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Ziegenherde pflegt den Burgberg

Die Pflege des Burgbergs in Zell wird künftig eine Ziegenherde übernehmen.
Sigismund Fuchs

Bürgermeister Thomas Schwarzfischer (links) mit der Familie Glötzl und deren Ziegen Foto: Anneliese Fuchs
Bürgermeister Thomas Schwarzfischer (links) mit der Familie Glötzl und deren Ziegen Foto: Anneliese Fuchs

Zell.Das wurde kürzlich deutlich, als Bürgermeister Thomas Schwarzfischer dorthin eingeladen hatte. Mit seinen 565 Metern ist der Burgberg eine imposante Erhebung. Als Mittelpunkt der Gemeinde und als Aussichtspunkt bis zu den Bergen des Bayerwaldes besuchen viele Wanderer und Touristen den Berg und die Burg Lobenstein. Aber nicht nur die Aussicht, sondern auch der Lebensraum rund um den Burgberg ist einmalig. An dem ausgesprochen trockenen und mageren Standort sind Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen entstanden. Ursprünglich wurde der Burgberg bis in die letzten Ecken landwirtschaftlich genutzt. Mit der Mechanisierung wurde eine Bewirtschaftung zunehmend schwierig. Nach der Ausschreibung der Neuverpachtung der gemeindlichen Flächen am Burgberg bekam die Familie Glötzl aus Alletswind den Zuschlag für eine Kombination aus der Beweidung mit Ziegen und maschineller Bewirtschaftung von nicht extrem steilen Flächen. Mit den Fachstellen des Landratsamtes wurde ein Konzept erarbeitet. Mittlerweile sind eine Unterstellhütte sowie eine einfache Einzäunung entstanden. Besucher des Burgbergs werden gebeten, die Tiere nicht zu füttern und die Flächen abseits der Wege nicht zu betreten. Auch die Zäune sollen nicht berührt und verändert werden. Durch die Ziegenhaltung wird die ureigenste Pflege einer sensiblen Fläche praktiziert. Sieben Muttertiere und zwei kleine Ziegen sind es, wie Andreas Glötzl informierte. Der Bürgermeister hieß ihn und seine Frau Julia sowie deren Sprössling willkommen. Im Sommer soll Zwischenbilanz gezogen werden, so Schwarzfischer, sowohl für die Gemeinde, als auch für den Naturschutz. Die zwei Ziegen, die sich erst an die Unterkunft gewöhnen sollen, wurden von Andreas Glötzl angebunden und ins Freie geführt, wo sie ganz hungrig Gras frasen. (rsu)

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