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Wo die Gemeinde der Schuh drückt

MdL Hopp und Bürgermeister Raab legten die Karten auf den Tisch und zeigten Perspektiven in Corona-Zeiten auf.

Zum offiziellen Antrittsbesuch beim neuen Bürgermeister Christian Raab kam MdL Gerhard Hopp am Dienstagnachmittag nach Michelsneukirchen.  Foto: cls
Zum offiziellen Antrittsbesuch beim neuen Bürgermeister Christian Raab kam MdL Gerhard Hopp am Dienstagnachmittag nach Michelsneukirchen. Foto: cls Foto: cls/cls

Michelsneukirchen.Zum Antrittsbesuch schaute am Dienstag Landtagsabgeordneter Gerhard Hopp (CSU) bei Bürgermeister Christian Raab vorbei, um sich die Anliegen des neuen Gemeindeoberhaupts von Michelsneukirchen anzuhören.

Hopp hat es sich zur Aufgabe gemacht, die neuen Bürgermeister zu besuchen. „Gratulation, hot mi echt gfreit“, so Hopp an die Adresse von Christian Raab. Es sei ja in Michelsneukirchen ein besonderer Wahlkampf gewesen, meinte er mit Verweis auf den Cousin Armin Prommersberger als Gegenkandidaten. „Ihr habt das beide sehr gut gemeistert“, sprach Hopp an beide Bewerber seinen Respekt für den fairen Wahlkampf aus. Nun gelte es, Christian Raab für das Bürgermeisteramt viel Erfolg zu wünschen. „Ich hoffe, du hast dich in der neuen Aufgabe schon ein wenig eingelebt“, hoffte Hopp, wenngleich man sich den Start als Bürgermeister sicherlich etwas anders vorgestellt habe als in Corona-Zeiten. Symbolisch überreichte Hopp ihm einen Mund-Nasen-Schutz in den bayerischen Landesfarben.

„Wir sind eine gesunde Gemeinde“, stellte Bürgermeister Raab fest. Aus seiner Sicht sei in der aktuellen Situation eine Stärkung der Kommunen vor Ort besser, um Projekte und Investitionen etwa für das Handwerk und die Wirtschaft anzuschieben. Darüber hinaus gelte es, die Verfahren zu beschleunigen. Als ein Hauptproblem sieht Raab die Ausgleichsflächen, die etwa bei der Ausweisung von Baugebieten oder durch den Straßen- und Leitungsbau entstehen. Raab stammt selbst aus einer landwirtschaftlichen Familie, ist Imker. Er steht hinter der Ökologie, sieht eine Option aber etwa in der Aufwertung von Flächen, die schlecht zu bewirtschaften sind. Heuer wurden bereits drei Gemeindeverbindungsstraßen saniert, die Pläne für sieben weitere liegen auf dem Tisch. Wenn Programme kommen und Förderzusagen gemacht werden, will Raab mit dem Gemeinderat die Hausaufgaben gemacht haben.

Deshalb wird das neue Ratsgremium in diesem Monat in Klausur gehen. Nicht einfach gestalte sich wegen Corona die Situation in Kindergarten und Schule. Einerseits solle die Betreuung sichergestellt werden, anderseits zeige sich der Einsatz von Fachkräften, die als Risikopersonen gelten, problematisch. Für Michelsneukirchen erfreulich: Der Eigenbetrieb „Digitale Infrastruktur“ des Landkreises Cham legt mit dem Breitbandausbau im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Falkenstein, Rettenbach und Michelsneukirchen los.

Laut MdL Hopp wird alles unternommen, um Anreize zu setzen und die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Bayern sei über 80 Milliarden Euro an Verpflichtungen eingegangen. Schwerpunkt seien Investitionen. Für die Rettungsschirme werde ein eigener Haushaltstitel geschaffen, „trotz Pandemie und Rezession soll nicht an den laufenden Förderprogrammen eingespart werden“. Finanzminister Füracker stelle vorzeitig 2 Milliarden Euro für Gemeinden und Landkreise aus dem kommunalen Finanzausgleich zur Verfügung, um die Liquidität der Kommunen in der Krise zu sichern. (cls)

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