MyMz
Anzeige

Jubiläum

Ehrenempfang für Theo Zellner in München

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt würdigte im Senatssaal des Landtags anlässlich dessen 70. die Verdienste Theo Zellners.
Von Karl Pfeilschifter

Dem 70. von BRK-Präsident Theo Zellner (vorne Mi., eingerahmt von Ehefrau Inge, l., und DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt, 3.) war der Empfang der Hilfsorganisationen im Senatssaal des Landtags gewidmet. Fotos: Pfeilschifter
Dem 70. von BRK-Präsident Theo Zellner (vorne Mi., eingerahmt von Ehefrau Inge, l., und DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt, 3.) war der Empfang der Hilfsorganisationen im Senatssaal des Landtags gewidmet. Fotos: Pfeilschifter

Cham.„Ich habe nur einen Wunsch. Ich will ganz einfach auch in Zukunft einer von Euch sein!“ Dies äußerte am Mittwoch der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) beim Jahresempfang der Hilfsorganisation im Senatssaal des Bayerischen Landtags. Dieser Empfang war dem 70. Geburtstag von Theo Zellner, den dieser vor wenigen Tagen feiern konnte, gewidmet.

Mehr als 250 Gäste, darunter auch eine große Abordnung des Chamer Kreisverbandes, angeführt von stellvertretendem Kreisvorsitzenden Dr. Hans Schneider und Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner sowie Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, waren gekommen, um die Verdienste Zellners zu würdigen. Viel Beifall erhielt die Dinnermusik der Landkreismusikschule mit Paul Windschüttl, welche den Empfang in hervorragender Weise begleitete.

Begegnungen haben ihn geprägt

BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer begrüßte die zahlreichen Gäste, unter ihnen etliche Abgeordnete und Vertreter zahlreicher Hilfsorganisationen. Sie würdigte Zellers Engagement, der sich seit Jahrzehnten – als Lehrer, Bürgermeister, Landrat, Sparkassenpräsident und nun als BRK-Präsident – zum Wohl der Allgemeinheit eingebracht habe. „Die Begegnungen mit vielen Menschen haben ihn eindrucksvoll geprägt. Es ist wunderbar, dass Ihr alle zur Ehre von Theo Zeller da seid“, betonte Meyer. Sie sprach auch die heftigen Schneefälle vor kurzem an, als die große Rotkreuzfamilie wieder gezeigt habe, dass sie in Notsituationen zusammenhält.

BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk sagte, es gebe einen Tag im Jahr, auf welchen sich Zellner besonders freue. Es sei der BRK-Starttag für die neuen Auszubildenden. Hier begrüße der Präsident mit Stolz jedes Jahr rund 1000 junge Menschen beim Roten Kreuz und finde immer das treffende Wort. Dies mache die jungen Menschen stolz, beim BRK tätig zu sein. Zellner, so der Geschäftsführer, sei sehr viel im Verband unterwegs und bringe allen Mitarbeitern, egal ob im Haupt- oder im Ehrenamt, große Wertschätzung entgegen. Dies genieße Zellner aber auch, dessen großes Namensgedächtnis er bewundere.

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt gratulierte Theo Zellner auch als Freundin der Familie.
DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt gratulierte Theo Zellner auch als Freundin der Familie.

„70 ist das neue 50“, meinte die Präsidentin des Landtags, Ilse Aigner, und betonte, dass Theo Zellner „jede Phase seines Lebens für die Gemeinschaft da“ war. Er sei ein Beispiel dafür, dass der Einsatz für die Gemeinschaft auch jung erhalte. Die Landtagspräsidentin erinnerte auch an die vielen Verdienste Zellners als Landrat, Sparkassenpräsident und nun als BRK-Präsident. Er habe alle Hürden geschafft und Probleme in seiner ihm eigenen Art angepackt. Aigner sprach auch den grenzüberschreitenden Rettungsdienst zwischen Tschechien und Bayern und die Helferfreistellung an. Mit „glühendem Einsatz“ und echter Überzeugung trete Zellner für das Ehrenamt ein.

Mensch

BRK-Präsident Theo Zellner wird 70

Der Kötztinger ist der personifizierte „Mr. ländlicher Raum“. Zum Geburtstag spricht er über jüngste Erfolge und alte Wunden.

„Die stabilisierende Rolle des Roten Roten Keuzes in der Gesellschaft“ war die Rede der Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Gerda Hasselfeldt, überschrieben. Sie sagte, Zellner verkörpere die stabilisierende Rolle bis in die letzte Ader seines Körpers. Und nicht nur dies, er, so Hasselfeldt, verkörpere die stabilisierende Rolle des ehrenamtlichen Engagements in unserer Gesellschaft.

Die Rednerin beglückwünschte Zellner als Freundin der Familie und langjährige Wegbegleiterin. Seinen Beitrag im Leben habe er schon geleistet, als Lehrer, Bürgermeister, Landrat, Präsident des Landkreistages und Präsident des Sparkassenverbandes. Er sei aber schnell der Bitte nachgekommen, die Präsidentschaft des BRK zu übernehmen. Dort sei er schon über 30 Jahre Mitglied, 20 Jahre war er Vorsitzender des aktiven Kreisverbandes Cham.

„Das Rote Kreuz ist etwas wie Erdung, und das tut gut!“

Theo Zellner

„Es ist etwas Faszinierendes, für die Gemeinschaft des Roten Kreuzes mitzuarbeiten“, versicherte Hasselfeldt aus eigener Erfahrung. Es handle sich um eine Gemeinschaft, die, eng verwurzelt mit ihrer Heimat, sich der Idee verschrieben habe, anderen zu helfen, in Katastrophenfällen, Notfällen, Unfällen, Verletzungen, Krankheiten, aber auch Menschen in schönen und schwierigen Lebensphasen begleiten.

Die Präsidentin ging auch auf die Zusammenarbeit mit vielen Partnern ein und hob den Stellenwert des Ehrenamts beim Roten Kreuz heraus. In Bayern finde dies auf sehr hohem Niveau statt. Theo Zellner nannte die Präsidentin „ein Vorbild für das Ehrenamt“, das nicht nur viel Zeit erfordere, sondern auch viel Freude bringe.

Zentralisierung entgegenwirken

Es würde der Person Theo Zellner nicht gerecht werden, wenn er an seinem Ehrentag trotz der vielen anerkennenden Worte nicht auch Probleme des BRK ansprechen würde, so den wichtigen Ausbau des Bundesfreiwilligendienstes oder die gefährliche Entwicklung wie die schon fast als Krankheit um sich greifende Kommerzialisierung des Rettungsdienstes. Hier gehe es an die Substanz der Hilfeleistung vor Ort, sagte er. Es sei wichtig, der Zentralisierung entgegenzuwirken.

Im Rettungsdienst könne der Wettbewerb keine Antwort sein, stellte Zellner heraus: „Das Rote Kreuz ist etwas wie Erdung, und das tut gut! Es gibt nichts Schöneres, als einen Verband zu führen, sagte Zellner und sprach von einem großen Glück, immer Menschen begegnet zu sein, die etwas bewegen wollen.

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Cham finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht