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CP-Fussball

Auslockern nach der Brasilien-Pleite

Christian Eidenhardt und seine Mitspieler lenkten den Blick schnell auf Japan. An der Playstation zog Eide „die Arschkarte“.
Von Christian Eidenhardt

Mannschaftsfoto vor dem Brasilien-Spiel: Da war die Welt noch in Ordnung. Christian Eidenhardt (mit Kopfschutz) und seine Mitspieler hatten eine Niederlage gegen die Nummer zwei der Welt einkalkuliert. Aber in dieser Höhe? 1:7 hieß es am Ende. Foto: Ralf Neumann
Mannschaftsfoto vor dem Brasilien-Spiel: Da war die Welt noch in Ordnung. Christian Eidenhardt (mit Kopfschutz) und seine Mitspieler hatten eine Niederlage gegen die Nummer zwei der Welt einkalkuliert. Aber in dieser Höhe? 1:7 hieß es am Ende. Foto: Ralf Neumann

Cham.11. Juli 2019: In der Früh war heute natürlich noch ein wenig betrübte Stimmung angesagt nach dieser katastrophalen Vorstellung gegen Brasilien. Wir haben morgens trainiert und dabei bewusst viel Wert aufs Passspiel gelegt, das gegen die Südamerikaner nicht wirklich gut war.

Gegen Brasilien hatten Eide (rechts mit der Nummer 13) und Co. nicht viel zu lachen. Die Südamerikaner waren immer einen Tick schneller und ließen überhaupt nichts anbrennen. Foto: Ralf Neumann
Gegen Brasilien hatten Eide (rechts mit der Nummer 13) und Co. nicht viel zu lachen. Die Südamerikaner waren immer einen Tick schneller und ließen überhaupt nichts anbrennen. Foto: Ralf Neumann

Im Anschluss hatten wir eine eher lustige Einheit im Pool. Wir haben Wasserball gespielt und mit einem kleinen Football Sprünge trainiert, bei denen wir den Ball fangen mussten. Dazu Aqua-Jogging, auslockern und einfach ein wenig Gaudi...

Nach der Nachmittagsruhe stand am Abend eine Mannschaftsbesprechung auf dem Programm. Wir haben uns dabei gar nicht so lang damit aufgehalten, die Wunden nach der Brasilien-Partie zu lecken. Wir haben den Fokus gleich wieder voll auf das wichtigste Spiel gerichtet, das wir bei diesem World-Cup haben – die Begegnung gegen Japan an diesem Freitag.

Bestens vorbereitet

Darauf haben wir uns bestens vorbereitet. Jetzt kommen die Spiele gegen die Gegner, gegen die wir definitiv auf Augenhöhe sind und die wir auch gewinnen sollten. Eigentlich MÜSSEN wir diese Spiele siegreich gestalten, um dahin zu kommen, wo wir unserer Meinung nach hingehören – nicht auf Platz 21 der Welt, sondern auf Rang zwölf, 13 oder 14.

Eide tritt einen Freistoß gegen die Brasilianer, der allerdings nichts einbrachte Foto: Ralf Neumann
Eide tritt einen Freistoß gegen die Brasilianer, der allerdings nichts einbrachte Foto: Ralf Neumann

Hier bei diesem World Cup in Sevilla zwischen Platz neun und zwölf abschneiden, das war unser Ziel. Und da ist das Aufeinandertreffen mit Japan an diesem 12. Juli sehr, sehr wichtig. Da werden wir heiß sein und alles reinwerfen!

Übrigens haben wir am Abend auch noch damit begonnen, zu sechst ein mannschaftsinternes Fifa-Turnier an der Playstation auszuspielen. Das ist die europäische Top-Liga, die wir da über unsere Teams ausgewählt haben – Barcelona, Real Madrid, Paris Saint-Germain, Bayern, Liverpool und Man City. Wir haben gelost, wer welches Team nimmt – und ich habe mit den Bayern für mich persönlich die Arsch-Karte gezogen.

Er ist gut unterwegs

Ich bin aber aktuell gar nicht so schlecht unterwegs und nach der Hinrunde, die wir noch absolviert haben, sogar Zweiter. Meine Pleitenserie zu Beginn hier in Sevilla, als ich an der Playstation so abgezockt worden bin, habe ich beendet. Ich habe den Spieß umgedreht und bin gut im Geschäft.

Alle Teile von Christian Eidenhardts WM-Tagebuch finden Sie hier

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