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Investition

Winterdienst: Lohberg rüstet auf

Geleaster Traktor Fendt 514 wurde mit Zwei-Kammer-Streugerät in Dienst gestellt.
Maria Frisch

Lohbergs orange Armada  Foto:kfl
Lohbergs orange Armada Foto:kfl

Lohberg.Da der alte Unimog bereits 2000 angeschafft wurde, machte sich der Gemeinderat trotz des noch guten Allgemeinzustandes aufgrund fundierter Pflege im Sommer dieses Jahres Gedanken über ein Ersatzfahrzeug. Nach jahrzehntelangen „Unimog-Zeiten“ kam ein Traktor „Fendt 514“ mit Variogetriebe, Zwei-Kammer-Streugerät und weiterem Sonder-Zubehör zum Zuge, den der Händler am Mittwoch auslieferte und in Dienst stellte. Der alte Unimog U 1400 wurde bereits veräußert.

Das Straßennetz der Gemeinde Lohberg beträgt über 40 Kilometer Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen. Eine Flächengemeinde wie Lohberg in einer Höhenlage von 600 bis 1050 Metern stellt an den kommunalen Winterdienst hohe Anforderungen, die von den Schneepflugfahrern bestens gemeistert werden.

Salz kommt in Lohberg als Mitgliedsgemeinde der Ökoregion aus ökologischer Sicht hauptsächlich auf Steigungen und in den Kurven zum Einsatz. Die flachen Strecken werden ausschließlich gesplittet. „Für die Gemeinde reichen in einem normalen Winter 70 Tonnen Salz aus“, gibt Bauhofleiter Martin Dachs Auskunft. Zusätzlich werden je nach Dauer der kalten Jahreszeit 50 Tonnen Splitt ausgebracht. Den Gemeindebürgern bereitet der Winter ohnehin keine sonderlichen Probleme. Jene, die in etwas schwierigen Lagen wohnen, besitzen meistens entsprechende Fahrzeuge mit Allrad, um die Steigungen zu meistern. Erfahrungsgemäß sorgen die Leute auch für eine gute Bereifung.

Die Gemeinde legte stets größtes Augenmerk darauf, dass der Fuhrpark bestens in Schuss ist, getreu dem Motto: „Der nächste Winter kommt bestimmt“. Eine gute Ausrüstung motiviert natürlich auch die Mitarbeiter. Der Winterdienst verschlingt beträchtliche Summen in meist sechsstelliger Höhe.

Die Entscheidung für einen Traktor fällte der Gemeinderat, weil dieser universeller einsetzbar ist. Das neue Kommunalfahrzeug mit 148 PS und leistungsfähiger Hydraulik für den Sommer- und Wintereinsatz inklusive neuem Streuer und Frontlader mit Klappschaufel, Palettengabel und Hubgerüst, das mit knapp 200 000 Euro brutto zu Buche schlägt, wurde geleast. Das Hubgerüst hat eine Reichweite von maximal acht Metern. Der Bauhof ist damit in der Lage, einen Schneefang zu montieren oder Dachrinnen zu säubern. Die Hochkippschaufel kann mit allen Arten von Werkzeugen, inklusive Motormäher, ebenerdig beladen werden.

„Wie sind jetzt noch schlagkräftiger“, so Bürgermeister Franz Müller bei der Einweisung am Mittwoch. Mit dem Traktor „Fendt“ kann auch die Schneefräse betrieben werden. Dies ermöglicht ein Verlagerungsgetriebe. Cheffahrer der Ersatzbeschaffung ist Gustav Kleppel. Die Nachrüstung kann auch von den übrigen Bauhofmitarbeitern gesteuert werden. (kfl)

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