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Sonntag, 25. Februar 2018 2

Kultur

Auszeichnung war Höhepunkt

Bei der Jahresversammlung freute sich die Laienbühne Schorndorf nochmals über den Tourismus Award Bayerischer Wald.

Krönung des Vereinsjahres 2017 war für die Laienbühne Schorndorf die Auszeichnung mit dem „Tourismus Award Bayerischer Wald“.Foto: Wilfried Sträußl

SCHORNDORF.Bei der Jahresversammlung konnte die Laienbühne Schorndorf einmal mehr auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. 2017 wurde Ende November gekrönt mit der Auszeichnung in Form des „Tourismus Award Bayerischer Wald“ in der Kategorie „Innovativstes Kultur-Angebot“.

Laienbühne-Chef Säp Kiesl eröffnete im Gasthof Baumgartner die Jahresversammlung der versammelten „Theater-Narrischen“, ein Willkommen galt Bürgermeister Max Schmaderer, den Ehrenmitgliedern Kurt Laumer, „Bäff“ Josef Piendl und Thekla Schauer, zugleich Neuhauser Burgbesitzerin und mit ihrem verstorbenen Ehemann Vinzenz Wegbereiter für das „Theater auf der Burg“, den Vereinswirtsleuten Maria und Josef Baumgartner und Hans Mitterbiller vom „Sattelbogener Hof“.

Zwei Wiederaufführungen

Nach dem Totgengedenken ließ Schriftführerin Barbara Vogl das Vereinsjahr in Worten und mit vielen schönen Bildern Revue passieren. Sowohl bei den Theaterfreunden in Pemfling bzw. Wilting als auch beim Lichtenegger Bund in Rimbach wurden Aufführungen besucht. Erster Höhepunkt war im März die Wiederaufführung des allerersten Lauerer-Stücks „Paul in der Krise“, ein Kassen- und Lachschlager mit sechs humorvollen Theaterabenden. Ab Juli folgten in Neuhaus sieben Vorstellungen der Gaunerkomödie „Jean Sapralott“. Ein weiteres Glanzlicht bildete die Verleihung des Kulturpreises „Schauer 2017“ an den Kabarettisten Gerhard Polt mit der Gruppe „Hanghena“ im Rahmenprogramm. Das Gastspiel der Iberl-Bühne mit der „Grattler Oper“ und ein Burgfest rundeten den Kultursommer ab. Etwas Erholung bot im September der dreitägige Vereinsausflug nach Oberstaufen im Allgäu. Ein weiteres tolles Ausrufezeichen setzten „Laienbühne & Freunde“ mit einern Spendengala für die „Waisenkinder der Medizin“. 11111,11 Euro konnte das Zentrum für Seltene Erkrankungen Regensburg (ZSER) entgegennehmen. Letztes Ausrufezeichen bildete der „Tourismus Award Bayerischer Wald“, den die Laienbühne für den Kulturpreis Schauer in der Kategorie „Innovativstes Kultur-Angebot“ erhalten hat.

Schatzmeister Thomas Schauber zeigte Einnahmen und Ausgaben auf. Dank der Erlöse aus dem Kartenvorverkauf konnten auch 2017 wieder kräftige Investitionen vorgenommen worden, insbesondere für Instandhaltungsmaßnahmen auf Burg Neuhaus im Volumen von über 20000 Euro. Neben der Spendenaktion für die „Waisenkinder der Medizin“ wurden jeweils 1000 Euro zur Verfügung gestellt für die Renovierung der Schorndorfer Pfarrkirche und die Hilfsaktion „Bürger helfen Bürgern“ sowie 500 Euro an die Katholische Landjugend. Der Mitgliederstand ist auf 246 Personen angestiegen. Die Kassenprüfer Reinhard Obermeier und Josef Vogl attestierten eine vorbildliche Finanzführung.

„Freude machen und Freude teilen“, so fasste Gemeindeoberhaupt Max Schmaderer das Wirken der Laienbühne zusammen. Neben dem Theaterspielen, „denkt die Laienbühne auch an die Schwächeren in unserer Gesellschaft“. Dieses soziale Engagement könne man nicht hoch genug anrechnen und sei letztlich mit dem Tourismus-Award belohnt werden.

Vorsitzender Kiesl zeigte sich mächtig stolz über das „Miteinander“ im Verein. Beide Stücke seien durch die Spielleiter Kurt Laumer bzw. Rita Reiser hervorragend besetzt worden. Das Burgfest fasste Kiesl mit „Grandios“ zusammen.

Unterstützung für den Trenck

Nicht vergessen wissen wollte Kiesl die beiden Schorndorfer Darsteller Hans Höcherl und Jürgen Piendl, die nicht nur bei der Laienbühne Schorndorf begeistern, sondern auch bei den Chamer Stadt-Erlebnisführungen. „Und jetzt darf mit Jürgen Piendl ein Schorndorfer auch noch den Trenck in Waldmünchen spielen“, so Kiesl mächtig stolz. Natürlich werde man im Sommer 2018 mit einem ganzen Bus voll an Mitgliedern nach Waldmünchen fahren. Der Vereinsausflug der Laienbühne Schorndorf findet vom 14. bis 16. September statt. Ziel wird dieses Mal die oberbayerische Kur- und Kreisstadt Bad Tölz sein.

Spielleiter Kurt Laumer sagte Vergelt’s Gott an alle. Aufgrund der enormen Belastungen müssen die Laienbühne-Fans 2018 auf ein „Theater im Wirtshaus“ verzichten. Beim „Theater auf der Burg“ gibt es eine Neuauflage des Klassikers „Das Lied vom Wildschütz Jennerwein“, allerdings in einer anderen Besetzung als zuletzt 2005. Als Darsteller auf der Bühne werden nächsten Sommer Andrea Lyzwa, Marion Raith, Florian Kiesl, Manfred Schnitzbauer und die beiden Spielleiter Rita Reiser und Kurt Laumer selbst stehen. (csa)

Kultursommer Burg Neuhaus 2018

  • Die Laienbühne Schorndorf

    präsentiert beim „Theater auf der Burg“ in Neuhaus die Posse „Das Lied vom Wildschütz Jennerwein“ aus der Feder von Georg Maier. Termine sind am 6./7. Juli (Freitag/Samstag), 13./14. Juli (Freitag/Samstag) und 20./21. Juli (Freitag/Samstag). Aufführungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr Der Kartenpreis beträgt bei Online-Bestellung unter www.okticket.de 13 Euro bzw. beim Autohaus Laumer in Schorndorf sowie allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen im Landkreis Cham 14 Euro.

  • Das Gastspiel

    der Münchner Iberl-Bühne auf Burg Neuhaus findet am Freitag, 27. Juli, statt. Georg Maier und sein Ensemble zeigen das Stück „Wuidschütz’n“. Kartenpreis: 18,50 Euro bei Online-Bestellung bzw. 19,50 Euro über die Katenvorverkaufsstellen im Landkreis Cham.

  • Noch etwas gedulden

    müssen sich die Neuhauser Theaterfreunde auf Karten für die Verleihung des Kulturpreises „Schauer 2018“ mit der Musikkabarettgruppe „Couplet-AG“ im Rahmenprogramm. (csa)

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