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CP-Fussball

„Wir wollen das Maximum erreichen“

Die Turniervorgabe vor dem Spiel gegen Irland ist klar: Platz neun soll her! Der Iran sorgte für einige Aufregung in Sevilla.
Von Christian Eidenhardt

Pascal Odrich von Schalke 04 (links) und Christian Eidenhardt, die „Höhle 206“ in Sevilla, gaben als Trainingsleiter am Mittwoch richtig Gas. Foto: Ralf Neumann
Pascal Odrich von Schalke 04 (links) und Christian Eidenhardt, die „Höhle 206“ in Sevilla, gaben als Trainingsleiter am Mittwoch richtig Gas. Foto: Ralf Neumann

Cham.17. Juli 2019: Das war heute unser letzter Trainingstag hier bei diesem World Cup in Sevilla. Weil wir morgen um 19.10 Uhr gegen Irland spielen, hatten wir heute ein wenig später Aktivierung. Wir haben um 8 Uhr einen lockeren Spaziergang gemacht, waren im Anschluss frühstücken und sind danach ab ins Fitnessstudio.

Da hatten wir wieder die ewige Geschichte hier bei diesem Turnier: Die „Höhle 206“ ist wieder vorangegangen mit Pascal Odrich und mir. Wir hatten den Auftrag, zehn Minuten lang ein lockeres Aufwärmtraining zu betreuen. Danach sollten Übungen für den Rumpf folgen.

Band schwomm fast davon

Passi und ich haben da mal kräftig einen rausgeblasen: Nach 30, 35 Minuten auf dem Laufband wäre das Band fast davongeschwommen, weil wir so viel Flüssigkeit verloren haben. Da haben wir uns wirklich ordentlich ins Zeug gelegt – wohlwissend, dass Trainer Conny Fritsch angekündigt hatte, dass wir das Abschlusstraining vor dem Irlandspiel heute ausfallen lassen. Nicht, weil wir es nicht bräuchten oder nicht machen müssten.

Ein Chamer bei der Fußball-WM

An diesem Mittwoch war vielmehr das Orga- und Funktionärs-Meeting aller Mannschaften. Daran haben – bis auf den Iran – alle Teams teilgenommen. Da sind ein paar konfuse Dinge passiert nach dem Ausscheiden der Truppe: Es gab eine rote Karte in dem entscheidenden Spiel, eine weitere nach Abpfiff – und die beiden Trainer wurden für mehrere Partien gesperrt, weil sie sich danebenbenommen hatten...

So recht wusste keiner, was da los ist. Der Iran war jedenfalls nicht bei diesem Meeting. Ich vermute mal, die Beteiligten waren alle etwas angefressen. Die hatten sich hier beim World Cup sicher mehr erwartet.

Ansonsten war in der „Höhle 206“ wieder ausgiebige Nachmittagsruhe angesagt: Wir haben zweieinhalb Stunden geschlafen. Am Abend stand eine Teambesprechung auf dem Programm. Während Conny mit den anderen Funktionären bei der besagten Tagung war, hatten wir die Aufgabe, das Spiel Irland gegen die USA anzuschauen und für uns selbst zu analysieren.

Arbeit in Gruppen

Wir haben in Einzelgruppen – jeder für seine Position – unsere Beobachtungen angestellt und versucht, einen Matchplan für das Spiel morgen zu gestalten. Ob es klappt, ob die Iren dann auch wirklich so auftreten, steht wieder auf einem anderen Blatt Papier...

Als Conny zurück war, haben wir unsere Ausarbeitungen vorgestellt. Jetzt schauen wir mal, was in diesem Finale der B-Runde passiert. Unser Ziel ist klar: Wir wollen das Maximum, wir wollen Neunter werden! Da gilt es, noch einmal alles zu investieren! Ausruhen können wir uns danach. Diese 60 Minuten – oder vielleicht auch mehr – zählen einfach nochmal!

Alle Teile von Christian Eidenhardts WM-Tagebuch finden Sie hier

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