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Tradition

Zu Ehren verstorbener Pfingstreiter

Kranzniederlegung und Gedenkgottesdienst der Pfingstreiter mit dem künftigen geistlichen Offiziator Kaplan Matthias Meckel
von Johann Fischer

  • Zur Ehren der verstorbenen Pfingstreiter erklangen auch die Pfingstrittfanfaren. Foto: Johann Fischer

Bad Kötzting.Gut besetzt war die Steinbühler Nikolauskirche, als am gestrigen Sonntag ein Gottesdienst für die verstorbenen Pfingstreiter gehalten wurde. Der künftige geistliche Offiziator des Pfingstrittes, Kaplan Matthias Meckel, hielt den Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Pfingstreiter, und es erklangen wieder die Pfingstritt-Fanfaren. Den Lektorendienst übernahmen erster und dritter Bürgermeister Markus Hofmann und Franz Gregori, und die Fürbitten sprach Kirchenpfleger Paul Graßl. Auch das diesjährige Pfingstbrautpaar Patrick Aschenbrenner und Ramona Seiderer, mit Brautführerin Benedikt Aschenbrenner und Michael Gerstl, nahm daran teil. Die Messe wurde von den Arnbrucker Viergsang gesanglich mitgestaltet.

Kaplan Matthias Meckel knüpfte in seiner Ansprache an das zuvor im Lukasevangelium vorgetragene Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner an. „Wir haben uns heute in der Nikolauskirche versammelt, um zu beten und der verstorbenen Pfingstreiter zu gedenken“, führte er aus. Beten und Gedenken gehörten zusammen. Jesus helfe den Armen und Schwachen, wie man im Evangelium vernommen habe. In unserer Gemeinschaft sei die Solidarität gefragt und nicht der Egoismus des Einzelnen. Der eucharistische Ritt der Pfingstreiter verkünde die Gemeinschaft unseres Glaubens.

Danach gedachte Kaplan Matthias Meckel namentlich jener Pfingstreiter, die seit dem 28. Oktober 2018 verstorbenen und die 25-mal und öfter am Pfingstritt teilnahmen und dafür ausgezeichnet worden sind. Es sind dies Reinhard Mühlbauer, Kammern, Alois Heigl, Grafenwiesen, Max Pielmeier, Wölkersdorf, Georg Altmann, Lederdorn, Marcell Schmuderer, Hohenwarth, Johann Vogl, Trautmannsried, Josef Graßl, Bonried, Paul Penzkofer, Böbrach, Ludwig Brandl, Bad Kötzting, Kurt Baumann, Blaibach, Josef Heigl, Grafenwiesen, Karl Hofmann, Bad Kötzting, Xaver Wellisch, Bad Kötzting, Josef Graßl, Grafenwiesen, Hans Kuglmeier, Bad Kötzting, Adolf Glasschröder, Hohenwarth und Franz Hutter, Bad Kötzting. Mit einer Hommage an die Gottesmutter, ebenfalls gesungen vom Arnbrucker Vier`gsang, endete der Gottesdienst.

Nach dem Gottesdienst fand man sich in der Nähe des Gedenksteins zusammen, um auch hier der verstorbenen Pfingstreiter zu gedenken. Hier richtete Bürgermeister Markus Hofmann eine Dankadresse an Kaplan Matthias Meckel, den Arnbrucker Vier`gang, Zugordner Josef Kastl für die Pflege und den Schmuck des Gedenksteins und an die Kirchenverwaltung Steinbühl mit Kirchenpfleger Paul Graßl an der Spitze für die Vorbereitung des Gedenkgottesdienstes und für Organisation der Gesangsgruppe.

„Unser Pfingstritt ist ein jahrhundertealtes religiöses Brauchtum und Kulturgut. Unsere Aufgabe ist es, dies zu erhalten und an die künftigen Generationen weiterzugeben“, so Hofmann. Man reite dem Kreuz und der Heimat zur Ehr – dazu gehöre auch, dass man der verstorbenen Rittteilnehmer gedenkt.

Bürgermeister Hofmann gedachte dann nochmals namens der Stadt und des Pfingstrittkomitees der seit dem vorigen Jahr verstorbenen langjährigen Rittteilnehmer. Es erklangen dann die Pfingstritt-Fanfaren durch die Bläser Michael Traurig jun. sowie durch Gerhard und Simon Miethaner.

Das Stadtoberhaupt legte mit 3. Bürgermeister Franz Gregori ein Bukett am Gedenkstein nieder. Danach traf man sich zum Frühschoppen im Gasthaus Gerhard Graßl in Höfing. (ksm)

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