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Region Cham
Montag, 23. Juli 2018 26° 8

bitte

Zu allen Einsätzen bereit

Es war ein langer Weg, den die FFW Rittsteig gehen musste, bis die Neukirchner Festpaten wurden – aber er hat sich gelohnt.

  • Verrenkungen waren beim Befüllen des Drehleiter-Fahrzeuges unerlässlich.
  • Festleiter Josef Brandl (re.) trug im Beisein von Ehrenschirmherrn Berlinger und Kommandant Koller die Bitte vor
  • Die drei Damen des Festgefolges zeigten ihre Gesangskunst.
  • Zwei Neukirchner Rosenkränze wurden geknüpft.

Rittsteig.Erfolgreich nahm die Freiwillige Feuerwehr Rittsteig die letzte Hürde bei der Vorbereitung ihrer 140-Jahrfeier vom 26. bis 30. Juli.

Mit der Stützpunktfeuerwehr Neukirchen b. Hl. Blut hat der Jubelverein einen würdigen Patenverein auserkoren. Eine rund 70-köpfige Delegation der Rittsteiger Feuerwehr mit Festleiter Josef Brandl und Kommandant Gerhard Koller an der Spitze machte sich auf den Weg in den Wallfahrtsort, um die Patenschaft zu erbitten.

Festhonoratioren und Feuerwehrleute lauschten dem Standkonzert der Blaskapelle „Weiß Blau Königstreu“, ehe sie Aufstellung am Ortseingang von Neukirchen b. Hl. Blut nahmen. Eine Abordnung der Neukirchener Wehr mit Bürgermeister Markus Müller empfing die Gäste und geleitete diese im Fußmarsch durch den Ort zur Lederer-Halle. Auf einer stacheligen Rettungsplattform knieend brachten Festleiter Josef Brandl, Kommandant Gerhard Koller und Ehrenschirmherr Sepp Berlinger im Namen aller Rittsteiger Feuerwehrkameraden ihr Anliegen vor. In Reimform erinnerte Vorsitzender Brandl an das gute Verhältnis der beiden Vereine zueinander und an das letztjährige Gründungsfest der FFW Neukirchen, wo man als Patenverein dabei war und gemeinsam ein unvergessliches Fest feierte.

Die Geschmacksfrage

Mit Freibier und Brotzeit als Gastgeschenk sollte es den Gebetenen leicht gemacht werden die Zusage zu geben. An ein sofortiges „Ja“ der Neukirchener war aber nicht zu denken. Peter Staudacher forderte die Bittsteller auf, ihr Anliegen mit der Erfüllung von vier Aufgaben zu untermauern. Da die Neukirchener auch „Rosenkranzla“ genannt werden, galt es für Kassiererin Diana Stoiber und Vizevorstand Markus Aschenbrenner, während der Erledigung der weiteren Prüfungen zwei Rosenkränze zu knüpfen. Sepp Mauerer, Stefan Freimuth und Sabine Koller probierten drei Biere, um zu eruieren, welches aus dem Hause Waldschmidt kommt – in allen Glästern war der gleiche Gerstensaft.

Festmutter Rita Maler, Festbraut Bianca Wurm und Patenbraut Marina Koller sollten die Verbundenheit zur Rittsteiger Feuerwehr bekunden. Konnten sie die ersten drei Fragen richtig beantworten, scheiterten die Damen dann an historischem Hintergrundwissen. Daher mussten sie eine Zusatzaufgabe absolvieren und als Revanche zum letztjährigen Patenbitten in Rittsteig einen musikalischen Gruß zum Besten geben. Mit instrumentaler Begleitung durch den Fahnenträger Tobias Koller und gesangliche Unterstützung des Kommandanten Gerhard Koller meisterten sie die Aufgabe.

Dass im Einsatz mit dem neuen LF 10 jeder Handgriff sitzt, ist klar. Sollten jedoch die Neukirchener Kameraden aufgrund Alkoholkonsums während der Festtage nicht mehr in der Lage sein auszurücken, musste eine Staffel der Rittsteiger Floriansjünger den Einsatz des Rettungsspreizers in Kombination mit der Drehleiter zur Brandbekämpfung üben. Geschickt und mit Fingerspitzengefühl meisterten die Feuerwehrmänner mit THL-Ausbildung die Aufgabe „THL LAG DL“ und löschten das Feuer, nachdem sie mit dem „wasserführenden Drehleiterfahrzeug“ angerückt waren.

Rosenkränze geknüpft

In der Zwischenzeit konnten zudem die beiden Rosenkränze geknüpft werden, wovon sich auch Pater Raymund überzeugte. Es war nicht einfach, doch so leicht brachte die Rittsteiger nichts außer Puste. Daher bewältigten sie im Teamwork die an sie gestellten Prüfungen mit Bravour.

Schließlich wurde die Übernahme des Patenamtes besiegelt. Gemeinsam stießen die Repräsentanten der Feuerwehren mit Bier auf ein zünftiges Gründungsfest an, ehe man im Anschluss die Patenschaft bejubelte und so eindrucksvoll bewies, dass man es sehr gut versteht, miteinander zu feiern. Festleiter Josef Brandl dankte dem Festgefolgem, den Eltern der Begleitkinder und Patenbraut Lisa Hierl. Schirmherr Dr. Dominic Kram war entschuldigt, weshalb Ehrenschirmherr Sepp Berlinger das Engagement der Feuerwehrleute würdigte.

Der Funke wird überspringen

Bürgermeister Markus Müller sah die Zukunft so: Nach getaner Arbeit im Vorfeld wird der Funke beim Jubiläum in Rittsteig auch auf die Bürgerinnen und Bürger in der Marktgemeinde, im gesamten Hohenbogen- und Lamer Winkel überspringen. Er sicherte der Rittsteiger Feuerwehr volle Unterstützung vonseiten der Neukirchener Kameraden zu und wünschte ein herrliches und unfallfreies Fest.

Die FFW Rittsteig zeigte sich als guter Gastgeber, während der Jubel- und der Patenverein die gemeinsamen Stunden bis Mitternacht unter den Klängen der Blaskapelle „Weiß Blau Königstreu“ genossen. (kbr)

Patenbitten der Feuerwehr Rittsteig

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