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Ausflug

Das Ziel war die „Goldene Stadt“

Stammtischrunde aus Miltach war mit der Eisenbahn in Tschechien auf Achse. Auch Prag stand auf dem Programm.

Die „Goldene Stadt“ fanden die Ausflügler wundervoll. Foto: kvg
Die „Goldene Stadt“ fanden die Ausflügler wundervoll. Foto: kvg

Miltach.Vor etwa 30 Jahren bildete sich in Miltach eine Stammtischrunde, die sich jeden Sonntagabend in den Schlossbräustuben traf. Einige dieser Gründer sind längst verstorben, so Ludwig Kappenberger sen., Andreas Heigl, Xaver Pfeilschifter und Sepp Alt, genannt „Marschall“. Als im Januar 1999 das oben genannte Wirtshaus schloss, trafen sich Männer im Gasthaus Georg Griesbeck bis zu dessen Betriebsaufgabe am 31. Dezember 2014. Seither bietet die Familie Hofmann in Oberndorf der Gruppe ihren Gastraum als Stammtischtreffpunkt an. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das Lokal als „Kramer“ bezeichnet, deshalb der Name „Kramerstammtisch“.

Der Stammtisch, bestehend aus etwa zehn Miltacher Männer, unternahm in den letzten Jahren regelmäßig einen größeren Tagesausflug, wobei sie immer die Bahn als Verkehrsmittel wählten. Ziele waren bisher eine Böhmerwaldfahrt sowie die Städte Bamberg, Pilsen und Amberg. Am Freitag galt der Besuch Prag, der Metropole an der Moldau. Mit Privatautos ging es zunächst nach Domazlice (Taus), um dann mit dem durchgehenden Alex-Zug durch ein abwechslungsreiches Hügelland entlang der Beraun in die tschechische Hauptstadt zu gelangen. Hier war zunächst der Hradschin das Ziel, das Zentrum des Staates und nationalem Kulturdenkmal. Den Höhepunkt der Prachtentfaltung erreichte der Hradschin unter Karl IV., der die Burg zum repräsentativen Zentrum seines Römischen Katholischen Reiches erhob. Natürlich wurde auch der Veitsdom, das Wahrzeichen von Prag besichtigt, mit dessen Bau bereits im Jahr 1344 begonnen wurde und dessen Türme erst 1929 vollendet wurden. Ein besonderes Erlebnis für die Stammtischmitglieder war die pompös inszenierte Ablösung der Ehrenwache mit Musik und im Stechschritt marschierende Soldaten. Nach dem Mittagessen in einem Restaurant auf der Kleinseite der Stadt begann anschließend eine zweistündige Stadtführung mit einer sehr gut deutsch sprechenden Frau. Zunächst überquerte man die Moldau über die Karlsbrücke, die noch aus 1357 stammt. Neben den Skulpturen ist an der Stelle, an der der hl. Johannes von Nepomuk in den Fluss gestürzt wurde, eine Tafel angebracht.

Die weitere Route führte über den sog. Königsweg zum Clementinum, einem gewaltigen Gebäudekomplex, der früher als Jesuitenkolleg diente. (kvg)

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