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Kommunalwahl

Zehn Frauen auf der Further SPD-Liste

Die Sozialdemokraten nominierten ihre Kandidaten für den Further Stadtrat. Siegfried Ehrnböck führt die Liste an.
Von Johann Gruber

SPD-Bezirksvorsitzender Franz Schindler (2.v.li.) und stellvertretender Kreisvorsitzender Sebastian Meier (l.) gratulierten der Further SPD zu ihrer starken Liste mit Siegfried Ehrnböck, Jennifer Dietl, Monika Friedl, Siegfried Nachreiner (Ersatzkandidat), Edeltraud Sander, Monika Ehrnböck, Karolina Breu (Ersatzkandidatin), Evi Schmidt, Thomas Schell, Kai-Uwe Müller, Zenta Muck und Robert Macht (von unten rechts).  Foto: Johann Gruber
SPD-Bezirksvorsitzender Franz Schindler (2.v.li.) und stellvertretender Kreisvorsitzender Sebastian Meier (l.) gratulierten der Further SPD zu ihrer starken Liste mit Siegfried Ehrnböck, Jennifer Dietl, Monika Friedl, Siegfried Nachreiner (Ersatzkandidat), Edeltraud Sander, Monika Ehrnböck, Karolina Breu (Ersatzkandidatin), Evi Schmidt, Thomas Schell, Kai-Uwe Müller, Zenta Muck und Robert Macht (von unten rechts). Foto: Johann Gruber

Furth im Wald.Die neue Further SPD-Ortsvereinsvorsitzende Jennifer Dietl freute sich, weil sie bei der ersten von ihr geleiteten Versammlung am Montag im Gasthof Fellner gleich eine starke Nominierungsliste von Kandidaten für die Stadtratswahl präsentieren könne, in der sich konsequent Kandidat und Kandidatin abwechseln. Es trete eine gute Mischung aus Jung und Alt an, um sich für ein lebens- und liebenswertes Furth im Wald zu engagieren.

Priorität habe für die Further SPD der Erhalt und die Stärkung der Infrastruktur, ein Investitionsprogramm jetzt, der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und die Verbesserung der medizinischen Grundversorgung durch Fachärzte, insbesondere einer Kinderarztpraxis. Das Radwegenetz müsse soweit ausgebaut werden, dass die Ortsteile vernetzt werden. Es bedrücke sie, dass Silke Schell aus gesundheitlichen Gründen von der geplanten Bürgermeisterkandidatur und einem vielversprechenden Wahlkampf Abstand nehmen musste, so Dietl. Die Further SPD biete jedoch qualifizierte personelle Alternativen für die Kommunalwahlen und habe mit Sebastian Meier auch einen hervorragenden Kandidaten für die Landratswahl.

Wohnraum statt Leerstände

Viel Beifall gab es für die neue Further SPD-Vorsitzende Jennifer Dietl. Foto: Johann Gruber
Viel Beifall gab es für die neue Further SPD-Vorsitzende Jennifer Dietl. Foto: Johann Gruber

In seinem Grußwort gratulierte Meier der Further SPD zu einer starken Liste. Er dankte allen für ihr persönliches Engagement, in einer Zeit, in der es immer schwieriger werde, Ehrenamtliche für verantwortliche Positionen in Vereinen und erst recht in der Kommunalpolitik zu gewinnen. Die im Landkreis Cham in den vergangenen drei Jahren um zehn Prozent gestiegenen Mieten seien besonders prekär, weil 24 Prozent der Beschäftigten bei uns im Niedriglohnsektor arbeiten. Er verwies auf Artikel 106 der Bayerischen Verfassung, nach dem jeder Bewohner Bayerns Anspruch auf eine angemessene Wohnung habe und die Förderung des Baues billiger Volkswohnungen Aufgabe des Staates und der Gemeinden sei. Er forderte, Leerstände in Wohnraum umzuwandeln. Mit den Senioren- und Jugendtickets im ÖPNV sei man auf dem richtigen Weg. Doch um auch eine gute Anbindung zu erreichen, müsse man die Unternehmen ins Boot holen.

Der SPD-Bezirksvorsitzende Franz Schindler (stehend) und der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und Landratskandidat Sebastian Meier (r.) nahmen an der Versammlung teil.  Foto: Johann Gruber
Der SPD-Bezirksvorsitzende Franz Schindler (stehend) und der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und Landratskandidat Sebastian Meier (r.) nahmen an der Versammlung teil. Foto: Johann Gruber

SPD-Bezirksvorsitzender Franz Schindler widersprach vehement Mediendarstellungen, dass die SPD pulverisiert sei. Das belegten ihre überall aufgestellten starken Kandidatenlisten. 1984 sei er erstmals in einen Stadtrat und Kreistag eingezogen und seitdem habe sich die Welt gravierend verändert. In den Parlamenten habe es viele Jahre sachliche und auch harte Debatten um die beste Politik gegeben. Doch mit der AfD sei eine Gruppierung in die demokratischen Gremien eingezogen, die hetze. Das Klima in den Parlamenten auf allen Ebenen habe allein durch die Anwesenheit der AfD gelitten. Schindler zeigte sich zuversichtlich, dass sie bei den anstehenden Persönlichkeitswahlen keine Rolle spielen werde.

Kommunalwahl

Der Further Stadtrat wird sich verändern

Fünf Räte treten nicht mehr an, drei sind unentschlossen. SPD und Freie Wähler wollen einen Bürgermeister-Kandidaten stellen.

Zur Aufstellung der Kandidatenliste wählte die Versammlung Hans-Jürgen Bernhardt zum Wahlleiter, Monika Friedl zur Schriftführerin sowie Franz Schindler und Sebastian Meier zu Wahlausschussmitgliedern. Zu Listenbeauftragten wurden Hans-Jürgen Bernhardt und Rudolf Emberger bestellt.

100 Prozent Zustimmung

Die Bekanntgabe der Kandidaten nahm Stadtrat Siegfried Ehrnböck vor. Er bedankte sich für die ihm zuteilgewordene „Pole-Position“. Die Landesgartenschau 2025, die er als ein Herzensprojekt von Anfang an unterstützte, und an der er jetzt im Aufsichtsrat mitwirken könne, und ein verjüngtes Team der Further SPD hätte ihn bewogen, nochmals zu kandidieren. Er bedauere, dass immer wieder von Stadt- und Umlandstadträten gesprochen werde, weil es spalte, und betonte: „Das Umland vertreten die Ränkamer, Sengenbühler und Grabitzer auf unserer Liste ebenso gut.“

Die Kandidaten

  • Platz 1 bis 20:

    1. Siegfried Ehrnböck, Stadtrat; 2. Silke Schell, Stadträtin; 3. Herbert Breu; 4. Jennifer Dietl; 5. Hans Pohmer; 6. Monika Friedl; 7. Jürgen Kögler jun.; 8. Monika Ehrnböck; 9. Franz Reimer; 10. Lydia Leimberg; 11, Thomas Schell; 12. Sybille Kolbeck; 13. Kai-Uwe Müller; 14. Evi Schmidt; 15. Werner Schell; 16. Elisabeth Rauch; 17. Robert Macht; 18. Edeltraud Sander; 19. Johann Reitmeier; 20. Zenta Muck

  • Ersatz:

    Karolina Breu, Siegfried Nachreiner

Folgende Themen werden in nächster Zeit noch Schwerpunkte der Stadtratsarbeit sein: Die im Rahmen der Landesgartenschau zu schaffenden Möglichkeiten der Begegnung und der Naherholung müssten möglichst nachhaltig gestaltet und die weitere Nutzung und Pflege gesichert werden, die Nutzung des Hofergebäudes für Jugend- und Musikgruppen, Kinderdrachenstich und barrierefrei Stadtbücherei, Drachen in den Bereich des ehemaligen Amtsgerichts umsiedeln, Glasfasernetz bis zum Hausanschluss mit mindestens 100 Mbit/s.

Ehrnböck stellte die Kandidaten, von denen viele nicht persönlich anwesend sein konnten, vor. Sie wurden einstimmig gewählt.

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