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Zeit zum Kraftschöpfen im Park

Gottesdienste sind seit dieser Woche wieder erlaubt.

Vorerst wird auf Gottesdienste in der Kirche verzichtet. Foto: Kneitinger
Vorerst wird auf Gottesdienste in der Kirche verzichtet. Foto: Kneitinger

Roding.Vorerst verzichtet die evangelische Christuskirche freiwillig auf die Feier von Gottesdiensten in der Kirche. Die neuen Vorgaben, welche die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, die katholischen Diözesen und das bayerische Staatsministerium vereinbart haben, sind für die evangelische Kirche vor Ort nicht in befriedigender Weise umsetzbar. Aufgrund der Zwei-Meter-Abstandsregel und des erhöhten Abstands der Liturgen zu den Teilnehmenden ist der Raum der Christuskirche zu beengt. Der gemeinschaftliche Charakter eines Gottesdienstes sei somit nicht spürbar, so Pfarrerin Christina Hinderer. Dafür bietet die Kirchengemeinde weiterhin Ge(h)danken-Gottesdienste im Rodinger Stadtpark an.

Am vergangenen Sonntag erinnerte der Gottesdienst an das Kriegsende vor 75 Jahren. Dabei wurde auf die Schuld und die Verantwortung der Kirchen eingegangen, die am Ende der Zeit des Nationalsozialismus das Versagen der Kirchenleitung eingesehen haben und die Stuttgarter Schulderklärung formuliert haben. Mit dem Stuttgarter Schuldbekenntnis (auch Schulderklärung der evangelischen Christenheit Deutschlands) bekannte die nach dem Zweiten Weltkrieg gebildete Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erstmals eine Mitschuld evangelischer Christen an den Verbrechen des Nationalsozialismus.

Ebenso regten Gebete und Gedichte aus der Nachkriegszeit zum Danken, Denken und Beten ein. Begleitet waren die Stationen von ausdrucksstarken Bildern, die in Verbindung mit den Texten zum Nachdenken anregten, auch für das eigene Handeln in Verantwortung in der heutigen Zeit.

Der Ge(h)danken-Gottesdienst besteht aus mehreren Stationen, die im Stadtpark an den Bäumen hängen. Der Start ist jeweils an den Garagen am Pfarrhaus. Die Stationen hängen von Sonntag bis einschließlich Dienstag. Jede und jeder kann die Station gehen, wann es für sie am besten passt. Es wird gebeten die aktuellen Hygienevorschriften einzuhalten.

Diesen Sonntag lädt die Kirchengemeinde zu einem weiteren Ge(h)danken-Gottesdienst ein mit dem Titel „FrauenVertrauen“. Der Tag ist Muttertag. Mama-Sein ist mehr als Mama-Glück. Mamas seien Frauen in verschiedenen Lebenslagen und Lebenssituationen. Mama sei eine vielfältige Aufgabe und oft auch ein unerfüllter Wunsch. Der Gottesdienst greift verschiedene Aspekte des Mutterseins auf und lädt ein zum Danken, Denken, Gehen und Beten. In der Kirche wartet am Ende auf die Frauen eine kleine Seelentüte zum Mitnehmen. Die Kirchengemeinde freut sich auf Besucher aller Konfessionen.

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