezug auf das Projekt Landesgartenschau, sagte Bauer. Späth-Bräu-Gelände, Hofer-Areal, Festwiese, ATT-Bereich, Regner-Insel, Verlauf der Pastritz - für all diese Bereich liegen dann Gestaltungskonzepte vor. Und die Stadt kann in die Planungen einsteigen. In regelmäßigen Vergabeverfahren werden die ersten Einzelprojekte ausgeschrieben. Die Stadt wird nicht alle Maßnahmen selbst umsetzen, erklärte der Bürgermeister, es seien sicher tolle Konzepte für Investoren dabei.

Skizzen im ATT-Saal

Ein Büro hatte den Planer-Wettbewerb für die Gartenschau ausgelobt, die eingegangenen sechs Bewerbungen formell geprüft und wird die verschiedenen Skizzen nun im ATT-Saal aufbauen, erklärte der Bürgermeister. Kein Vertreter der Stadt darf vor Montag einen Blick darauf werfen. Sämtliche Entwürfe sind bis jetzt ein großes Geheimnis. Und verborgen bleibt im Lauf des Montags auch noch, welche Planungsbüros für die jeweiligen Konzepte verantworlich zeichnen. Da wird erst nur über Nummern gesprochen, sagte Bauer.

Am 17. Juli vergangenen Jahres war die Bewertungskommission in Furth im Wald vor Ort – und im Anschluss überzeugt vom Konzept der Grenzstadt. Foto: Archiv/Baumgartner
Am 17. Juli vergangenen Jahres war die Bewertungskommission in Furth im Wald vor Ort – und im Anschluss überzeugt vom Konzept der Grenzstadt. Foto: Archiv/Baumgartner

Das Preisgericht besteht aus 28 Personen, unter ihnen acht Vertreter der Stadt - Bauer, Beer sowie sechs Stadträte. Zudem mit dabei sind unter anderem Vertreter von Landratsamt, Regierung, Wasserwirtschaftsamt sowie Gärtnerei- und Landschaftsarchitektenverbänden. Sie beraten sich den ganzen Montag über, abends fällt die Entscheidung.

Vorgesehen ist, dass es insgesamt 118 000 Euro Preisgeld gibt, 47 000 für den ersten, 29 000 für den zweiten und 18 000 Euro für den dritten Platz sowie weitere Anerkennungen. Das kann aber auch anders aufgeteilt werden, sagte der Bürgermeister. Die Gelder sind Mittel der Gartenschau-gGmbH aus Einlagen der Stadt.

Ausstellung öffnet am Dienstag

Verpflichtend ist, im Anschluss an die Entscheidung eine Ausstellung der eingegangenen Konzepte inklusive Preisgerichtsprotokoll zu veranstalten, erklärte Beer. Sie wird am Dienstag um 16 Uhr eröffnet und bis 30. Dezember dauern. Es wird immer wieder Führungen geben.

Die Ausstellung

  • Eröffnung:

    Die Ausstellung der Planer-Konzepte wird am Dienstag um 16 Uhr im ATT-Saal eröffnet.

  • Öffnungszeiten:

    Sie hat bis Freitag sowie am 23. und 30. Dezember von 16 bis 19 und am 21. und 22. Dezember von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

  • Führungen:

    Baumtsleiter Josef Beer, Geschäftsführer der Gartenschau-Durchführungs-GmbH, wird immer wieder Führungen anbieten, unter anderem gleich zum Start am Dienstag um 16 Uhr.

Der Blick von außen auf die Stadt macht das Ganze so interessant, meinte der Bürgermeister. Die sechs Bewerber werden vermutlich aus ganz Deutschland stammen und viele Ideen mitbringen. Man wird wohl nah am Gewinner-Konzept bleiben, damit es eine Gartenschau aus einem Guss werde.

Sollte ein Nicht-Gewinner für einen Bereich ein besonders gutes Konzept vorlegen, wird vielleicht auch eine Mischung möglich sein. Durch das Preisgeld gibt es ein gewisses Anrecht auf die Ideen, da müsste dann aber verhandelt werden, erklärte Bauer.

Masterplan für Entwicklung

Im Großen und Ganzen wird am Montag der Masterplan für die Innenstadt-Entwicklung der kommenden Jahre vorliegen, sagte der Bürgermeister. Es geht bei den Konzepten in erster Linie um die Daueranlagen, die der Stadt nach der Gartenschau erhalten bleiben. Die Ideen können zudem auch über das Projekt hinaus reichen.

Baustellen sehen werden die Further allerdings frühestens 2023, kündigten Bauer und Beer an. Hauptsächlich werden die baulichen Projekte ein Jahr vor der Veranstaltung, 2024, umgesetzt. Das ist immer so, erklärten die beiden, damit dann auch alles klappt und ineinander greift, hat man eine so lange Vorbereitungsphase.

Update für Grünflächen

Die wird die Stadt neben der Vergabe der einzelnen Projekte auch dafür nutzen, den städtischen Grünflächen, die nicht direkt Teil der Gartenschau sind, ein Update zu verpassen. Zudem können weitere Projekte losgelöst von der Veranstaltung angegangen werden, es gibt ja auch immer noch das ISEK.

Am Rahmenprogramm, an den Aktionen rund um die Gartenschau, wird etwa ab Ende 2023 gearbeitet werden, kündigte Beer an. Dann wird es auch irgendwann darum gehen, Personal für das Ereignis zu akquirieren und befristet Leute einzustellen. Dieser Bereich wird vielleicht aber auch an einen externen Dienstleister vergeben.

Zuletzt und in der Grenzstadt nur einmal bisher gab es einen solchen umfangreichen Planer-Wettbewerb vor 30 Jahren, erinnerten sich Bauer und Beer. Damals ging es um die Sanierung des Further Stadtplatzes.

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