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Kommentar

Zurück ins Tal will keiner

Ein Kommentar von Christoph Klöckner

Die Sicht der Dinge wird vom Standort des Betrachters beeinflusst. Für den Landkreis Cham ging es deshalb in den vergangenen Jahren nur steil bergauf. Wirtschaftswachstum, Vollbeschäftigung, Bildungsboom – gefeierte Wegmarken, die der Landrat oft beschrieben hat. Doch was kommt nun? Aktuell, zur dritten Amtszeit des Landrats, dreht sich die Sicht der Dinge. Der Blick nach unten wird offenbar, der Gipfel scheint überschritten. War der Abschwung der Konjunktur schon länger vorhersehbar, droht mit Corona abrupt und unerwartet akute Absturzgefahr. Das ist eine neue Herausforderung für Landrat Franz Löffler, der sich – seit Sonntag wieder ausgestattet mit dem großen Vertrauen der Mehrheit der Landkreisbürger – einmal mehr als Krisenmanager beweisen muss. Dabei kann der Vertrauensvorschuss schnell zur Last im Rucksack werden, wenn im unerwarteten Nebel am Berg der richtige Pfad verpasst wird. Die Suche nach dem Höhenweg für den Landkreis zum nächsten Gipfel muss Erfolg haben, um am Ende der sechsjährigen Wegstrecke die Landkreisführung in CSU-Hände weiterzugeben. Denn eines werden die Wähler sicher nicht verzeihen – den Weg zurück ins Tal.

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