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CHAMMÜNSTER

„Wir kommen daher in Zucht und Ehr...“

In Chammünster lebt der alte Pfingstl-Brauch noch weiter. Aber einer fehlt schon in dem Begleit-Trupp.

Prächtige Gerten trugen die vier Pfingstlbegleiter am Beginn ihrer Tour noch in den Händen, am Ende waren die meisten Fähnchen verschenkt. Foto: chi
Prächtige Gerten trugen die vier Pfingstlbegleiter am Beginn ihrer Tour noch in den Händen, am Ende waren die meisten Fähnchen verschenkt. Foto: chi

CHAMMÜNSTER.Der „Böhmische“ setzte dem Pfingstl-Trupp am Pfingstsonntag ganz schön zu, als er vom Hunger-Metzger aus los zog, wo er sein Gewand aus frischen Birkenzweigen angelegt hatte. Besonders die vier Pfingstl-Begleiter, dem Brauch entsprechend nur in kurzen Lederhosen und weißen Hemden gekleidet, über die sie vernünftigerweise wenigstens noch einen Janker übergezogen hatten, fror es am Beginn der Tour schon ein wenig. Aber unverdrossen zogen sie dann durchs Dorf, sagten ihr Sprücherl auf, wenn sich jemand an der Haustüre zeigte: „Wir ziehen daher in Zucht und Ehr‘, der Pfingstl mit seine vier Knecht...“. Einst waren es fünf „Knechte“, doch es wird immer schwieriger, junge Männer zu finden, die sich der Tortur unterziehen. Aber noch kann der Brauch des Pfingstlgehens in Chammünster am Leben erhalten werden. (chi)

Pfingstbrauch

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