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Erziehung

Wie Kinder lernen,mit Stress umzugehen

Siegfried Urbas zeigte Betreuerinnen im Haus für Kinder, wie man Inseln der Ruhe schafft und auch Gefühle zulässt.
Sigismund Fuchs

Die Betreuerinnen im Haus für Kinder unterzogen sich einer Weiterbildung. Foto: Fuchs
Die Betreuerinnen im Haus für Kinder unterzogen sich einer Weiterbildung. Foto: Fuchs

Zell.Zwei Tag dauerte die Weiterbildung im Haus für Kinder in Zell, einen halben Tag will man später noch anschließen. Das gesamte Personal unterzog sich der Weiterbildung mit Siegfried Urbas vom Gesundheitsamt Cham, Sucht- und Drogenberater. Im Mittelpunkt standen fünf Bausteine, die im Zeller Kindergarten auch umgesetzt werden, wie die Leiterin Sigrid Rothhammer wissen ließ.

Die Kinder haben ein Recht auf Beteiligung, heißt es. Altersgerechte Partizipation ermöglicht den Kindern die Erfahrung ihrer Selbstwirksamkeit. Sie lernen, sich eine Meinung zu bilden und diese auch vor der Gruppe zu vertreten. Sie können ihre Problemlösefähigkeiten erweitern und lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Zudem lernen sie, Andersdenkende zu akzeptieren und Toleranz zu entwickeln. Mit diesem Vorhaben werden Beteiligungsformen wie Kinderkonferenzen fest in Kindertageseinrichtungen etabliert.

Die Teilnehmerinnen erarbeiten im Seminar eine Projekteinheit zum Thema Gefühle, die sie sofort praktisch umsetzen können. Ziel dieses Vorhabens ist die kontinuierliche, situationsorientierte Arbeit mit dem Thema über das ganze Jahr.

Konflikte werden häufig als Störung empfunden und „unter den Teppich gekehrt“. Ein Platz zum Streiten schafft Raum für Konflikte, heißt es. Schritt für Schritt führen die Erzieherinnen Kinder durch die einzelnen Phasen der Konfliktlösung, bis die Streitparteien selbst ihre Lösung gefunden haben. Die Kinder lernen, dass Streiten zu den Menschen dazugehört und auch eine gute Seite hat, wenn alle wissen, wie es geht. Die Kinder entwickeln eine gesunde Streitkultur.

Eine Insel der Ruhe schaffen ist da wichtig. Dieses Vorhaben unterstützt die Einrichtungen dabei, Ruhe-Rituale und Entspannungsübungen in ihrem Alltag zu integrieren. „Inseln der Ruhe“ helfen Kindern, mit Stress besser umzugehen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und das Gesundheitsbewusstsein zu fördern,

Freunde sind kostbar, weil man sie nicht kaufen kann. Menschen und besonders die Kinder brauchen ein Werte-Bewusstsein. Unsere gefährdete, materalistische Gesellschaft muss begreifen, dass alle kostbaren Dinge im Leben – Liebe, Glück, Gesundheit und Freundschaft – nicht käuflich sind. Darum gilt: „Starke Kinder – gute Freunde“. Der 5. Baustein wird halbtags noch nachgeholt. (rsu)

Gefühlswelten

  • Emotion:

    „Viel Gefühl“ hilft Kindern, ihre eigenen Gefühle und die anderer bewusst wahrzunehmen und mit ihnen umgehen zu können.

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