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Region Cham
Montag, 16. Juli 2018 28° 8

MZ-Serie

Wie wär’s mit Rosenkohl-Kartoffel-Gratin?

Die grünen Kugeln haben weit mehr zu bieten, als ihren feinen Geschmack. Das zeigt der Chamer Koch Gerd Kienberger heute.
Von Gerd Kienberger

Rosenkohl ist Wintergemüse mit Heilkraft. Gerd Kienberger kocht heute ein einfaches und gut vorzubereitendes vegetarisches Gericht, das aber auch prima zu kurz gebratenem Fleisch passt. Foto: Kienberger
Rosenkohl ist Wintergemüse mit Heilkraft. Gerd Kienberger kocht heute ein einfaches und gut vorzubereitendes vegetarisches Gericht, das aber auch prima zu kurz gebratenem Fleisch passt. Foto: Kienberger

Cham.Das Jahr 2018 ist bereits das dritte, in dem zu Beginn in unserer Kochserie ein Gericht steht, in dem das typische Wintergemüse, Rosenkohl, die Hauptrolle spielt. Und das geschieht in voller Absicht. Denn die kleinen, grünen Kugeln haben weit mehr zu bieten, als ihren feinen Geschmack, der auch oft mit einer leichten Bitternote daher kommt. Jedes der kleinen Röschen wächst einzeln als Blattknospe an den Stängeln der Pflanze und hat das Aussehen eines Kohlkopfes im Miniformat.

Kohl, also auch Rosenkohl, ist wahrscheinlich das gesündeste Gemüse überhaupt. Reichlich Provitamin A, alle B-Vitamine und Vitamin E sind enthalten. Unschlagbar ist der Vitamin C-Gehalt der grünen Kugeln. Eine Portion Rosenkohl von 150 bis 200 Gramm deckt je nach Sorte, selbst im Winter, den Tagesbedarf an Vitamin C eines Erwachsenen ab! Und das Schönste daran ist: Selbst Kochen ändert daran nichts. Dazu kommt ein gehöriger Inhalt an Calcium, Magnesium, Eisen, Chrom und Mangan.

Neben all seinen Nähr- und Vitalstoffen liefert Rosenkohl zusätzlich hochkarätige sekundäre Pflanzenstoffe mit außergewöhnlichem Heilpotenzial, die entzündungshemmend wirken oder das Immunsystem aktivieren, den Hormonhaushalt regulieren (Quellen: Studien der Medizinischen Universität Wien und der Akademie der Wissenschaft der Tschechischen Republik).

Hier veröffentlichen wir das Rezept für vier Personen:

Zutaten: 750 g Rosenkohl, 400 g Kartoffeln, 1 Zwiebel, 150 ml Gemüsebrühe, 200 ml Creme fraîche, 2 Eier, 2 EL Butter, 150 g geriebener Emmentaler oder in Scheiben, 3 EL Olivenöl, Salz, Pfeffermühle, Muskatnuss frisch gerieben, 1 TL Kümmel, ein halber Bund Petersilie

Gerd Kienberger schreibt seit vielen Jahren eine wöchentliche Kochkolumne für unser Medienhaus.
Gerd Kienberger schreibt seit vielen Jahren eine wöchentliche Kochkolumne für unser Medienhaus.

Zubereitung: Die Kartoffeln wie für Pellkartoffeln kochen, dann schälen und abkühlen lassen. Sind die Kartoffeln kalt, in etwas dickere Scheiben schneiden. Vom Rosenkohl die äußeren Blättchen entfernen, den Strunk so kurz wie möglich abschneiden, dann kreuzweise einschneiden und den Rosenkohl gut drei Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Danach abgießen und den Rosenkohl in kaltem Wasser abkühlen. Das ist notwendig, damit die grüne Farbe erhalten bleibt. Die Zwiebel schälen, in kleine Würfelchen schneiden und mit Butter in einem Topf anschwitzen, dann die Röschen dazugeben, würzen und mit Brühe angießen.

Eine feuerfeste Form mit Öl ausstreichen und quer eine Reihe Kartoffelscheiben dachziegelmäßig schichten. Danach eine Reihe mit Rosenkohl füllen – und so weiter –, bis die Schale gefüllt ist. Dann Muskat darüberreiben, in einer Mischung aus Ei und Sahne mit dem Käse bestreuen und in den vorgeheizten Backofen schieben. Das Gratin bei etwa 180 bis 200 Grad überbacken.

Wer bei diesem an sich vegetarischen Gericht Fleisch vermisst, dem kann problemlos geholfen werden. Besonders gut passt Kasseler Rippchen, das sich in grobe Würfel geschnitten beim Befüllen der Gratin-Schale gut in den Freiraum einfügt. Oder man serviert das Gratin als Beilage zu Kurzbratgerichten wie Steaks, Koteletts oder Schweinelendchen, um nur einige Beispiele zu nennen. Außerdem eignet sich Rosenkohl für eine feine Creme-Suppe mit karamellisierten Kürbiskernen als Einlage. Natürlich kann Rosenkohl auch im Backofen gebraten werden oder auf dem Grill.

Anzuraten ist bei Rosenkohl, dass der kleine Kohl, so lange er auf dem Feld steht, einige frostige Nächte erlebt. Mein Rat zu diesem wertvollen Gemüse ist: Kaufen Sie tiefgefrorenen Rosenkohl, der hat ausreichend Frost bekommen – und blanchiert und sauber geputzt ist er auch. (cki)

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