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Soziales

Anden, Alaska oder Atlantik

Dr. Georg Lindner und seine Frau haben schon viel von der Welt gesehen. Für einen guten Zweck hält der Zahnarzt Vorträge.
Von Martin Schönhuber

Dr. Georg Lindner in Kambodscha: Er ist dort auf freundliche Menschen getroffen.  Foto: Martin Schönhuber
Dr. Georg Lindner in Kambodscha: Er ist dort auf freundliche Menschen getroffen. Foto: Martin Schönhuber

Bad Kötzting.Wie bereits berichtet, hilft Dr. Georg Lindner seit fünf Jahren jährlich vier bis fünf Wochen ehrenamtlich der Bevölkerung in Bugko auf den Philippinen nicht nur bei der zahnärztlichen Behandlung.

Zum ersten Mal war er 2013 als Zahnarzt im St. Francis Health-Care-Center, Bugko, Nord Samar, Philippinen. Dieses Gesundheitszentrum besteht seit zwölf Jahren. Es wurde aufgebaut von zwei Franziskanerschwestern, eine aus Deutschland und eine von den Philippinen, Sabine Korth und Veronica Tulipas. Hauptsächlich unterstützt wird und wurde das St. Francis Health-Care-Center durch das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte, seit einigen Jahren auch durch Caritas International. Es werden dort täglich bis zu 120 Patienten, die aus einem Umkreis von etwa 150 Kilometern in die Klinik kommen, versorgt. Etwa ein Drittel wird in der Zahnstation behandelt, die anderen allgemeinmedizinisch. Verbrennungen, infizierte Wunden, Brüche, Diabetes, Atemwegserkrankungen und so weiter – alles ist dabei. Die Behandlungen erfolgen kostenlos, da die Menschen einfach nicht bezahlen können.

Dr. Georg Lindner ist seitdem jedes Jahr vier bis fünf Wochen im Frühjahr in Bugko und arbeitet dort, nicht nur als Zahnarzt. Seit 2016 kommen jedes Jahr auch jeweils drei Zahnmedizinstudentinnen und -studenten, die mit ihm zusammen die Patienten behandeln. Für die Studenten, die alle vor ihrem letzten Semester stehen, eine großartige Erfahrung. Außerdem können durch deren Einsatz deutlich mehr Patienten versorgt werden.

Es gibt inzwischen zwei Behandlungseinheiten, oft aber keinen Strom. Besonders nach einem Taifun, von denen mindestens einer jährlich die Region trifft, dauert es oft bis zu sechs Wochen, bis es wieder Strom gibt. Das Notstromaggregat wird nur selten benutzt, Zahnextraktionen ohne Klimaanlage und Licht sind kein Grund, das Notstromaggregat zu betreiben, denn das kostet zuviel Diesel.

Seit 2015 begleitet Dr. Lindners Frau Evelyn ihren Mann und hilft bei der Essensausgabe in der Kantine. Denn viele Patienten müssen oft den ganzen Tag auf ihre Behandlung warten und haben bereits eine Tagesreise hinter sich. Der Andrang ist manchmal so groß, dass einige erst am nächsten Tag an die Reihe kommen, obwohl oft zwölf bis 14 Stunden täglich behandelt wird.

Die Vorträge, die Dr. Georg Lindner in Bad Kötzting hält, dienen dazu, Spenden für die Klinik auf Nord Samar zu sammeln, um dort noch mehr helfen zu können. Wer sich also die Erlebnisse der Lindners in fernen Ländern anhören und die schönen und interessanten Bilder anschauen will, ist herzlich eingeladen, zu den Vorträgen zu kommen.

Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende für die Klinik auf der philippinischen Insel Nord Samar, der „Insel der Vergessenen“, wäre allerdings willkommen. Eine kurze Vorstellung des Hilfsprojektes gibt es am Ende von jedem Vortrag.

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