MyMz
Anzeige

Kreisversammlung

Der Beitrag steigt

Für die Imker gab es zahlreiche Neuigkeiten.
Gregor Raab

Der Kreisvorsitzende Matthias Gebhard klärte die Imker über die Neuerungen auf. Foto: Gregor Raab
Der Kreisvorsitzende Matthias Gebhard klärte die Imker über die Neuerungen auf. Foto: Gregor Raab

Cham.Der Rückblick auf die abgelaufene Imkersaison, die vorläufigen Ergebnisse des Faulbrut-Monitorings und das Präparat VarroMed standen bei der Herbstversammlung des LVBI-Kreisverbandes Cham im Pemflinger Gasthaus Moro auf der Tagesordnung.

In seinem Rechenschaftsbericht listete Vorsitzender Matthias Gebhard etliche Aktivitäten der Bienenzüchter auf. Als Beispiele führte er die Sammelbestellung für Mittel zur Bekämpfung der Varroa-Milbe an. Insgesamt orderte Gebhard für die Imker 396 Liter Ameisensäure, 56 Liter Milchsäure und 112 Liter Oxalsäure-Lösung. Die apothekenpflichtigen Produkte bezog er diesmal über die Apotheke am Stadtpark in Cham. Die zurückliegenden Monate seien vom Volksbegehren „Rettet die Bienen“ geprägt gewesen.

Ferner teilte der Kreisvorsitzende den Imkern die wichtigsten Entscheidungen und Beschlüsse vom Bayerischen Imkertag mit. Er verwies auf das zweistufige Verfahren bei der Beantragung von Förderungen. Stets müsse ein Förder- und Zahlungsantrag gestellt werden. Außerdem gelte es, die bestehenden Regeln und Fristen einzuhalten.

Für Erstaunen bei den Imkern sorgte eine vom LVBI in Auftrag gegebene Studie zum Thema „Mähverluste“. Das Forschungsprojekt habe ergeben, dass auf einer Wiese nach Mäharbeiten keinerlei Bienenverluste verzeichnet werden. Gebhard informierte die Versammlung auch, dass der Grundbeitrag angehoben werde, da der Landesverband steigende Ausgaben verzeichne. Erfreulich sei, dass das landkreisweite Faulbrut-Monitoring von vielen Imkern angenommen wurde. Nach derzeitigem Stand schickten diese 194 Proben an den Tiergesundheitsdienst zur Analyse ein. Davon waren 169 Proben unbelastet. Dieser Wert entspreche einem Anteil von 87,1 Prozent. Im bayernweiten Vergleich liege der Landkreis aber deutlich unter dem Durchschnitt von 97,8 Prozent. Die Imker waren sich einig, dass niemand im Kampf gegen die gefährliche Bienenseuche nachlassen dürfe.

Besonders groß war das Interesse an dem Mittel VarroMed des österreichischen Unternehmens BeeVital, das Imkermeister Manfred Pointner und Firmengründer Werner Hohl vorstellten. Das apothekenpflichtige Kombinationspräparat aus den bewährten Säuren Ameisensäure und Oxalsäure ist das erste zugelassene Bienenarzneimittel für die gesamte EU und kann sowohl im Frühjahr und Spätsommer als auch im Winter auf die Bienen geträufelt werden. Im Bienenvolk wirkt es sechs Tage lang. Das Zulassungsverfahren sei sehr aufwendig gewesen, denn es musste nachgewiesen werden, dass es witterungsunabhängig ist, die Bienen es gut vertragen und für den Anwender unschädlich ist. (cga)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht