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Entwicklung

Wofür soll Kötzting als Marke stehen?

Beim Unternehmertag in zwei Wochen geht es um Marketing und Leerstände für und in der Stadt Bad Kötzting.
Von Stefan Weber

Beim Unternehmertag geht es darum, wie sich die Stadt als Marke weiterentwickeln soll. Foto: S. Weber
Beim Unternehmertag geht es darum, wie sich die Stadt als Marke weiterentwickeln soll. Foto: S. Weber

Bad Kötzting.Wofür steht der Name Bad Kötzting eigentlich? Ist es der Pfingstritt? Die Gesundheits-Vorsorge? Traditionelle Chinesische Medizin? Kneipp? Tourismus-Region? Ein wenig steht sie wohl für alle diese Themen, und das stellt sie, zumindest wenn es nach Meinung der CIMA Beratung und Management-GmbH geht, vor ein Problem, wie Bürgermeister Markus Hofmann im Vorgriff auf den vierten Unternehmertag am 19. November im Sinocur erklärt.

Mit Achim Gebhardt komme an diesem Tag ein Vertreter der bundesweit tätigen Beratungs-Agentur in die Stadt, um mit Unternehmern und Bürgern über die Frage „Wofür steht die Stadt Bad Kötzting“ zu diskutieren. Eines stehe schon jetzt klar, erklärt der Bürgermeister: „Mit dem Pfingstritt als eucharistische Prozession offensiv werben, das wollen wir nicht.“

Denken muss vernetzter sein

Hätte die Stadt eine „richtige Marke“, wäre alles einfacher, sagt Hofmann und nennt als Beispiel Orte, die in einer Weinregion lägen. Für Bad Kötzting gibt er das Ziel vor: „Wir müssen vernetzter denken, Bürger, Geschäftswelt und auf dem Gesundheitssektor.“ Wie das werden soll, das gelte es nun zu klären, weshalb es wichtig sei, dass möglichst viele Menschen sich an dem Prozess beteiligten.

Wie wandelbar dieses Thema sei, zeige sich am Beispiel des vergangenen Unternehmertages im vergangenen Jahr. Die Stadt hatte die Möglichkeit eines virtuellen Marktplatzes für die Unternehmen geboten – nicht nur, dass das Interesse an diesem Angebot sehr gering gewesen sei, es werde mittlerweile schon wieder in andere Richtungen gedacht – man befinde sich eben noch in einer Findungsphase.

Wirtschaft

Ein neuer Manager für Bad Kötzting?

Bürgermeister Hofmann lobt beim Unternehmertreffen den Verein Stadtmarketing, regt aber auch eine eigene Stelle dafür an.

So könne es auch notwendig werden, dass ein Beauftragter bei der Stadt als Beauftragter gefunden werde, der die Verbindung zwischen Verwaltung und Geschäftswelt herstelle. Denn letztlich werde es auch darum gehen, die vielen verschiedenen Aktionen, die es in der Stadt bereits gebe, neu zu überdenken. Nicht die Masse werde es machen, sondern auch, dass die Angebote zur Marke passten. Künftig werde die Frage lauten: „Bringt uns das weiter?“

Leerstände sind auch Thema

Außerdem erwartet die Teilnehmer an diesem Tag mit Prof. Markus Lemberger vom Landratsamt in Cham noch ein zweiter Referent auf die Teilnehmer am Unternehmertag. Sein Thema werde Siedlungsmanagement und nachhaltiger Umgang mit Fläche im Landkreis Cham lauten.

Information

Gesundheit für die Belegschaft

Betriebliches Gesundheits-Management hilft Arbeitnehmern und Firmeninhabern, war in Bad Kötzting zu erfahren.

„Vor allem will er die Kommunen beim Leerstandsmanagement unterstützen“, erklärt Bürgermeister Hofmann. Zu diesem Zweck habe der Landkreis alle Leerstände – auch die privaten – digital erfasst. Nun gehe es darum, das auch bekannt zu machen und die Möglichkeiten aufzuzeigen. „Ich kenne meine Leerstände und habe mit den Besitzern auch regelmäßig Kontakt“, sagt Hofmann. Mit der nun erfolgten Erfassung sei es aber möglich, sollte sich jemand von seinem Leerstand trennen wollen, den auf breiterer Basis anzubieten. Dabei werde auch die Frage gestellt werden, ob die Stadt einen City-Manager oder einen Leerstands-Manager oder einen Stadtmarketings-Beauftragten brauche.

Es gäbe also viele Themen zu besprechen an diesem 19. November ab 18.30 Uhr im Sinocur – nicht nur für die Unternehmer, sondern auch und nicht zuletzt für die Bürger der Stadt Bad Kötzting.

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Die Unternehmertage

  • 2016:

    Zum ersten Unternehmertag lud die Stadt im Jahr 2016 in das Sinocur ein. Damals ging es um das Thema betriebliches Gesundheits-Management und wie die Unternehmen davon profitieren können.

  • 2017:

    Auch damals ging es um Leerstands-Management und darum, wie sich die Stadt nach außen besser vermarkten könne.

  • 2018:

    Damals machte die Stadt einen Vorstoß in Richtung Unternehmer, in dem sie anboten, einen digitalen Marktplatz zu schaffen – doch das Interesse daran fiel mehr als gering aus.

  • 2019:

    Dieses Jahr steht wieder das Leerstands-Management auf dem Plan und die bessere und konzentrierte Werbung nach außen. (wf)

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