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Projekt

Zwischenfrüchte gegen Bodenerosion

Experten erläuterten auf dem Versuchsfeld von Josef Höpfl, wie Pflanzen vor wild abfließendem Oberflächenwasser schützen.

  • Die Teilnehmer und Fachberater auf dem Versuchsfeld in Schorndorf am Orleitenweg Fotos: Schmidbauer
  • Der Regensimulator in Aktion: Ein mit Zwischenfrüchten bestellter Boden nahm einen Großteil des Niederschlagwassers gut auf und leitete es nach unten weiter.

Schorndorf.In Kooperation mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz läuft seit Jahresbeginn in Schorndorf ein boden:ständig-Projekt, um die Ortschaft vor wild abfließendem Oberflächenwasser nach Starkregenereignissen zu schützen. Kürzlich fand eine Felderbegehung statt, dabei wurden die Vorteile verschiedener Zwischenfrüchte erläutert.

Nach der Begrüßung der rund 15 Gäste durch Konrad Griesbeck vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Cham führten Sebastian Betz und Siegfried Schießl vom Erzeugerring Oberpfalz durch die sechs Versuchsparzellen auf den Flächen des Landwirts Josef Höpfl. Die Pflanzen binden Nährstoffe, verbessern die Bodenstruktur und reduzieren die Erodierbarkeit des Bodens. Diese Eigenschaften sind in Abhängigkeit von der angesäten Art unterschiedlich ausgeprägt. „Besonders im Hinblick auf die Verschleppung von Krankheitserregern und Schädlingen muss der Landwirt eine geeignete Zwischenfruchtmischung ausbringen“, ergänzte der DSV-Anbauberater Jakob Schneidmiller.

Mit dem Regensimulator illustrierte Eva Spiessl-Mayr vom Fachzentrum Agrarökologie die Wasseraufnahmefähigkeit von unterschiedlichen Böden bei einem Starkregenereignis. Beim gepflügten Acker waren schnell die Poren verschlämmt, und das Wasser floss zusammen mit der Feinerde oberflächlich ab. Dagegen nahm ein mit Zwischenfrüchten bestellter Boden einen Großteil des Niederschlagswassers gut auf und leitete es nach unten weiter. Dadurch wurde der Anteil des oberflächlich ablaufenden Wassers deutlich reduziert und Erdmaterial wurde von den Pflanzenstängeln zurückgehalten. Das Wasser war deutlich klarer als bei der gepflügten Variante. Zudem kann das in den Boden infiltrierte Wasser zur Grundwasserneubildung beitragen. Somit können Zwischenfrüchte – neben dem Erosionsschutz – auch einen wichtigen Beitrag hinsichtlich Grund- und Trinkwasser und deren Qualität leisten.

Im Anschluss diskutierten die Landwirte ihre persönlichen Erfahrungen mit den anwesenden Fachberatern und konnten wertvolle Anregungen für den eigenen Betrieb mit nach Hause nehmen. (csa)

Zum Projekt

  • Felderbegehung:

    Aus diesem Grund veranstaltete das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Cham zusammen mit dem Erzeugerring Oberpfalz eine Felderbegehung, an der rund 15 Interessierte teilnahmen. (csa)

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