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Region Cham
Freitag, 22. Juni 2018 16° 6

Veranstaltung

Zu Fuß in böhmische Nachbarschaft

Zum Abschluss der Winterfreizeitwoche wurde nach Fichtenbach gewandert.

Die rund 40 Wanderer der Abschlussveranstaltung der Winterfreizeitwoche des Naturerlebnislandes Furth im Wald/Hohenbogenwinkel vor dem Gasthaus „U Mlynare“ (Zum Müllner) in Folmava/Vollmau. Foto: fkr
Die rund 40 Wanderer der Abschlussveranstaltung der Winterfreizeitwoche des Naturerlebnislandes Furth im Wald/Hohenbogenwinkel vor dem Gasthaus „U Mlynare“ (Zum Müllner) in Folmava/Vollmau. Foto: fkr

Furth im Wald.„Wie in den guten alten Zeiten – zu Fuß in die böhmische Nachbarschaft“. Unter diesem Motto stand die letzte Veranstaltung der Winterfreizeitwoche des Naturerlebnislandes am Freitag und diese fand mit rund 40 Teilnehmern eine überaus große Resonanz. Josef Altmann vom Tourismusbüro Eschlkam und Karl Reitmeier hatten diese Führung übernommen und gaben viele Informationen mit auf den Nachhauseweg.

Die Wanderer hatten sich am Parkplatz beim Ortseingang Voithenberghütte getroffen. Dort hieß sie Josef Altmann willkommen und erinnerte daran, dass die Winterfreizeitwoche seit 2005 zum festen Angebot des Naturerlebnislandes zählt.

Die Wanderung führte zunächst über den Wandergrenzübergang, wo ein alter Grenzstein aus dem Jahre 1766 bewundert werden konnte. Bald danach tat sich den Wanderern ein malerischer Talkessel auf, eingegrenzt vom Cerchov-Massiv sowie dem Fichtenfels und Drei Wappen.

Natürlich wurden die Wanderer von Reitmeier auch über die Geschichte von Fichtenbach informiert. Die erste Glashütte in Fichtenbach sei durch Johann Georg Schmaus errichtet worden. Danach sei die Hütte von der Familie Fuchs übernommen worden. Deshalb werde Fichtenbach oft auch als Fuchshütte bezeichnet. Die Grafen Kinsky seien es gewesen, die in Fichtenbach das Schlösschen gebaut haben, das später mit einem Anbau der Grenzwache „Pohranicní stráž“ als Unterkunft diente. Zum Niedergang der einst blühenden Glasindustrie sei es nach 1920 gekommen, nachdem die Rohstoffe zur Neige gegangen waren.

Vor dem Schlösschen der Grafen Kinsky wurde dann auch noch der Platz bestaunt, wo der Christbaum 2013 aus dem Böhmischen Wald für den Vatikan stand.

Nächste Station war das Kriegerdenkmal in Fichtenbach. Reitmeier erläuterte, dass auf Veranlassung des Leiters der Städtischen Wälder Domažlice, Forstdirektor Jan Benda, das Kriegerdenkmal in einen würdigen Zustand versetzt wurde.

Auf einem Forstweg wurde das Gasthaus „U Mlynare“ (Zum Müllner) in Folmava/Vollmau erreicht, wo eine Einkehr angesagt war. Jan Baumann schilderte die Geschichte seines Großvaters, der eine Mühle in Vollmau betrieben hatte und während des Zweiten Weltkrieges auch die Tschechen gut mit Mehl versorgt hatte. 1948 wurde ihm seine Mühle genommen.

Nach der gemütlichen Einkehr wurde über einen Teil des internationalen Radwegs von München nach Prag sowie einem alten Kolonnenweg wieder zurück nach Voithenberghütte marschiert, wo man nach rund 14 zurückgelegten Kilometern wieder gut gelaunt ankam und dann den Nachhauseweg antrat. (fkr)

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