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Gesundheit

Wichtige Mittel für die Hausapotheke

Tanja Schwägerl zeigte bei einem Vortrag beim Frauenbund die Möglichkeiten und Grenzen der Homöopathie auf.

Martina Wiesmeier (links) bedankt sich bei Tanja Schwägerl für ihren Vortrag.Foto: khp
Martina Wiesmeier (links) bedankt sich bei Tanja Schwägerl für ihren Vortrag.Foto: khp

Grafenwiesen.. Chancen und Grenzen der Homöopathie lautete der Vortragsabend gestern im Pfarrheim Grafenwiesen, zu dem die Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes Martina Wiesmeier Sozialpädagogin Tanja Schwägerl als Referentin gewinnen konnte. Das Thema stieß auf sehr großes Interesse, das zeigte auch vor allem die hohe Teilnehmerzahl von 23 Mitgliedern. Schwägerl betreibt seit zehn Jahren eine eigene Praxis im Hotel Böhmerwald in Warzenried, die sie in letzter Zeit erweiterte und ihre Erfahrungen und Kenntnisse in den Vortrag einfließen lassen konnte.

Zu Beginn ging Tanja Schwägerl auf die Grundlagen der Homöopathie ein, die sich seit den Anfängen nicht verändert hatten. Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt! Dies bedeutet, dass zum Beispiel die Tollkirsche (Belladonna) homöopathisch verdünnt genau gegen die Symptome hilft, die die Tollkirsche hervorrufen würde (Übelkeit, Kopfschmerzen, Fieber). Anschaulich erklärte die Heilpraktikerin die Prinzipien der homöopathischen Mittelverordnung und was es mit den Modalitäten auf sich hat. Es geht darum, dasjenige Mittel zu suchen, das zu den vorliegenden Symptomen am besten passt.

Bei der Homöopathie gehe es überwiegend um Informationen, die die Mittel gespeichert hätten, von den Ursubstanzen seien kaum noch Atome zu finden. In diesem Zusammenhang wies Schwägerl auf die Studien von Dr. Karin Lenger hin und stellte eine Beobachtungsstudie der Haunerschen Kinderklinik München vor, in der auch Ärzte von Heilerfolgen mit der Homöopathie berichten. So habe die Homöopathie in der Kinderklinik bei chronischen Erkrankungen oft noch helfen können, wo andere Methoden bereits erschöpft waren.

Tanja Schwägerl beobachtete in ihrer Praxis, dass Kinder besonders gut auf Homöopathie ansprechen. Als besondere Methode stellte die Heilpraktikerin die Eigenblut-Homöopathie vor, in der ein Tropfen Blut ausreicht, um für einen Patienten individuelle homöopathische Arzneimittel herzustellen. Dies wende sie vor allem bei chronischen Entzündungen, Infektanfälligkeit und Allergien an. In den letzten Jahren gäbe es vermehrt Anfragen zu psychischen und psychosomatischen Beschwerden wie Unruhe, Ängste, Schlafstörungen und Verhaltensauffälligkeiten.

Auch hier sei es oft sinnvoll, so die Referentin, dies mit homöopathischer Medizin zu unterstützen. Generell gilt jedoch, auch für die Gabe von homöopathischen Präparaten: „Gehen Sie zum Arzt, wenn die Beschwerden anhalten oder Fieber auftritt“. Die Heilpraktikerin erklärte die Dosierung und stellte 14 wichtige homöopathische Mittel vor, die in einer Hausapotheke vorkommen sollten: Beispielsweise Arnica bei Muskelkater, Cantharis bei Harnwegsinfekten und bei einem „Kater“, Nux vomica. (khp)

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