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Freitag, 27. April 2018 15° 3

Ereignis

Werbung in eigener Sache für guten Zweck

Die Treffelsteiner Drachenfelsschützen richten das Gaudamenschießen aus. Daran angegliedert ist ein Benefizwettkampf.

Die Ehrengäste eröffneten das fünfte OSB-Benefizschießen zugunsten krebskranker Kinder. Foto: Bucher

Treffelstein.Fest in Damenhand sind seit Mittwochabend die Schießstände der Drachenfelsschützen. Der Treffelsteiner Verein richtet heuer das Gaudamenschießen des Schützengaus Böhmerwald Waldmünchen aus, zu dem rund 100 Schützinnen erwartet werden. Zugleich findet das Benefizschießen des Oberpfälzer Schützenbunds (OSB) zugunsten krebskranker Kinder statt, das die damalige Landesdamenleiter des OSB, Armella Stelzer, initiiert hatte.

Für den offiziellen Startschuss hatte die Damenleiterin des Schützengaus Böhmerwald, Chistine Müllern, zahlreiche Ehrengäste ins Vereinslokal der Drachenfelsschützen eingeladen.

Müller erklärte Schießmodus und Ablauf von Gaumeisterschaft und Benefizschießen: Letzteres finde alle vier bis fünf Jahre statt. Beim Benefizpreisschießen des OSB treten Schützendamen des Oberpfälzer Schützenbunds an die Schießstände, um ihre Besten zu ermitteln und gleichzeitig Gutes zu tun.

Krebskranke Kinder profitieren

Jedes Mal wird der Erlös dieses Benefizschießens zugunsten krebskranker Kinder gespendet. So kamen im Laufe der Jahre bereits über 25 000 Euro zusammen. „Eine hehre Sache, die größten Respekt verdient“, fand Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Er hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen, an der sich erfahrungsgemäß rund 600 Frauen OSB-weit beteiligen. Dieses Preisschießen werde in allen 14 Gauen, die im OSB organisiert sind, veranstaltet. Die Ergebnisse zählen gauintern, werden aber auch zusätzlich an den OSB weitergeleitet, dort gesammelt und ausgewertet. Am 29. September werden dann die Gesamtsiegerinnen bei einem Ehrenabend im Gasthof Russenbräu in Tiefenbach ausgezeichnet.

Die Sieger des Preisschießens mit Gaudamenleiterin Christine Müller: Helmut Heumann, Gabriele Weinzierl und Bernhard Ruhland (von links). Foto: wbf

Bürgermeister Helmut Heumann freute sich, dass der Wettbewerb „auf der modernsten Schießanlage im ganzen Schützengau“ stattfinde. Die Treffelsteiner Schützen hatten viel Geld in die Hand genommen, um ihre Schießanlage auf den neuesten Stand zu bringen. Deswegen sei Treffelstein als Austragungsort geradezu prädestiniert, meinte Heumann und eröffnete das Benefizschießen zusammen mit Franz Löffler, OSB-Vizepräsident Franz Irrgang und weiteren Ehrengästen. Heumann fand es anerkennenswert, dass die Schützendamen nicht nur ihrem Hobby nachgehen, sondern damit gleichzeitig etwas Gutes tun. Auch Franz Löffler warf die Frage auf, ob Schießsport überhaupt noch zeitgemäß sei. „Ja“, meint der Landrat und erklärte, warum. Für ihn sei der Schießsport gleichbedeutend mit Tradition und Heimat. „Und in diesem Falle dient das auch noch einem guten Zweck“, lobte Löffler. Das Schützenwesen sei fest mit der bayerischen Heimat und mit Werten wie Kameradschaft verbunden.

Vize-Gauschützenmeister Bernhard Ruhland dankte Christine Müller und ihrer Stellvertreterin Irma Zilk für die Organisation. Es sei keine Selbstverständlichkeit, „dass man im Gau so gut zusammenarbeitet“. Ruhland sah die Veranstaltung als gute Möglichkeit, den Schießsport als das darzustellen, was er ist: ein Sport, der Konzentration, Ehrgeiz und Disziplin erfordert. Bevor Gaudamenleiterin Christine Müller die Schießstände freigab, wünschte sie faire und unfallfreie Wettkämpfe.

Zehn Schuss für die Promis

Damit auch die Ehrengäste ihr schießsportliches Können unter Beweis stellen konnten, hatte sich die Gaudamenleiterin ein kleines Preisschießen zur Eröffnung überlegt: zehn Schuss aufgelegt auf Ring-Plattl-Wertung. Das heißt: Bei zehn Schuss geht man vom maximalen Ergebnis von 100 Ringen aus. Die geschossenen Ringe werden abgezogen und das beste Blattl wird dazugezählt. Der Schütze mit der geringsten Summe gewinnt. Das war Treffelsteins Bürgermeister Helmut Heumann. Auf Platz zwei kam Bernhard Ruhland, Dritte wurde Gabriele Weinzierl, Damenleiterin des Schützengaus Cham.

Am morgigen Freitag ist von 17 bis 21 Uhr Schießbetrieb, am Samstag findet um 15 Uhr die Preisverteilung im Vereinslokal der Drachenfelsschützen statt. Es gibt Kaffee und Kuchen. (wbf)

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