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Gemeinde

Willmering wird etwas größer

Ein Grundstückskauf kostet Cham acht Quadratmeter: Ein kleines Stück Katzbach ist jetzt in Willmering eingegliedert worden.
Hans Schmelber

Durch die jüngste Gemeinderatssitzung ist Willmering um ein paar Meter gewachsen. Foto: Hans Schmelber
Durch die jüngste Gemeinderatssitzung ist Willmering um ein paar Meter gewachsen. Foto: Hans Schmelber

Willmering.Das Landratsamt Cham und das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung hatten in einem Schreiben an die Gemeinde darauf hingewiesen, dass in Brennet ein Grundstückseigentümer zur Begradigung seines Grundstücks circa acht Quadratmeter Grund dazugekauft hat. Da dieser Grund aber in der Gemarkung Katzberg, also der Stadt Cham, liegt, haben die beiden Ämter empfohlen, dass diese acht Quadratmeter aus dem Gebiet der Stadt Cham ausgegliedert und in das Gebiet der Gemeinde Willmering eingegliedert werden. Dem stimmte der Gemeinderat Willmering in der Sitzung am Donnerstagabend im Keglerheim in Willmering zu. Willmering ist jetzt also etwas größer.

Zu Beginn der Sitzung aber warf die Kommunalwahl im März 2020 ihren Schatten voraus: Es ging um die Bestellung des Gemeindewahlleiters. Der geschäftsleitende Beamte der Gemeinde, Werner Vogl, wurde bestimmt. Stellvertretender Wahlleiter wird Johann Treml.

Straße heißt nun Am Schlupfloch

Dann ging es um die Bekanntgabe der aktuellen Schülerzahlen des Schulverbandes Waffenbrunn-Willmering. Gemeldet sind aus Waffenbrunn 64 und aus Willmering 41 Schüler. In Waffenbrunn gehen 56 und in Willmering 55 Kinder zur Schule. „Außerdem besuchen sechs Gastschüler unsere Schule. Zwei Kinder wurden außerdem der Grundschule Cham zugewiesen und drei Kinder sind Gastschüler der Grundschulen Waldmünchen, Cham und Bad Kötzting“, informierte Bürgermeister Hans Eichstetter.

Als Nächstes war ein Straßenname für den Waldkindergarten zu vergeben. Dieser gebe als Adresse immer noch Forststraße 8a, 93413 Cham, an, obwohl die Unterkunft jetzt auf dem Gemeindegebiet Willmering sei. Die Vorstandschaft des Waldkindergartens hatte als Straßenname „Am Schlupfloch“ vorgeschlagen. Dem stimmte das Gremium zu.

Der Gemeinderat genehmigte auch zwei Haushaltsüberschreitungen. Zum einen waren für Tageseinrichtungen für Kinder Betriebskosten von 370000 Euro angesetzt. Ausgegeben wurden aber 400238 Euro. Den Mehrausgaben in Höhe von 30238 Euro stehen Mehreinnahmen beim Personalkostenzuschuss in Höhe von 41433 Euro gegenüber.

Zudem kostete die Erschließung des Baugebietes Willmering-Ost 72832 Euro mehr. 460000 Euro waren im Haushalt eingeplant. „Diese Mehrausgaben können aber durch die Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer gedeckt werden“, versicherte Eichstetter.

Eine etwas längere Diskussion gab es zur Beteiligung an den Reparatur- und Sanierungskosten beim Waldkindergarten. Eichstetter erklärte im Vorfeld: „Der Verein Naturpark Oberer Bayerischer Wald hat im Jahr 1974 eine Fläche von 0,1 Hektar auf der Gemarkung Willmering vom Freistaat Bayern gepachtet. Auf dem gepachteten Gelände hat der Naturpark einen öffentlichen Kinderspielplatz errichtet. Im Jahr 2005 hat der Naturpark in Zusammenarbeit mit einer Elterninitiative den Spielplatz renoviert.“

Spielplatz sorgte für Diskussion

Der Spielplatz werde aber überwiegend von Kindern der Stadt Cham genutzt. „Kinder aus Willmering nutzen den Spielplatz wegen der weiten Entfernung so gut wie nicht.“ Für den Waldkindergarten sei er aber ein Treffpunkt. Der Stadtrat der Stadt Cham habe beschlossen, bei größeren Reparatur- und Sanierungsarbeiten die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Eichstetter schlug vor, sich ebenfalls an den größeren Reparatur- und Sanierungsarbeiten zu beteiligen. Letztendlich stimmte der Gemeinderat zu, aber unter der Bedingung, bei jedem Kostenanfall einzeln über die Höhe des Gemeindezuschusses zu entscheiden. Der Spielplatz verbleibt weiterhin in der Verantwortung des Vereins Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

Der Gemeinderat stimmte auch drei notariellen Kaufverträgen im Bereich Am Mühlweiher zu.

Zum Schluss verkündete Eichstetter, dass die Bürgerversammlung am 21. November um 19.30 Uhr im Gasthaus Waldfrieden in Geigen stattfindet. Die Jahresschlusssitzung ist am 12. Dezember um 19 Uhr im Gasthaus „Waldfrieden“ in Geigen. (fsh)

Genehmigte Anträge

  • Josef Baumgartner:

    Anbau einer Lagerhalle für Elektroinstallationsmaterial mit Garage und Büro

  • Thomas und Dr. Barbara Betz:

    Genehmigung zum Neubau eines Einfamilienhauses verlängert

  • Graf Immobilien GmbH:

    Vorbescheid zum Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses sowie Vorbescheid zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage

  • Richard und Pia Lankes:

    Vorbescheid zum Neubau eines Geräteschuppens

  • Reinhold Gschwendtner:

    Vorabzug für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage

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