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Region Cham
Montag, 21. Mai 2018 21° 8

CHAM/LANDKREIS.

Zwei neue Chefs an der psychiatrischen Klinik in Cham

Bei der Vorstellung der neuen Chefs (von links): Dr. Fried Seier (Prokurist), Dr. Johann Schnieringer (neuer Stellvertreter), Dr. Dr. Helmut Hausner (neuer Chef), MedBo-Geschäftsführer Kurt Häupl, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und Prof. Helmfried Klein (Direktor der psychiatrischen Klinik).

Dr. Dr. Helmut Hausner und Dr. Johann Schnieringer sollen die Erfolgsgeschichte der Psychiatrischen Tagesklinik mit Institutsambulanz am Chamer Krankenhaus fortschreiben. Dr. Johann Schnieringer ist bereits seit drei Jahren einer der Motoren beim Aufbau der Klinik, deren Patientenzahlen seit ihrer Gründung 2002 auf zuletzt 5500 Fälle gestiegen sind Auch die 20 Plätze der Tagesklinik sind voll belegt.

Nach dem Weggang des bisherigen Oberarztes Dr. Matthias Dobmeier, gibt es seit heute einen neuen Chef: Dr. Dr. Helmut Hausner. Als gebürtiger Rötzer, besitzt er nun Heimvorteil (siehe Infokasten). Prof. Helmfried Klein, Direktor der Psychiatrischen Kliniken der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (MedBo), bezeichnete Hausner als „das beste Pferd im Regenburger Stall“.

Freude über Heimvorteil

Dr. Dr. Helmut Hausner freut sich auf seine neue Arbeit. Der Heimvorteil sei für ihn tatsächlich einer, weil er nun bei den Behandlungen seinen Zungenschlag nicht mehr verleugnen müsse, sagte er. Hausner wohnt in Bernhardswald, spürt aber nach eigenen Worten „schon die Sogwirkung des Landkreises Cham“. Er habe „großen Respekt vor der Aufbauarbeit, die in Cham geleistet worden ist“, so der neue Chef. Die Klinik in Cham habe aufgrund ihrer Vernetzung mit dem Kreiskrankenhaus im Vergleich zum Bezirksklinikum Regensburg das modernere Konzept. Die Tatsache, dass hier alle Patienten den gleichen Eingang benutzten, baue die Vorurteile ab gegenüber psychisch Kranken.

Er freue sich bereits auf die „Luxusprobleme“, die nun auf ihn zukämen. Es seien 50 neue Betten bewilligt worden, für die man nun ein Konzept und Räume finden müsse. Dieses Konzept sei einzubetten in die Strukturen der niedergelassenen Kollegen und die regionalen Strukturen der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft.

„Cham ist der richtige Standort“

Bezirkstagspräsident Franz Löffler sprach von einem „markanten Ereignis für den Gesundheitsstandort Cham. Seit 2002 schrieben die Tagesklinik und die Ambulanz Erfolgsgeschichte. „Im Landkreis Cham ist die Psychiatrie bei den Menschen angekommen. Die Akzeptanz werde auch durch die hohen Behandlungszahlen deutlich. „Das zeigt, dass es richtig war, in die Fläche zu gehen.“ Der Bezirkstagspräsident berichtete, es gebe für den Bezirk keine Diskussion darüber, dass Cham auch der richtige Standort für die zeitnah geplanten 40 Betten für Psychiatrie und zehn für den Bereich Psychosomatik sei. Hier gebe es eine optimale Vernetzung mit dem Krankenhaus.

50 Betten – 50 Arbeitsplätze

MedBo-Geschäftsführer Kurt Häupl rechnete vor, dass diese 50 Betten gleichbedeutend seien mit 50 weiteren sicheren Arbeitsplätzen. Derzeit gebe es bereits 26 Beschäftigte. Die Chamer Tagesklinik sei in der Lage, sich selbst zu finanzieren.

Auch Prof. Helmfried Klein geht davon aus, dass der Standort Cham krisensicher ist. So sei auch die Ankündigung von Dr. Matthias Dobmeier zu sehen, der in Cham eine Kassenzulassung beantragt hat. „Es geht um die gute Versorgung eines Raumes und Dr. Dobmeier ist ein hervorragender Kollege. Es gibt eine ständig steigende Zahl von Patienten, weil psychische Krankheiten immer besser erkannt und auch diagnostiziert werden. Wir gehen davon aus, dass uns das nicht in die Insolvenz treiben wird“, lachte er.

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