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Kultur

Zu Gast bei Setzweins „Resl unser“

Fans besuchen die Aufführung des neuen Stücks aus der Feder des Waldmünchener Autors Bernard Setzwein in Weiden.

Waldmünchner Zuschauer mit Bernhard Setzwein 7. v.r. und den Hauptdarstellerinnen Foto: Susanne Nock
Waldmünchner Zuschauer mit Bernhard Setzwein 7. v.r. und den Hauptdarstellerinnen Foto: Susanne Nock

Waldmünchen.Eine fünfzehnköpfige Abordnung aus Waldmünchen machte sich am Freitagabend auf den Weg nach Weiden, um das Stück „Resl unser“ von Bernhard Setzwein anzuschauen. Organisiert wurde die Fahrt vom Kulturkreis und von der VHS Waldmünchen-Rötz. In der Regionalbibliothek Weiden wurde die Gruppe dann von Bernhard Setzwein und seiner Tochter Lena erwartet; der Autor des Stücks ließ es sich nicht nehmen, nur einen Tag nach der groß gefeierten Premiere, diesmal mit den Waldmünchner Freunden, sein "Werk" anzuschauen.

Die „Resl von Konnersreuth“ war ja auch in Waldmünchen und Umgebung ein Mysterium - von den einen als „Spinnerei" abgetan, sahen andere in ihr eine wahrhaftig Heilige. Das Besondere an Setzweins Stück ist, dass die "Resl" selbst gar nicht auftaucht, vielmehr erzählen der Theaterregisseur Max Reinhardt, seine Sekretärin Gusti und der amerikanische Stummfilmstar Lillian Gish nach und nach Resls Geschichte und die Vorkommnisse in Konnersreuth. Auch die geteilte Meinung der Kirche wird deutlich. Und setzweintypisch ist einiges mit einem Augenzwinkern erzählt und so manche Parallele in unsere Jetztzeit darf natürlich auch nicht fehlen. Für einige Lacher sorgte ein Beispiel für die Ähnlichkeit der aramäischen (Jesus-) Sprache mit dem nordoberpfälzer Dialekt. Ob die Geschichte der Resl von Konnersreuth stimmt oder eine großartige schauspielerische Leistung war, darüber gibt auch das Theaterstück keine Antwort –vielmehr regt es zum Nachdenken und Diskutieren an, was die Waldmünchner Gruppe auch fleißig tat. Einig war man sich, dass es wohl Ereignisse zwischen Himmel und Erde gibt, die man sich nicht so leicht erklären kann.

Alle Aufführungen des Landestheaters Oberpfalz, bei denen in bewährter Manier Till Rickelt Regie führt, sind bereits ausverkauft. Sollte das LTO auf Tournee gehen, wird eventuell auch in der Trenckstadt gespielt –die Gespräche laufen. Zum Stück: Im Jahr 1927 erweckt ein kleines Dorf in der Oberpfalz plötzlich überregionales Interesse. Auslöser ist die Bauernmagd Therese Neumann.

Durch einen Unfall schwer erkrankt und mehrere Jahre ans Bett gefesselt, erlebt sie nach einer wundersamen Heilung beinahe wöchentlich in Visionen die Passion Christi, während sie aus Wundmalen am Kopf, Händen und Füßen blutet. Bald schon strömen Tausende von Pilgern in das abgeschiedene Konnersreuth. Der örtliche Pfarrer Joseph Naber, der Therese seit ihrer Kindheit kennt, ist überzeugt, dass es sich bei den Ereignissen um ein göttliches Wunder handelt. Fast unbemerkt verläuft daher die Ankunft dreier prominenter Gäste: Der berühmte jüdische Theaterregisseur Max Reinhardt, seine Sekretärin Gusti Adler und der amerikanische Stummfilmstar Lillian Gish. Von ihrer Reise versprechen sie sich wichtige Erkenntnisse für Reinhardts nächstes Projekt: Ein Stummfilm über das Mirakel von Konnersreuth mit Lillian Gish in der Hauptrolle. Aber um zu Resl vorgelassen zu werden, gilt es zunächst einmal, Pfarrer Naber von der Unbedenklichkeit des Unternehmens zu überzeugen. (wsu)

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