MyMz
Anzeige

Marktrat

Wo kommt das Wasser her?

Am Hohenbogen sollen 14 Gebäude anders genutzt oder umgebaut werden – das Projekt betrifft auch den Markt Neukirchen.

Die Wasserversorgung am Hohenbogen war ein Thema bei der Marktratssitzung. Foto: kbr
Die Wasserversorgung am Hohenbogen war ein Thema bei der Marktratssitzung. Foto: kbr

Neukirchen b Hl Blut.In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Marktrat mit der Verlängerung des Wegebenutzungsvertrags zur Gasversorgung des Baugebietes „Am Klapfenbach“. Hauptsächlicher Inhalt des Konzessionsvertrages mit der Firma Tyczka Totalgaz war die Einwilligung des Marktes zur Verlegung und zum Betrieb der Leitungen in den öffentlichen Flächen zur Versorgung der Bewohner in diesem Baugebiet mit Flüssiggas; wofür die Firma als Gegenleistung den Höchstsatz nach der Konzessionsabgabenverordnung an den Markt zahlt. Dieser 2004 abgeschlossene Vertrag endet am 31. Dezember 2019 und soll auf Wunsch des Versorgers um 20 Jahre verlängert werden. Das Gremium bewilligte einen Abschluss des Vertrages unter der neuen Firmenbezeichnung Tyczka Energy GmbH Geretsried.

„Wir beschließen heute keine Auflassung der Kläranlage Rittsteig, sondern werden aufgrund der Einholung entsprechender Planungsunterlagen auf deren Basis eine Entscheidung treffen können!“, stellte Bürgermeister Markus Müller gleich zu Beginn des nächsten Tagesordnungspunktes klar, der sich mit der Vergabe des Auftrags zur Planung eines Ableitungskanals von der Kläranlage Rittsteig zur Kläranlage Neukirchen befasste.

Diesbezüglich soll eine Planung erstellt werden, die eine Ableitung des Schmutzwassers aus der ehemaligen Gemeinde Rittsteig nach Neukirchen vorsieht. Je nach dem Ergebnis der Planung einschließlich Kostenschätzung würde bei einer machbaren Variante über eine Ableitung und Reinigung der Abwässer aus Rittsteig in der Neukirchner Anlage entschieden. Das ist ein wichtiger Zwischenschritt. Die Folgen wären eine Auflassung der Kläranlage Rittsteig-Buchermühle und die Einsparung der dortigen Reparatur- und Unterhaltskosten. Auf Dauer dürfte es finanziell vorteilhafter sein, wenn nur noch eine Kläranlage zu unterhalten wäre, hieß es. Von der Verwaltung wurde beim Architekturbüro „S3 Beratende Ingenieure“ ein Kostenangebot für eine Planung eingeholt.

Diskussionsbedarf gab es bezüglich der Anhörung der Träger öffentlicher Belange zur 5. Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans der Gemeinde Rimbach mit der Bezeichnung „sektor.f“. Über zehn Jahre dehnt sich das Verfahren im Bereich der ehemaligen Militäranlagen am Hohenbogen aus, dessen damalige Planung sich über die Gemeindegebiete Rimbach und Neukirchen erstreckte.

Entstehen neue Gebäude?

Interessenten für Sicherheitswacht

  • Ermittlungserfolg:

    Bürgermeister Markus Müller informierte über die polizeiliche Kriminalstatistik und die derzeitige Sicherheitslage, die als gut bezeichnet werden könne. Erfolgreich beendete die Polizei in Zusammenarbeit mit den tschechischen Kollegen über den Winter zwei Diebstahl- und Einbruchsserien. So wurden über 160 Fälle in der Grenzregion aufgeklärt.

  • Sicherheitswacht:

    Da dem Rathauschef von der Bürgerschaft zunehmend Klagen über eine Gruppe Mofafahrer am Naturbad zugetragen werden, wird man diesen Bereich besonders ins Auge nehmen. Zur Verbesserung der Sicherheit ist zusammen mit Furth im Wald die Einführung einer Sicherheitswacht geplant, die stundenweise zu bestimmten Zeiten in der Gemeinde zu Fuß unterwegs sein wird.

  • Aufruf:

    Dabei handelt es sich um uniformierte Bürger mit Zusatzausbildung, die eine Aufwandsentschädigung bekommen und Ansprechpartner für die Bevölkerung sind. Markus Müller richtete den Aufruf an couragierte Interessenten, sich im Rathaus oder bei der Polizeiinspektion Furth zu melden. (kbr)

Da aktuell von der Gemeinde Rimbach die Träger öffentlicher Belange – zu denen auch der Markt Neukirchen b. Hl. Blut gehört – um Abgabe ihrer Stellungnahmen zu dem geplanten Bauleitverfahren in diesem Gebiet gebeten wurden, plant der nunmehrige Eigentümer des Geländes offensichtlich Nutzungsänderungen und zudem neue Gebäude zu errichten.

Allerdings ist aus den von der Gemeinde Rimbach vorgelegten Plänen nicht ersichtlich, dass sich die Planungen weiterhin auf das Gebiet des Marktes erstrecken, weshalb ein gemeinsames Aufstellungsverfahren nicht mehr in Betracht käme. Laut dem gegenwärtigen Bauleitverfahren beabsichtigt der Eigentümer, 14 Gebäude anders zu nutzen und umzubauen. Der Umbau soll nach den Hauptbereichen „Bildung und Kultur“, „Sport und Freizeit“ sowie „Jugend und Kunst“ erfolgen. Stark betroffen von diesem Verfahren ist der Markt dennoch weiterhin, weil zur späteren Verwirklichung der Planung Erschließungseinrichtungen des Marktes benötigt werden. Die Straßenerschließung muss mit den Staatsforsten geregelt werden. Ob die Kläranlage auf dem Gelände ausreicht, ist während des Bauleitverfahrens zu prüfen. Übersteigt die Abwassermenge das genehmigte Maß, wird ein Anschluss an die Abwasseranlage in Neukirchen notwendig werden, wobei rechtliche und finanzielle Details noch zu klären wären. Bei der Wasserversorgung ist Neukirchen allerdings mit im Boot. Hier ist in den textlichen Festsetzungen vermerkt, dass die Versorgung mit Trinkwasser durch eine Quellfassung westlich des Grundstücks gesichert ist.

Dabei ist anzunehmen, dass es sich hier um die Quelle zur Wasserversorgung der ehemaligen Militäranlagen handelt, die seit einiger Zeit vom Markt gepachtet ist und dem Eigentümer der Anlagen nicht zur Verfügung stehen dürfte. Eine Ableitung von Wasser aus den Quellen ist zurzeit nicht erlaubt. Diese Genehmigung ist in einem Wasserrechtsverfahren zu klären. Erst wenn das geplante Verfahren erbringt, dass für alle Anlagen am Hohenbogen dauerhaft genügend Wasser zur Verfügung steht, ist eine Mitversorgung der ehemaligen Militäranlagen möglich. Zudem müssen dazu auch die Konditionen in finanzieller und rechtlicher Hinsicht geregelt werden. Da bis dato kein Wasserrecht vorhanden ist und das vom Markt beauftragte Ingenieurbüro Details noch nicht vorgelegt hat, wird vom Marktratsgremium mit diesen Hinweisen einschränkend zugestimmt.

Parkplatz in Vorbereitung

Dem Bauantrag von Franz Fischer aus Haberlsäge auf Rückbau eines Stadels mit Neubau eines Stadels als Heulager wurde unter dem Vorbehalt zugestimmt, dass für die Unterlieger die Hochwassersituation nicht verschlechtert wird. Den Antrag von Juliane Rabenbauer auf Vorbescheid zu baulichen Veränderungen am Schönblick nahm die Antragstellerin zurück. Wie die Nachfrage von Franz Altmann ergab, ist der Parkplatz an der Kreisstraße auf der Kager in Vorbereitung. Zudem sollte eine Gefahrenstelle zwischen Mais und Kolmstein mit einer Leitplanke versehen werden. Ludwig Hierl monierte eine fehlende Wendemöglichkeit um das Maibaum-Areal durch „Dauerparker“ insbesondere in der Nacht zu Samstag. Über ein Parkverbot oder eine Umgestaltung wollen sich die Verantwortlichen bei einer Verkehrsschau Gedanken machen. (kbr)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht