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Die neue Finanzamts-Chefin ist im Amt

Landesamts-Präsident Dr. Roland Jüptner begrüßt Elke Kudlich-Schwarz und wünscht Hildegard Küspert viel Erfolg in Passau.

Dr. Roland Jüptner überreichte Blumen an Elke Kudlich-Schwarz (l.) und Hildegard Küspert:
Dr. Roland Jüptner überreichte Blumen an Elke Kudlich-Schwarz (l.) und Hildegard Küspert: Foto: fsh

Cham.„Als Jurist hat man Steuerrecht nur am Rand mitbekommen“, erzählte Elke Kudlich-Schwarz bei der Vorstellung im November bei Landrat Franz Löffler. Die eineinhalb Jahre Weiterbildung an der Bundes-Finanzakademie haben sich ausgezahlt: Seit Donnerstag ist sie offiziell die Leiterin des Finanzamtes Cham.

Am Vormittag wurde im Langhaussaal der Stadt Cham die bisherige Amtsleiterin Hildegard Küspert verabschiedet. Sie ist schon seit Januar 2016 Leiterin des Finanzamts in Passau.

Die Festansprache hielt Dr. Roland Jüptner, Präsident des Bayerischen Landesamts für Steuern. Der Präsident der Bayerischen Steuerbehörde bedauerte zunächst, dass Steuerzahlen auch heute noch keine Begeisterungstürme auslöst und auch die Medien gerne ein negatives Bild malen, wenn es um Steuerzahlen und die Steuerverwaltung geht. „Steuern sind der Preis unserer Freiheit, unserer freiheitlichen Gesellschaft. Oder anders ausgedrückt: Ohne Steuern funktioniert unsere Welt nicht“, stellte er fest. Keine innere Sicherheit, keine Sozialtransferleistungen, keine Schulen, keine Bildung, keine Wissenschaft, keine Krankenhäuser und nachdem wir in Cham sind: keine neue Stadthalle“.

„In groben Zügen steuerehrlich“

Denjenigen, die ihre Steuern zahlen, zollte er Respekt und ein öffentliches Dankeschön: 2016 wurden in Bayern über 100 Milliarden Euro an Steuern eingenommen. Als Beitrag für die Wertschätzung hatte er auch einen Werbespot parat: „Wir wollen nur ihr Bestes. Ihr Geld. Für Sie“.

Sie haben in Cham ein wohlgeordnetes Haus hinterlassen“, stellte Jüptner abschließend fest und stellte die neue Leiterin vor – „eine Bayerische Kosmopolitin“. Weil die neue Chefin weiterhin in Regensburg wohnt, konnte er nicht umhin zu bemerken, dass man ihm gesagte hätte, sie wäre eine flotte Autofahrerin. Antwort Kudlich-Schwarz: Bei ihren täglichen Fahrten nach Zwiesel hatte sie über 140 000 Kilometer zurückgelegt – ohnen einen einzigen Punkt in Flensburg oder Bußgeldbescheid.

Bürgermeisterin Karin Bucher bezeichnete sich als „in groben Zügen steuerehrlich“, was an der Komplexität des Steuerrechts läge.

„Sie kommen hier in einen Landkreis mit hohem Freizeitwert und Menschen, die gerne ihre Steuern zahlen“, sagte Markus Müller als Vertreter des Landrates zu Elke Kudlich-Schwarz,. Er stellte die Region als wirtschaftlich stark vor und ging auch mit dem Technologie Campus und anderen Einrichtungen auf das Thema Bildung ein.e Karl Bergbauer, Vorstandsmitglied der Steuerberaterkammer Nürnberg, machte zunächst einen Rundumschlag gegen die Steuergesetze, Verordnungen und Erlasse und stellte fest, dass er heute nur zum Granteln gekommen ist und nicht schimpfen will.

„Verzeih ihnen, Herr, dass sie so übertreiben und verzeih mir, dass ich so viel Gefallen daran gefunden habe“, zitierte Hildegard Küspert einen schwäbischen Pfarrer. „Ich sehen in viele vertraute Gesichter sagte sie noch und hielt einen kurzen Rückblick mit dem Versprechen sich kurz zu fassen, „denn heute zählt nicht die Ehemalige, sondern die Neue“.

Generationswechsel steht an

„Auch ich bin in friedlicher Absicht gekommen“, sagte Elke Kudlich-Schwarz. „War es in Zwiesel noch die Motivation für die erstmalige Tätigkeit in leitender Funktion, so ist es diesmal die Herausforderung sich wieder neuen Aufgaben mit einem anderen und vergleichsweise deutlich größeren Mitarbeiterteam zu stellen, ganz nach dem Motto: Wer den Wandel und den Wechsel liebt, der lebt. Aber mir ist auch klar, dass hier große Aufgaben vor uns liegen“. Sie ging kurz auf die strukturellen und personellen Herausforderungen ein, die sie in Cham erwarten und die sie beschäftigen werden. „Prämisse der Heimatstrategie ist, dass wir künftig unsere Aufgaben nur mehr von Cham und Bad Kötzting aus wahrnehmen werden. Die genaue Projektierung kann aber erst beginnen, wenn die Immobilenfrage final geklärt ist. Bezüglich Waldmünchen freute sich Kudlich-Schwarz, dass der Standort beibehalten und die Anzahl der Arbeitsplätze sogar verdoppelt wird.

Ein besonderes Anliegen ist ihr auch die Ausbildung des Nachwuchses, da in den nächsten Jahren überproportional hohe Abgänge durch Pensionierung erfolgen werden. Abschließend lud die neue Chefin alle Anwesenden zum Büffet. (fsh)

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