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Bergwacht hat die Zeit genutzt

Trotz des Schneemangels hatten die Retter aus Furth im Wald einige Einsätze. Die Ausbildung erforderte einen höheren Aufwand.
Von Christina Schweitzer

Die Trocken-Ausbildung am Stützpunkt Althütte fand noch vor den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen statt.  Foto: Christina Schweitzer
Die Trocken-Ausbildung am Stützpunkt Althütte fand noch vor den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen statt. Foto: Christina Schweitzer

Furth im Wald.Neue Zeiten erfordern neue Handlungsstrukturen. Die Tage werden länger und die Temperaturen steigen. Da wird wohl die Frage laut, für was man eine Bergwacht im Winter braucht, wenn sich die Schneelage gibt wie in den zurückliegenden Monaten? „Der Winter- und Vorsorgedienst ist im Rückzug“, sagt Bereitschaftsleiter Dominik Schönberger. Das Skigebiet Althütte hatte nur an einem Januarwochenende geöffnet. Auch dem Langlauf und dem Skibetrieb am Voithenberg war Petrus in der vergangenen Saison nicht wohlgesonnen. Den Schneeentbehrungen zum Trotz hatte die Bergwacht Furth doch einige Einsätze: Neben zwei Hilfeleistungen auf der Althütte und vier Einsätzen des LKLD-Technikfahrzeugs zum Beispiel bei Vermisstensuchen konnten mehrere Further Bergwachtler, die arbeitsbedingt in Regensburg sind, als Höhenretter bei einem Silo-Unfall in der Bezirksstadt helfen.

Auch der Eignungstest für angehende Bergwachtler wurde aufgrund der derzeitigen Lage abgesagt. „Ohne Schneesicherheit gestaltet sich auch die Ausbildung der nachkommenden Einsatzkräfte schwierig“, beteuert Ausbilder Christian Seidl. Ohne Schnee am Hausberg geschieht die Ausbildung der Anwärter mit höherem Aufwand. Dann muss man, anstatt am Voithenberg trainieren zu können, erst zum Arber fahren, um dort zu üben.

Auch wenn die Schneelage im Winter im Bayerischen Wald nicht für viele Diensttage im Einsatzgebiet sorgte, so nutzten die aktiven Mitglieder der Bergwacht-Bereitschaft Furth im Wald dennoch ihre Zeit: Die Jugendgruppe war des Öfteren zur Kletterausbildung in der Chamer Kletterhalle und wiederholt und verfestigt fleißig ihre Kenntnisse in der Ersten Hilfe. In der Ausbildung haben sich in der Region vor allem Christian Seidl, Florian Lehminger, Josef Hofstetter und Andreas Kaufmann hervorgetan. Letzterer war auch in diesem Jahr wieder beim Zugspitzpraktikum in Garmisch. Matthias Schweitzer hat den Einsatzleiter- Winter-Lehrgang am Nebelhorn absolviert und Johannes Mühlbauer am Unterjoch den Methodik-Didaktik- Lehrgang zum Winterausbilder.

„Aufgrund der geringen Schneelage fing die Bereitschaft in diesem Jahr auch sehr zeitig mit der jährlichen theoretischen Naturschutzausbildung an, die nun aktuell durch die Amphibienaktion am Drachensee ergänzt wird“, sagt Dominik Schönberger.

Außerdem kam in den letzten Monaten auch die Kameradschaftspflege nicht zu kurz, entweder auf der Althütte bei Ausbildungen im Trockenen oder beim Anbau des Gerätehauses. Die Further Bergwachtler halten – ob jung oder alt - zusammen und sind jederzeit einsatzbereit.

LKLD-fahrzeuge

  • Stationierung:

    In Bayern sind die Fahrzeuge am Alpenrand sowie in weiteren Bergregionen verteilt.

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