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Waldschmidtschule

Die Kinder gehen spät zu Bett

Am Deutsch-Französischen Tag informierten sich die Schüler in Eschlkam über das Thema „Die französische Familie“.

Das deutsch-französische Ehepaar Jerome und Sigried Chardin kommt gerne zu den Schülern in die Waldschmidtschule, die dazu heuer ganz viel Fragen an die „Chardins“ hatten. Foto: kbi
Das deutsch-französische Ehepaar Jerome und Sigried Chardin kommt gerne zu den Schülern in die Waldschmidtschule, die dazu heuer ganz viel Fragen an die „Chardins“ hatten. Foto: kbi

Eschlkam. Einen herrlichen französischen Vormittag erlebten die Waldschmidtschüler am vergangenen Dienstag und erinnerten damit an den Elysée-Vertrag, den Partnerschaftsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich, der am 22. Januar 1963 geschlossen wurde.

„Die französische Familie“ – das Thema hatten sich die Waldschmidtschüler im vorigen Jahr für heuer ausgesucht. Die Schüler der 3. und 4. Klassen hießen traditionell das ihnen, bereits aus den Vorjahren bekannte deutsch-französische Ehepaar Jerome und Sigrid Chardin, die heute zwischen Rennes in Frankreich und Gleißenberg in Bayern hin und her pendeln, mit „Bonjour Madame et Monsieur Chardin“ herzlichst willkommen. Das „Englischzimmer“ schmückten die beiden deutschen und französischen Flaggen in den Landesfarben, Landkarten und Postkarten präsentierten die beiden Länder, Buben und Mädchen hielten Fähnchen in den beiden Landesfarben in der Hand.

Der Sinn eines solchen Tages liegt darin, dass die Waldschmidtschüler auch mit Fremdsprachen in Berührung kommen. Die Buben und Mädchen verfolgten interessiert die Ausführungen von Frau Chardin, heuer über das „Familienwesen“ in Frankreich, die Jerome Chardin mit Lichtbildern untermalte. Man hörte dabei ihre Liebe zu Frankreich heraus, das auch der „gebürtigen Furtherin“ durch ihre Heirat mit Jerome zur Heimat geworden ist.

Sigrid Chardin, die fließend französisch spricht, hat aber auch ihre Muttersprache nicht verlernt. Die Chardins leben in der Hauptstadt der Bretagne, in Rennes, die mittelalterliche Altstadt und Universitätsstadt mit ihren zahlreichen Cafés und Pubs ist bei jedermann beliebt wegen ihres angenehmen Flairs. Frau Chardin, erzählte den Schülern über das französische Familienleben. Der Vater sei das Oberhaupt, die Mutter ist berufstätig und Hausfrau. Großfamilien mit acht Kindern werden am Muttertag mit einer Goldmedaille geehrt.

Für eine Familie mit sechs Kindern gibt es eine Silbermedaille, eine Familie mit vier Kindern bekommt eine Bronzemedaille. Die Erziehung der Franzosen sei autoritär und strenger als bei den Deutschen. Der Fernseher ist Bestandteil in der Familie, er läuft den ganzen Tag. Die Kinder bekommen in der Ganztagsschule das Essen in den Kantinen und die Eltern arbeiten lange. Die Kinder gehen erst gegen 21.30 Uhr ins Bett, die Schule beginnt aber erst um 9 Uhr. Ansonsten seien die französischen Kinder ziemlich auf sich allein gestellt, da die Eltern und Großeltern alle arbeiten. (kbi)

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