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Handball

Cham will die weiße Weste behalten

Der ASV trifft im dritten Spitzenspiel nacheinander auf den TSV Rothenburg. Coach Turecek sieht seine Truppe dabei als Favorit.
von Thomas Mühlbauer

Der ASV Cham (in weißen Trikots) ist in dieser Saison kaum in den Griff zu kriegen. Foto: Simon Tschannerl
Der ASV Cham (in weißen Trikots) ist in dieser Saison kaum in den Griff zu kriegen. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Es ist die dritte schwere Partie des ASV Cham in Folge. Denn am Samstagabend (Anwurf 19.30 Uhr) trifft man in heimischer Halle auf den TSV Rothenburg. Der Saisonstart der Gäste verlief optimal, denn nach dem Auswärtssieg in Münchberg und dem Heimsieg gegen Ingolstadt hatten die Gäste einen 4:0 Start hingelegt. Doch dann gab es den ersten Bruch, denn in den nächsten drei Partien, ging man jeweils als Verlierer vom Feld. So folgten eine klare Niederlage gegen die HSG Fichtelgebirge, die Heimniederlage gegen Erlangen und am vergangenen Spieltag die klare Auswärtsniederlage in Mainburg. So ist der gute Saisonstart dahin. Mit nun 4:6 Punkten sind die Gäste im Mittelfeld versunken.

Makellose Zwischenbilanz

Der ASV Cham, der bislang alle fünf Saisonspiele gewinnen konnte und mit 10:0 Punkten an der Spitze liegt ist in dieser Partie der klare Favorit. Trainer Turecek warnt aber trotzdem vor den starken Gästen: „Ich finde Rothenburg hat eine gute Mannschaft. Sie haben jetzt drei Mal in Folge verloren und werden so sehr verunsichert die Reise nach Cham antreten.“ Dabei ist es für den Coach der Chamer, wie er selbst bekundet ein sehr komisches Gefühl, gegen einen Ex-Bayernligisten als Favorit zu gelten: „Ich hätte das vor ein bis zwei Jahren noch nicht für möglich gehalten.“

Dabei müssen die Hausherren am Samstagabend aber auch auf einen wichtigen Leistungsträger verzichten, denn mit Petr Tahovsky, fällt ein Spieler der Stammformation aus. Denn der Shooter des ASV ist mit der Tschechischen Nationalmannschaft wieder auf Testspielreise unterwegs. Doch mittlerweile hat sich der ASV darauf eingestellt und Spielsysteme zurechtgelegt, die auch ohne einen der besten Werfer funktionieren. „Wir haben uns zwei Varianten zurechtgelegt, wie wir das Spielsystem umstellen können.“

Eine zentrale Rolle nimmt dabei in jedem der Varianten Samuel Orlovsky ein, wie Turecek informiert. Auf den halblinken Positionen werden am Samstag wohl auch wieder Fabian Graßl und Markus Maier verstärkt zum Zug kommen. Klar ist für die Chamer aber auch, will man gegen einen starken Gegner wieder mit zwei Punkten die Partie beenden und so ein weiteres Zeichen an die Konkurrenz senden muss man ähnlich konzentriert und fokussiert zu Werke gehen wie gegen Roßtal. Rückblickend sagt Trainer Turecek dazu: „Ich war mit der Partie sehr zufrieden, Roßtal war sicherlich keine schlechte Mannschaft, wir haben es aber an diesem Abend auch super verstanden, einen der besten Spieler im Dress der Hausherren aus dem Spiel zu nehmen.“

Tore über zweite Welle

Dieses Mal erwartet den ASV Cham, aber ein ganz anderes Spiel. Denn die Gäste aus Rothenburg sind dafür bekannt, mit feinen Spielzügen im Angriff zu agieren, vor allem der Positionsangriff sticht dabei heraus. Das Ziel der Chamer ist es aber, wie Turecek bereits durchblicken lässt, schon früh aufs Tempo zu drücken und so die Tore über die Gegenstöße zu erzielen. „Als erstes muss die Abwehr wieder stehen, doch wenn ich die ersten Spiele sehe, hab ich hier absolut keine Bedenken mehr.“ Und wenn man es dann schafft, dass Tempo über weite Strecken der Partie auf einem hohen Level zu halten, kann irgendwann keine Mannschaft der Liga hier mehr schritthalten, ist Turecek überzeugt, wo der Schlüssel zum Erfolg wieder liegen könnte.

Interessant wird auch zu sehen sein, wie sich der bisherige Erfolgslauf des ASV Cham herumgesprochen hat und wie viele Fans sich dieses Spitzenspiel im Handball nicht entgehen lassen möchten. Bis auf Tahovsky, der mit der Nationalmannschaft unterwegs ist, stehen Trainer Filip Turecek, alle Spieler zur Verfügung. Auch Mandaus wird zum zweiten Mal in dieser Saison zum Einsatz kommen, so stehen dem Trainer genügend Alternativen, auch zum durchwechseln zur Verfügung, um die Partie erfolgreich zu gestalten.

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