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Erziehung

Wissen zu Kindern

Kindergärtnerinnen wurden über Ergo- und Physiotherapie informiert.
Johann Fischer

Einen sehr guten Besuch wies der Workshop im „Kindervielfalt“ am Samstag in der Müllerstraße 7 in Bad Kötzting auf, wozu Uschi Martin viele Erzieherinnen begrüßte.  Foto: Johann Fischer
Einen sehr guten Besuch wies der Workshop im „Kindervielfalt“ am Samstag in der Müllerstraße 7 in Bad Kötzting auf, wozu Uschi Martin viele Erzieherinnen begrüßte. Foto: Johann Fischer

Bad Kötzting.Unter dem Schlagwort „Kindergarten-Diagnostik“ lief am Samstag in den neuen Räumen von Uschi Martin in der Müllerstraße in ein Workshop „Kindervielfalt“ ab. Dieser vermittelte den Erzieherinnen in den Kindergärten viel Wissenswertes über Ergo- und Physiotherapie, zeigte gleichzeitig aber auch Auffälligkeiten in der Umgangssprache (Logopädie) auf. Martin stellte dabei auch die Studentin Larissa Heyn vor, die an der Fachhochschule in Deggendorf ihre Bachelorarbeit über dieses Thema schreibt.

Uschi Martin zeigte sich bei ihrer Begrüßung erfreut über den guten Besuch. Zweck dieser Zusammenkunft sei eine optimale Zusammenarbeit und Flexibilität zur Förderung der Kinder schon im Frühalter. Ziel sei es, ein Netzwerk zu bilden, weil die Erzieherinnen täglich längere Zeit mit den Kindern zu tun haben und am ehesten Fehlentwicklungen erkennen würden.

Die beiden ersten Dozentinnen Monika Oswald und Franziska Kreis stellten zunächst in einer mit Unterstützung von Theresa Kienberger vorgeführten Powerpoint Präsentation das Grobscreening in der Ergotherapie beziehungsweise die Früherkennung motorischer koordinativer und muskulärer Defizite im Rahmen des Kindergartenturnens vor. Bereits zu diesen beiden Themenschwerpunkten gab es zahlreiche Wortmeldungen seitens der Erzieherinnen, die aus dem gesamten Altlandkreis kamen.

Nach einem interdisziplinären Austausch bei einem gemütlichen Frühstücksbrunch gingen die Ergotherapeutinnen Theresa Kienberger, Petra Wegscheider und Grete von Armansperg schwerpunktmäßig auf das Grobscreening für Kinder in der Ergotherapie ein. Zu diesem Thema erhielten die Erzieherinnen auch wieder wertvolle Tipps und Hinweise.

Claudia van Wickeren referierte dann zum Thema Sprach- und Sprechstörungen der heranwachsenden Kindern. „Wer Schwierigkeiten in der Sprache hat, hat auch Schwierigkeiten in der Feinmotorik“ stellte diese einführend fest. Die Logopädin ließ wissen, dass sie zuvor mehrere Jahre als Erzieherin gearbeitet habe und daher diese Problematik auch von der „anderen Seite her“ kenne. Sprache und Feinmotorik gehörten zusammen.

Schon die kleinen Kinder würden heutzutage zu viel vor dem Fernseher sitzen, sich mit dem Tablet beschäftigen und zu wenig die Konversation pflegen. Später komme dann noch das Smartphone hinzu. Die Eltern bräuchten sich so nicht mit ihren Sprösslingen beschäftigen, um andere Dinge erledigen zu können, was allerdings falsch sei. Dabei wäre es primär wichtig, dass der Wortschatz der Kinder erweitert wird. Nicht nur das Tablet sollte den Kindern verboten werden, sondern zudem auch das Gespräch und der Gedankenaustausch mit ihnen gesucht werden. (ksm)

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