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Marktrat

Abelgrab bleibt unter Denkmalschutz

Bürgermeister Bauer intervenierte und informierte das Gremium über die denkmalgeschützen Objekte im Markt Stamsried.
Von Jakob Moro

Das Abelgrab am Stamsrieder Friedhof steht weiterhin unter Denkmalschutz, es sollte aus der Denkmalschutzliste gestrichen werden. Foto: rjm
Das Abelgrab am Stamsrieder Friedhof steht weiterhin unter Denkmalschutz, es sollte aus der Denkmalschutzliste gestrichen werden. Foto: rjm

Stamsried.Auf Intervention des Marktes Stamsried bleibt das historische Abelgrab auf dem Stamsrieder Friedhof weiterhin denkmalgeschützt. Baudenkmäler wurden auf der Basis des bayerischen Denkmalschutzgesetzes erstmals 1973 in eine Liste von Bau- und Bodendenkmälern aufgenommen. Von Zeit zu Zeit ergänzt das Denkmalschutzamt die Liste der Bau- und Bodendenkmäler und schreibt diese fort. Denkmalgeschützte Objekte können aus unterschiedlichen Gründen die Denkmaleigenschaft verlieren. Das Abelgrab sollte aus der Denkschutzliste gestrichen werden.

Bei der Marktratssitzung informierte Bürgermeister Bauer in diesem Zusammenhang die Markträte über die derzeit unter Denkmalschutz stehenden Objekte im Marktbereich.Es handelt sich um folgende Baudenkmäler: Friedersried 17, Zugehörige Mauerreste der ehemaligen Burg aus dem 12. Jahrhundert; Stamsried: Gerhardinger Straße 4, Katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist, aus dem 18. Jahrhundert; ehemalige Friedhofkapelle, jetzt Lourdeskapelle, im Kern ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert; Großenzenried: Haus.-Nr. 18 1/2, ehemaliges Wohnstallhaus, zweigeschossiger und giebelständiger Halbwalmdachbau mit einseitiger Mansarde und Seitenschrot, 18. /19. Jahrhundert sowie Großenzenried 28, Dorfkapelle, frühes 19. Jahrhundert, Chor aus 1872; Stamsried: Hildebrandstraße 6, Kalvarienbergkapelle, 1901/ 1902 auf älterer Anlage; Friedersried: Katholische Filialkirche St. Matthäus, ursprünglich Burgkapelle, Langhaus romanisch, Anfang 13. Jahrhundert, Chor spätgotisch, 15. Jahrhundert; Hilpersried: Dorfkapelle, 1908.

Stratwies: Dorfkapelle, giebelständiger und abgewalmter Satteldachbau mit Dachreiter, Zwiebelhaube und Schindeldeckung, Mitte 18. Jahrhundert; Thanried: Dorfkapelle, aus 1886. Kreisstraße CHA 31: Bildstock, Pfeiler mit rundbogigem Aufsatz und Bildnische, Granit, 1839; Kürnberg 1: Feldkapelle, Anfang 19. Jahrhundert; Nähe Gerhardinger Straße: Wieskapelle, um 1750 gebaut. Pfarrer Merkl-Straße 10, Wohnhaus, zweigeschossiger und traufständiger Satteldachbau mit verschaltem Glockbau-Obergeschoss aus dem 19. Jahrhundert; Ruine Kürnberg: Burgruine Kürnberg, errichtet ab 1354, 1634 zerstört; Schloßstraße 16, Rötzer Straße 12: Schloss, 17. Jahrhundert, über mittelalterlichen Kern, Schlosspark mit Umfriedung, 17.- 19. Jahrhundert; Schlossstraße, Marktplatz: Brunnen, achteckiges Becken mit Brunnenfigur des heiligen Johannes von Nepomuk, Granit bez. 1723 und 1920, Figur 19. Jahrhundert und Mariensäule nebst den vier lebensgroßen Figuren aus dem Jahre 1729;

Staatsstraße 2040: Bildstock, Pfeiler mit rundbogigem Aufsatz, Bildnische und Blumenarnamentik, Granit, Biedermeier, bezeichnet 1838; Stratwies 1: Getreidekasten, Blockbau mit Flachsatteldach und Seitenschrott, wohl frühes 19. Jahrhundert; Friedhof: Grabstein der Familie Abel, neugotisch, wohl Mitte 19. Jahrhundert aus Sandstein

Auch 17 Bodendenkmäler werden geschützt: So u.a. ein Bestattungsplatz der Spätbronzezeit und der Frühlatenezeit mit Grabhügeln, verebneter mittelalterlicher Turmhügel, mittelalterlicher Burgstall, die mittelalterliche Hofwüstung „Schnepfenried“,

Siedlung: Eine spätpaläolithische und messolithische Freilandstation einer vorgeschichtlichen Siedlung, drei mittelalterliche Erdställe. (rjm)

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