MyMz
Anzeige

Verbraucher-Tipps

Wie man das Auto richtig enteist

Fensterkratzen gehören für Autofahrer zum tägliche Wintergrauen. Unser Experte verrät, wie sie am besten heizen und enteisen.

Ein Mann befreit nachts sein Auto vom Schnee. Eine Frostschutzfolie könnte hier hilfreich sein, rät der A.T.U-Experte. Foto: Michael Reichel/dpa
Ein Mann befreit nachts sein Auto vom Schnee. Eine Frostschutzfolie könnte hier hilfreich sein, rät der A.T.U-Experte. Foto: Michael Reichel/dpa

Cham.Wer weder eine Garage hat, noch ein Fahrzeug mit Standheizung, muss für eine freie Sicht und eine gemütliche Wärme auf andere Tricks zurückgreifen. Einige Fahrer lassen daher ihr Auto schon mal einige Minuten im Stand laufen, bevor sie losfahren. Diese Methode ist allerdings schädlich für Motor und Umwelt. Wie es besser geht, verrät A.T.U-Experte Tobias Hillwig.

Am besten ist es für das Auto, die Fenster noch vor dem Start freizukratzen. „Erst wenn die Scheiben enteist sind, sollte man den Motor starten“, rät A.T.U-Experte Hillwig. „Dann sollte die Temperatur des Gebläses auf das Maximum erhöht und die Luftverteilung auf die Windschutzscheibe gerichtet werden.“ Wenn eine Klimaanlage vorhanden ist, sollte auch diese eingeschaltet werden, da sie der Luft im Innenraum die Feuchtigkeit entzieht.

Frischluft reduziert Feuchtigkeit

Auch Frischluft trägt dazu bei, die Feuchtigkeit im Wagen zu reduzieren. Bei akuter Sichtbehinderung durch beschlagene Fenster hilft es, diese zu öffnen. Keinesfalls sollte dagegen der Umluftbetrieb aktiviert werden. Bei beschlagenen Scheiben ist dieser ausgesprochen kontraproduktiv, da die feuchte Luft nicht nach außen befördert wird, sondern nur im Wagen zirkuliert. Nasse Kleidung und Schnee begünstigen die Luftfeuchtigkeit im Wagen und sollten daher im Innenraum ebenso vermieden werden. Wenn die Sicht klar ist, stellt der Fahrer das warme Gebläse auf die mittlere Stufe zurück und lenkt die Düsen in Richtung Fußraum. Jetzt kann die Wärme von unten aufsteigen und den Fahrzeuginnenraum aufheizen.

Wem das alles zu lange dauert, der kann sich Gedanken über eine Standheizung machen. Diese lässt sich bequem per Fernbedienung oder Zeitschaltuhr bedienen und erwärmt den Wagen schon vor dem Start. Alternativ gibt es im Fachhandel Frostschutzfolien, die an die Frontscheibe geklemmt werden. Allerdings müssen dabei Seiten- und Heckfenster dennoch von Schnee oder Eis befreit werden.

Um die Scheiben schneller abzutauen und das Innere vorzuheizen, starten viele Autofahrer ihren Wagen schon Minuten vor dem Losfahren. Das Heizen im Leerlauf ist aber nicht nur ineffektiv und schädlich, es belastet auch die Umwelt durch vermeidbare Abgase. Laut Straßenverkehrsordnung ist das Warmlaufenlassen unter diesen Umständen außerdem verboten – wer es dennoch macht, riskiert ein Bußgeld in Höhe von zehn Euro.

A.T.U-Experte Hillwig erklärt, warum das Heizen im Leerlauf dem Auto auf Dauer schaden kann: „Im Leerlauf wird Kraftstoff verbraucht, der nicht zum Fahrzeugantrieb verwendet wird. Durch den kalten Motor gelangt dieser dann unverbrannt auf die Zylinderoberfläche. Das hat eine erhöhte Reibung zur Folge, da die Schmierung sich verschlechtert. Langfristig steigert das den Zylinder- und Kolbenverschleiß.“

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Cham lesen Sie hier

Erhalten Sie täglich die aktuellsten Nachrichten bequem via WhatsApp auf Ihr Smartphone. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht