MyMz
Anzeige

Bildung

Wissen ist Macht – auch in Afrika

Katrina Kanjii-Black berichtete über Elend in ihrer Heimat.
Gregor Raab

Katrina Kanjii-Black informierte sich bei der Firma Mühlbauer über das Leistungsspektrum des Unternehmens. Foto: Siegfried Zistler
Katrina Kanjii-Black informierte sich bei der Firma Mühlbauer über das Leistungsspektrum des Unternehmens. Foto: Siegfried Zistler

Cham.Ein Hauch von Afrika durch die Berufsschule Cham. Auf Einladung von Schulleiter Siegfried Zistler war Katrina Kanjii-Black aus Namibia zu Gast. In einem bewegenden Vortrag nahm sie die Schüler mit auf eine Reise in ihre Heimat.

Die sympathische Frau vom Stamm der Himba berichtete von den politischen Verhältnissen in dem zwei Millionen Einwohner zählenden Land im Süden Afrikas. In der ehemaligen deutschen Kolonie leben weite Teile der schwarzen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Allein in der Hauptstadt Windhuk hausen mehr als 130000 Menschen in Wellblechhütten. Korruption lähme die Wirtschaft.

Katrina Kanjii-Black wurde in der Kalahariwüste geboren. Sie konnte dem Elend entfliehen, weil ihr eine niederländische Missionarin das Abitur ermöglichte. Über ein Zeitungsinserat wurde sie auf ein Stipendium der EU aufmerksam. In Trient und Münster studierte sie Europa-Touristik, Italienisch und Deutsch. Nach ihrer Rückkehr gründete sie ein eigenes Touristikunternehmen. Derzeit engagiert sie sich in der regierenden SWAPO-Partei und fungiert als Regierungsberaterin und Übersetzerin.

Ihre Botschaft lautete „Wissen ist Macht.“ Sie bat um Unterstützung für Afrika. Nur wer dort einen Beruf erlerne, könne für sich sorgen. „Die Afrikaner wissen nicht, wie sie mit ihren Rohstoffen umgehen sollen. Es braucht Menschen, die ihnen dieses Wissen vermitteln“, sagte sie.

Matthias Pechtl nahm den Vortrag zum Anlass, den Schülern die Entwicklungshilfeprojekte der Berufsschule Cham – „Child in the sun“ in Tansania und eine Handwerkerschule der Maristen in Ramba (Kenia) – vorzustellen. „Öffnet eure Herzen und helft diesen Menschen. Jeder Euro ist es wert“, lautete der Appell von Schulleiter Zistler.

Gemeinsam mit ihm besichtigte Katrina Kanjii-Black auch die Firma Mühlbauer in Roding. Der Hintergrund: Derzeit gebe es in Namibia kein funktionierendes System für die Passerstellung. (cga)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht