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Ziele des neuen Bürgermeisters

Heinz Niedermayer und MdL Hopp diskutierten Rimbacher Projekte. Gemeindeoberhaupt hofft auf baldigen Start des Vereinslebens.
Siegfried Volkner

Landtagsabgeordneter Gerhard Hopp und Rimbachs Bürgermeister Heinz Niedermayer. – Im Hintergrund das Gebäude, wo die Einrichtung für betreutes Wohnen entsteht  Foto: Siegfried Volkner
Landtagsabgeordneter Gerhard Hopp und Rimbachs Bürgermeister Heinz Niedermayer. – Im Hintergrund das Gebäude, wo die Einrichtung für betreutes Wohnen entsteht Foto: Siegfried Volkner Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.Um zu sehen und zu hören, wo die Gemeinde der Schuh drückt, stattete Landtagsabgeordneter Gerhard Hopp dem Rimbacher Bürgermeister Heinz Niedermayer einen Besuch ab. Das neue Gemeindeoberhaupt erörterte seine Ziele und Sorgen. Dass die Corona-Pandemie auch die Kommunen trifft, darüber waren sich die beiden Politiker einig, verminderte Einnahmen schmälerten das Investitionsvolumen. Niedermayers Wunsch: das Vereinsleben bald wieder aktivieren.

So sprach der MdL dem neuen Gemeindechef zunächst seine Gratulation zur Wahl aus. Wegen Corona, so Niedermayer, brächen den Kommunen durch geringere Gewerbesteuern und Fremdenverkehrsabgaben wichtige Haushaltsmittel für Investitionen weg. Dadurch stehe vieles still.

Dass sich die Pandemie auf viele Bereiche negativ auswirkt, diese Meinung vertrat auch MdL Hopp, schließlich zwang sie dazu, das öffentliche Leben herunterzufahren. Trotz allem stehe man in Bayern vergleichsweise gut da, denn die rechtzeitig getroffenen Einschränkungen verhinderten eine höhere Ansteckungsrate. Auch wenn viele nun weitere Lockerungen forderten, dürfe man nicht zu leichtfertig handeln, um ein erneutes Aufflammen der Infektionen zu verhindern. Nicht nur die Kommunen, auch das Land und die gesamte Weltwirtschaft würden beeinträchtigt.

Direkthilfe und Kredite

Der Freistaat Bayern habe zweimal einen Nachtragshaushalt beschlossen, damit Unternehmen eine Direkthilfe und leichter Kredite bekommen, um wieder fit zu werden, auch wenn der Markt nicht mehr so sei wie vorher. Bayern stehe hinter den Betreiben und habe einen Fond von 40 Milliarden Euro aufgelegt, um die Wirtschaft zu stärken. Besondere Unterstützung gebe es beispielsweise für Jugendherbergen und Künstler.

Um Eltern zu helfen, sollen Schulen und Kindergärten nach und nach wieder öffnen. Hopp vertrat die Ansicht, dass man aus der Krise lernen solle. Gezielte Programme stellten die Weichen für die Zukunft. Gerade die Investitionen der Kommunen stärkten die Wirtschaft. Um das zu ermöglichen, habe der bayerische Finanzminister angekündigt, die Schlüsselzuweisung früher auszuzahlen und die Kreditaufnahme für die Kommunen zu vereinfachen.

Begonnene Projekte, so Hopp, sollten weiterlaufen und auch entsprechende Fördermittel dafür bereitgestellt werden. Gelder solle es schwerpunktmäßig für Bildung und Digitalisierung geben.

Bürgermeister Niedermayer sprach dann konkret die Errichtung einer Senioren-Wohngemeinschaft in Rimbach an, die planerisch schon weit gediehen sei. Dafür stellte das Amt für Ländliche Entwicklung eine hohe Förderquote in Aussicht. Und so hofft Niedermayer, dass die zugesagten Fördermittel trotz Corona ausgezahlt werden.

MdL Hopp sicherte zu, sich dafür einzusetzen. Dass der Ausbau des Radwegs bei Schafhof bis 2023 zurückgestellt wurde, sei verständlich und auch leichter zu vermitteln, als wenn die Senioren-Wohngemeinschaft nicht wie vorgesehen realisiert würde, so Bürgermeister Niedermayer, der bekräftigte, die Infrastruktur in der Gemeinde Rimbach anzukurbeln.

So sei er nach wie vor bestrebt, einen Einkaufsmarkt nach Rimbach zu bringen, wofür er bereits Gespräche mit Handelsketten geführt habe, von deren Seite durchaus Interesse bekundet worden sei. Was jetzt wichtig sei, sei die Bereitstellung eines Grundstücks, wo ein solcher Markt gebaut werden könnte.

Medizinische Versorgung

Auch sei es sein Bestreben, langfristig die medizinische Versorgung zu sichern. Für die Ansiedlung junger Familien sei es wichtig, dass Internetanschluss, Schule, Kindergarten und die Grundversorgung vorhanden sind. Erfreulich sei, so der Bürgermeister, dass die Bauplätze im neuen Baugebiet eine gute Nachfrage erfahren und gerade junge Familien großes Interesse zeigen. Weiter äußerte Niedermayer die Hoffnung, dass bald auch wieder das Vereinsleben fortgeführt werden kann, denn die Vereine seien es schließlich, die für das Leben in der Gemeinde verantwortlich seien.

MdL Hopp versicherte dem Bürgermeister, dass er sich um dessen Anliegen annehmen werde, wofür Heinz Niedermayer ihm dankte. (kvo)

Hintergrund

  • Reaktion:

    MdL Hopp sicherte beispielsweise eine frühere Auszahlung der Schlüsselzuweisung und Fördermittel zu, damit die Kommunen investieren können.

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