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Wahlkampf

‚Zukunft gemeinsam gestalten’

Die Liste SPD/Freie Wähler Runding und Bürgermeisterkandidat Franz Kopp stellten ihre Ziele vor.
Hans Schmelber

Alle Kandidaten der Liste SPD/Freie Wählergemeinschaft Runding wurden bei der Wahlversammlung vorgestellt.  Foto: Hans Schmelber
Alle Kandidaten der Liste SPD/Freie Wählergemeinschaft Runding wurden bei der Wahlversammlung vorgestellt. Foto: Hans Schmelber

Runding.Der Gastraum mit Nebenzimmer des Gasthauses Bauer in Niederrunding war gut besetzt, als am Donnerstagabend Gemeinderat und Listenbeauftragter Josef Schmid die Wahlversammlung der Liste SPD/Freie Wählergemeinschaft Runding eröffnete. Dass auch Bürgermeister Franz Piendl dabei war, nannte Franz Kopp, Bürgermeisterkandidat und Listenführer, Tradition.

Kopp sagte, er sehe in der Kandidatenliste alle sozialen Komponenten abgebildet und bezeichnete die Gemeinderatsbewerber als durchwegs fleißig und erfahren. Er stellte auch gleich mit „Rundings Zukunft gemeinsam gestalten“ sein Mantra vor. „Strukturiertes Handeln, mittel- und langfristige Projekte frühzeitig planen und heute schon Ideen für die Herausforderungen von morgen“ seien seine Hauptthemen, und unter gemeinsam gestalten verstehe er transparente Politik, Infoveranstaltungen zu wichtigen Themen und Einbindung der Bürger in die Entscheidungen.

Der Bürgermeisterkandidat stellte sich auch vor: Er ist 36 Jahre alt, Versandleiter in einem mittelständischen Unternehmen in Cham und hat sich weitergebildet zum geprüften Wirtschaftsfachwirt (IHK). Einsetzen wolle er sich als Bürgermeister für die weitere Entwicklung des Gewerbestandorts Runding und für die Erhaltung und Modernisierung der Infrastruktur. Er sehe Runding mit Gewerbegebiet gut aufgestellt, stelle sich aber die Frage, ob es auch gut ausgelastet ist.

Bei der Frage, ob man das Gewerbegebiet ausweiten sollte, sei er für konkrete Planung, Klärung mit den Grundeigentümern und bei Bedarf für schnelles und kompetentes Handeln. Was ihm fehlt, sei eine langfristige Investitionsplanung im Bereich Erhaltung und Modernisierung der Infrastruktur. Kopp präsentierte als neue Idee eine Jobbörse über die Gemeinde.

Wohnraum für Jung und Alt

Wohnraum für Jung und alt – neue Ideen und Lösungskonzepte war ein weiterer Punkt. Letztendlich sei auch er der Meinung, dass man als Gemeinde immer nach Baugebieten Ausschau halten muss, denn sonst bleibe jungen Familien nichts anderes übrig, als den Wohnort zu wechseln. „Wie ermöglichen wir es älteren Mitbürgern möglichst lange in Runding eigenständig zu wohnen? sei ein Problem, vor dem die meisten Kommunen stehen. Häuser- oder Wohnungstausch war einer von Kopps Vorschlägen dazu, und er lobte auch die von Bürgermeister Piendl vorgeschlagene Senioren-WG. Eine neue Idee Kopps ist ein Runding Shuttle. Kindergartenbus oder ein anderes Fahrzeug sollen Senioren bei Bedarf zu Einkäufen oder zum Arzt fahren.

Entwicklungshorizont für Kita, Kindergarten und Schule war ein weiteres Thema. Ein Anbau an die Schule wäre besser zusammen mit geeignetem Heizkonzept sowie der Nutzung gemeinsamer Räume. Eine Trennung von Kita und Kindergarten finde er nicht ideal, aber möglich, so Kopp. Er wies auch darauf hin, dass 2025 jedes Grundschulkind Anspruch auf Ganztagsbetreuung haben soll.

Zum Thema Senioren meinte der Bürgermeisterkandidat: „Unterbringung und Betreuung werden das Pro-blem der Kommunen in den nächsten 20 Jahren.“ Ein Haus für die Senioren-WG wäre für ihn die alte Schule. Kopp will sich auch für eine Förderung der Vereinsarbeit mit pauschaler Finanzförderung der Vereine ohne große Bürokratie einsetzen. Weiter will er eine pauschale Zuwendung zu jeder Ferienfreizeit von 50 Euro.

Sehr schade findet Kopp, dass die Liederbühne Robinson geschlossen hat. „Das war für uns beste Werbung nach außen hin“, meinte er. „Runding ist Erholungsort, wir müssen alle Möglichkeiten ausloten.“ Zurzeit werde ein erweitertes Nutzungskonzept für die Burgruine geplant und umgesetzt. Es gelte, Infrastruktur zu schaffen für Veranstaltungen mit Eventcharakter.

Ideen für nachhaltiges Handeln

Beim Thema „Neue Ideen für nachhaltiges kommunales Handeln“ schlug Kopp vor, die Gemeinde könnte einen Radweg nach Runding planen und eine Ladestation für E-Räder einrichten. Mehr Mülleimer, gerade an den öffentlichen Plätzen und neue Formen der Energiegewinnung, z.B. mit einem Blockheizkraftwerk bei der Schule, wären wichtig, ebenso eine Regenwasser-Sammelstelle bei der Schule. Gut wäre auch ein neuer Kindergartenbus mit Hybrid- oder Elektroantrieb.

„Geschäfte sind Glücksfälle für unsere Gemeinde. Wenn man sie nutzt, bleiben sie bestehen“, glaubt Kopp. Er sehe aber ein großes Problem, denn der örtlich angesiedelte Hausarzt werde 2021 aufhören. „Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Die Lage ist ernst. Wir sind schon zu spät dran“, denkt Kopp und will alle Anstrengungen unternehmen, um wieder einen Hausarzt nach Runding zu bekommen.

„Offen sein für neue Wege“ forderte Franz Kopp abschließend und bekam viel und lange Beifall für seine Ausführungen. Christine Zitzelsberger und Josef Mühlbauer stellten dann anhand einer Präsentation alle Kandidatinnen und Kandidaten ausführlich vor. (fsh)

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