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Wenn Bruno, der Bär, mit am Tisch sitzt

Christian Eidenhardt und sein Zimmerkollege Pascal Odrich leben in der finsteren „Höhle 206“ – da sind Späße vorprogrammiert.
Von Christian Eidenhardt

Pascal Odrich und Christian Eidenhardt (r.) verbrachten mit Bruno einen entspannten Dinner-Abend. Foto: Christian Eidenhardt
Pascal Odrich und Christian Eidenhardt (r.) verbrachten mit Bruno einen entspannten Dinner-Abend. Foto: Christian Eidenhardt

Cham.16. Juli 2019: Zimmer 206, die „Höhle“ von Pascal Odrich und Christian Eidenhardt... Dazu muss ich heute mal ein paar Dinge loswerden in meinem WM-Tagebuch. Pascal und ich haben hier alles zugezogen. Wir sind ja beide schon zwei eher ältere Spieler und nutzen die Ruhepausen am Mittag intensiv. Bei der Hitze hier in Spanien regenerieren und schlafen wir viel.

Sämtliches Servicepersonal im Hotel hat Haus- und Betretungsverbot für unsere „Höhle“. Bei uns ist es stockfinster, es ist kühl, es ist angenehm... Die Handtücher, die gewechselt werden müssen, legen wir einfach vor die Tür. Es traut sich auch keiner rein zu uns, weil es so dunkel ist bei uns – selbst das rote Licht am Fernseher haben wir mit einem Tape abgeklebt.

Die beiden Höhlenmenschen

„Familie Eidrich“ hat ihren Mitbewohner natürlich auch am Pool mit dabei. Foto: Christian Eidenhardt
„Familie Eidrich“ hat ihren Mitbewohner natürlich auch am Pool mit dabei. Foto: Christian Eidenhardt

Nach den ersten Tagen hier bei der WM hat sich das so entwickelt, dass es immer wieder in der Mannschaft hieß: „Pascal und Eide haben sich wieder in ihre Höhle zurückgezogen. Die kommen nur zum Trainieren und zum Essen raus“. Da sind definitiv schon einige Späße gemacht worden. So werden wir etwa gefragt, ob wir bei uns auch Fledermäuse beherbergen.

Das ging irgendwann so weit, dass wir den anderen erklärt haben, dass hier eigentlich Bruno, der Bär, schläft und uns aufgenommen hat. So ist dieses Tier – das ist auf den Fotos zu sehen – jetzt wirklich überall dabei. An unserem freien Tag neulich, den alle Teams genutzt haben, um Ausflüge zu machen, sind Pascal und ich im Hotel geblieben. Wir waren die beiden einzigen Gäste beim Essen und haben das zu einem sauberen Dinner genutzt. Mit Bruno, der hinten auf dem Tisch saß! Und ein Familienfoto haben wir auch gleich noch gemacht am Pool.

Eine richtige Marke

Wir haben das Thema voll ausgearbeitet, und mittlerweile sind wir beiden Höhlenmenschen hier in Sevilla eine richtige Marke geworden. Nach zwei Wochen sollen wir etwa vom Hotel ein Diplom als Höhlenforscher bekommen. Und: Sie nennen uns längst „Familie Eidrich“, weil wir angeblich hier in der Höhle Hochzeit gefeiert haben.

Aber: Solche Späße braucht es einfach auch bei so einem Turnier.

Alle Teile von Christian Eidenhardts WM-Tagebuch finden Sie hier

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