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Region Cham
Donnerstag, 26. April 2018 15° 3

Beerdigung

Willi Augustin zu Grabe getragen

Trauergemeinde nahm Abschied von Willi Augustin.

Willi Augustin

Eschlkam.Mit „Ein Radiosender warb in seinen Nachrichten mit dem Slogan „Denn 30 Minuten können die Welt verändern.“ Ob es immer 30 Minuten sind, weiß er nicht, so Pfarrer Engelbert Ries. Drei Tage jedenfalls können im Leben eines Menschen alles verändern. Innerhalb von drei Tagen ist das Leben von Willi Augustin (73) zu Ende gegangen. Er hatte wie jeden Tag in seinem Betrieb gearbeitet. In den Abendstunden musste er ins Krankenhaus Cham eingeliefert werden. Während der Nacht verschlechterte sich sein Zustand so sehr, dass er in ein künstliches Koma gelegt werden musste. Die einzige Hoffnung, dass das Uniklinikum Regensburg, in das er mit dem Hubschrauber geflogen wurde, noch helfen könnte, erfüllte sich leider nicht. In den frühen Abendstunden ist der Unternehmer im Alter von 73 Jahren verstorben.

Willi Augustin ist am 20. September 1944, als 5. Kind der Eheleute Josef und Klara Augustin geboren, ist mit sechs Geschwistern in Eschlkam aufgewachsen. Bruder Josef und Schwester Rosa sind bereits verstorben. Sein Vater hatte eine Schlosserei aufgebaut. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er das Schlosserhandwerk. Schon bevor sein Vater, der im Alter von 64 Jahren 1974 verstarb, hatte er den väterlichen Betrieb übernommen. Seine Mutter starb 1995 im Alter von 78 Jahren. Das seit 1955 bestehende Familienunternehmen wurde von Willi Augustin ausgesiedelt, zielstrebig zu einem Heizung- und Sanitärbetrieb ausgebaut, den sein Sohn Klaus führt. Sein Sohn Jürgen führt einen weiteren Betrieb in Aiterhofen.

Am 25. Juli 1970 heiratete er die Verkäuferin Christa Hornig in der Stadtpfarrkirche Furth im Wald. Aus der Ehe sind die zwei Söhne hervorgegangen. Es erfüllte Willi Augustin mit Genugtuung und Stolz, dass Sie in seine Fußstapfen getreten und in seinem Betrieb eingestiegen sind. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgte er das Heranreifen seiner drei Enkelkinder: Michaela, Lukas und Julian, sie waren seine Lieblinge.

Der Eschlkamer Kirchenchor umrahmte wundervoll das Requiem, zum Abschied stimmten alle ein in das: „Segne Du Maria“ . Ein langer Trauerzug angeführt von der Eschlkamer Feuerwehr und dem Trachtenverein Langauer Daberg, bei denen der Verstorbene Mitglied war, bewegte sich zum Familiengrab. Nach den Gebeten des Priesters sprach Vorsitzende Lisbeth Schmatz die verbindenden Worte, dankte dem Verstorbenen für die Vereinstreue, drückte den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus. Mit großem Entsetzen habe er am Donnerstag vom Tod des Kameraden vernommen, so Kommandant Markus Rötzer. Mit ihm verliere die Feuerwehr einen Freund und Gönner, der fast 50 Jahre Mitglied war. Zum Zeichen des Dankes und Anerkennung legten die Sprecher Gesteck und Kranz nieder. (kbi)

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