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Infektion

Zweiter Corona-Fall im Landkreis Cham

Eine 23-Jährige aus Pemfling hat sich infiziert. Am späten Samstagabend meldete das Ministerium dann den zweiten Fall.

Im Landkreis Cham wurde der erste nachgewiesene Corona-Fall gemeldet. Mittlerweile soll es schon einen zweiten Fall geben..  Foto: Felix Kästle/dpa
Im Landkreis Cham wurde der erste nachgewiesene Corona-Fall gemeldet. Mittlerweile soll es schon einen zweiten Fall geben.. Foto: Felix Kästle/dpa

Cham.Im Landkreis Cham hat sich offenbar eine zweite Person mit dem Coronavirus infiziert. Das berichtete das Gesundheitsministerium am späten Abend des Samstag, 7. März. Nähere Details zu dem Fall waren allerdings noch nicht bekannt.

Das Ministerium hatte zuvor fälschlicherweise von einer Infektion im Landkreis Cham und einer im Landkreis Passau berichtet, korrigierte die Meldung aber nun dahingehend, dass zwei Personen in Cham erkrankt seien.

Am Freitagabend war der erste Fall einer Infektion im Landkreis bestätigt worden. Das teilte das Landratsamt Cham in einer Presseerklärung mit. Es handelt sich demnach um eine 23-Jährige aus Pemfling. Die Frau war zusammen mit einer etwa 50-köpfigen Bus-Reisegruppe aus dem Landkreis Cham vergangene Woche in Südtirol im Skiurlaub. Die Reisegruppe ist am 1. März in den Landkreis Cham zurückgekehrt.

Veranstaltungen werden abgesagt

Der erste Corona-Fall im Landkreis Cham zog bereits mehrere Veranstaltungsabsagen nach sich. Am vergangenen Samstag sollte eigentlich das traditionelle Bockbierfest der FFW Döfering beim Rhanerbräu stattfinden. Doch die Feuerwehr sagt das Fest ab. Außerdem ausgefallen ist am Freitagabend eine Dart-Meisterschaft der KlJB Pemfling. Und das Fußball-Testspiel des TSV Pemfling gegen den SV Seebarn am Sonntagnachmittag fällt ebenso aus.

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Ausgangssperren seien „nicht vorgesehen“, sagt Franz Löffler. Er ruft die Bürger zu Vertrauen in die Behörden auf.

Familie ist in Quarantäne

Die 23-Jährige erste Infizierte aus dem Kreis Cham hatte sich nach dem Auftreten von unspezifischen Symptomen einer Erkältung wie Husten, Kopfschmerzen und Fieber an das Gesundheitsamt Cham gewandt. Dort wurde am Donnerstag ein Rachenabstrich vorgenommen. Das zuständige Labor am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München hat die Infektion mit dem Coronavirus am Freitag gegen 18 Uhr bestätigt. Die junge Frau und ihre Familie befinden sich seit Donnerstag in häuslicher Quarantäne. Ein Arzt des Gesundheitsamtes Cham hat ständig Kontakt zur Familie.

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Ermittlungen auf Hochtouren

Landrat Franz Löffler erklärte: „Wir waren darauf vorbereitet und konnten deshalb auch sofort reagieren. Wir ergreifen alle vorgesehenen Infektionsschutzmaßnahmen. Seit der Bestätigung des Falles laufen die Ermittlungen des Gesundheitsamtes auf Hochtouren. Neben der engeren Familie wurden alle weiteren Kontaktpersonen der Erkrankten ermittelt, kategorisiert, priorisiert und über die vorgesehenen Tests informiert.“

„Wir nehmen den Fall sehr ernst, aber es besteht kein Grund zur Panik.“

Landrat Franz Löffler

Familienmitglieder der Infizierten und einige Personen der Reisegruppe sind bereits auf das Virus getestet worden. Das Ergebnis steht noch aus und wird am Montagvormittag erwartet. Die weiteren Mitglieder der Reisegruppe wurden ebenfalls bereits informiert und werden in den folgenden Tagen getestet. Wenn weitere bestätigte Fälle vorliegen sollten, erfolgt eine häusliche Absonderung des Betroffenen oder - soweit er schwerer erkrankt ist - Isolationsunterbringung im Krankenhaus.

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„Wir nehmen den Fall sehr ernst, aber es besteht kein Grund zur Panik“, sagte Landrat Franz Löffler, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes ein großes Lob „für die umsichtige und vorausschauende Vorgehensweise“ zollte. Mit einem vom BRK bereitgestellten Container für Untersuchungen außerhalb der Diensträume kann die Abwicklung der Tests schnell und geordnet durchgeführt werden. Unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklungen „werden wir von Tag zu Tag neu entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden müssen“, sagte Landrat Franz Löffler.

Hygieneregeln einhalten

Der Landrat und der Leiter des Gesundheitsamtes am Landratsamt Cham, Dr. Albert Eisenreich, nehmen den Fall zum Anlass, erneut auf die allgemeinen Schutzmaßnahmen hinzuweisen: „Mit den einfachsten Hygieneregeln kann man sich und andere vor einer Infektion mit dem Coronavirus am besten schützen.“

  • Abstand halten und engen Kontakt mit Personen, die an einer Atemwegsinfektion erkrankt sind, meiden
  • Häufiges Händewaschen
  • Beim Niesen und Husten Mund und Nase mit der Armbeuge abdecken
  • Händeschütteln vermeiden
  • Einmal-Taschentücher verwenden und ordentlich entsorgen
  • Menschenansammlungen meiden
  • Notwendigkeit von Reisen in Risikogebiete sorgfältig abwägen

Weitere Informationen

Besorgte Bürgerinnen und Bürger können sich nach vorheriger Anmeldung auch an das Gesundheitsamt am Landratsamt Cham, Telefon (09971) 78-450 oder an ihren Arzt wenden.

Am Bayerischen Landesamt für Lebensmittelsicherheit wurde unter der Nummer (09131) 68085101 eine Telefon-Hotline eingerichtet. Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) findet man auch auf der Seite des Robert Koch Instituts https://www.rki.de, auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege https://www.stmgp.bayern.de und des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit https://www.lgl.bayern.de/.

Zu Fragen des Schulbesuchs informiert das bayerische Kultusministerium https://www.km.bayern.de/.

Das Bayerische Familienministerium hat am 1. März 2020 die Empfehlungen für Eltern, deren Kinder eine Kita, eine Kindertagespflegestelle oder eine andere Gemeinschaftseinrichtung für Kinder und Jugendliche besuchen, aktualisiert https://www.stmas.bayern.de/aktuelle-meldungen.

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