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Bauausschuss

Chams „Wasserwirtschaft“ wird erweitert

Der Restaurantbereich wird acht Meter länger. Karin Bucher wird bei einer Wohnhaus-Planung von der Mehrheit überstimmt.
Von Christoph Klöckner

Das Gasthaus D’Wasserwirtschaft in Cham wird ausgebaut. Foto: C. Klöckner
Das Gasthaus D’Wasserwirtschaft in Cham wird ausgebaut. Foto: C. Klöckner

Cham.Das Restaurant D‘Wasserwirtschaft gleich am Tor zur Stadt ist bereits und wird noch weiter ausgebaut. Das Einvernehmen zu den Baumaßnahmen gab es am Mittwochabend im städtischen Bauausschuss. Bei der Präsentation des Bauantrags durch Stadtbaumeister Franz Pamler wurde darauf hingewiesen, dass das eine Bauvorhaben – die Erweiterung des Stadls hinter der Gastwirtschaft – bereits vollzogen sei, während der Ausbau des Restaurantbereichs im hinteren, längsseitigen Bereich des bestehenden Gebäudes noch erfolgen soll. Dort wird der Restaurantbereich um acht Meter verlängert.

Inhaber Ulrich Gütlhuber sei „aus eigenen Stücken“ deshalb bei ihm und dann am Landratsamt gewesen – auch um die bereits gelaufene Baumaßnahme am Stadl zu erklären. Das Gebiet, das im Außenbereich liegt, sei von Hochwasser gefährdet, erläuterte Bürgermeisterin Bucher. Der Stadl könne geflutet werden, das Hauptgebäude entweder ebenso geflutet oder auch abgeschottet werden, sagte Pamler dazu. Bei der Abstimmung gaben alle außer Stadtrat Thomas Kager ihre Zustimmung zu den Baumaßnahmen.

Der Bauausschuss schaute sich vor der Sitzung den geplanten Baugrund im Außenbereich von Kothmaißling an. Foto: C. Klöckner
Der Bauausschuss schaute sich vor der Sitzung den geplanten Baugrund im Außenbereich von Kothmaißling an. Foto: C. Klöckner

Ein anderes Projekt im Außenbereich – im Ortsteil Kothmaißling – sorgte für Diskussionen. Bereits vor der Ausschusssitzung hatten die Stadträte einen Ausflug zum möglichen Bauplatz für das dort geplante Einfamilienhaus gemacht, um sich die Sache anzuschauen. Der Bauherr hatte einen Antrag auf Vorbescheid gestellt.

Hinter dem Ortsschild ortsauswärts, in der Nähe der Straße Am Sand, soll das Haus gebaut werden. Das Grundstück liege im Außenbereich, sei nicht integriert und im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen, erläuterte Bürgermeisterin Karin Bucher die Sachlage. Der Stadtrat habe sich vor nicht allzu langer Zeit alle Ortsteile angesehen, um zu entscheiden, wo sinnvolle Abrundungen möglich seien und wo nicht – hier sei nicht so ein Fall. Es sei ihrer Meinung nach nicht verträglich, den Vorbescheid zu befürworten – sie schlage deshalb die Ablehnung vor.

Dieter Krause sah hier schon eine Abrundungsmöglichkeit, betonte, dass der Bauherr Kothmaißlinger sei, sich dort engagiere und den Grund von einem Verwandten bekommen könne. Baugrund gebe es sonst im Ort keinen. Das zweifelte Karin Bucher an. Martin Stoiber sprach sich auch für eine Zustimmung aus, während Edi Hochmuth vor den Folgen warnte, solchen Außenbereichsbauten Genehmigungen zu erteilen. Das bringe Nachahmer: „Das sollten wir alle fürchten!“ Zumal dauernd von Nachverdichtung geredet werde. Schließlich wurde eine Ablehnung mit Mehrheit verworfen – für den Vorbescheid stimmten neun Stadträte, nur vier votierten dagegen.

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