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CP-Fussball

Die Überraschung rückte in weite Ferne

Bei der WM in Spanien kassierte das deutsche Team mit Christian Eidenhardt aus Waldmünchen eine Packung gegen Brasilien.
Von Frank Betthausen

Für die deutschen Fans gab es am Mittwoch nicht viel zu bejubeln. Foto: Ralf Neumann
Für die deutschen Fans gab es am Mittwoch nicht viel zu bejubeln. Foto: Ralf Neumann

Cham.Die deutsche CP-Fußballnationalmannschaft mit dem Waldmünchner Christian Eidenhardt hat bei der Weltmeisterschaft in Spanien am Mittwochabend auch ihr zweites Vorrundenspiel verloren – und das deutlich. Gegen die Nummer zwei der Welt, Brasilien, unterlag das Team von Bundestrainer Conny Fritsch in Sevilla mit 1:7 (0:4). Den Spielausgang hatten Eide & Co. so vor Turnierbeginn erwartet, wenn auch nicht in dieser Höhe.

Fritsch hatte für sein Team als Ziel Platz drei in der Vorrundengruppe mit den Südamerikanern, England und Japan ausgegeben. Die Partie gegen die Three Lions war am Montag 2:5 verloren gegangen. Damit kommt der Begegnung gegen Japan an diesem Freitag (11 Uhr) besondere Bedeutung zu.

Christian Eidenhardt, Fußball-Jugendleiter des ASV Cham, läuft seit zwei Jahren für die CP-Nationalmannschaft auf. Foto: Frank Betthausen
Christian Eidenhardt, Fußball-Jugendleiter des ASV Cham, läuft seit zwei Jahren für die CP-Nationalmannschaft auf. Foto: Frank Betthausen

„Wir haben nervös und ohne Selbstvertrauen agiert“, sagte Eidenhardt, Fußball-Jugendleiter des ASV Cham, am Abend nach dem Aufeinandertreffen mit Brasilien. In einem Interview mit unserem Medienhaus nahm der um direkte Worte nie verlegene 32-Jährige kein Blatt vor den Mund. „Das war ein Rückschritt in unserer Entwicklung um zwei Jahre. Wir schämen uns alle für diesen Auftritt“, sagte er. Torwart Simon Kümhof sei es zu verdanken gewesen, dass die Partie nicht 1:15 ausgegangen sei. Den Ehrentreffer zum 1:4 für Deutschland hatte der Schalker Pascal Odrich kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit erzielt.

„Das war ein Rückschritt in unserer Entwicklung um zwei Jahre. Wir schämen uns alle für diesen Auftritt.“

Christian Eidenhardt

Christian Eidenhardt wurde am Mittwoch zehn Minuten vor Schluss ausgewechselt. Der Waldmünchner lief diesmal nicht als Stürmer auf, sondern spielte rechts hinten in der Kette beziehungsweise im Mittelfeld. „Teilweise sind wir auch mit Ball rumgelaufen wie Marionetten“, hielt der ASV-Mann selbstkritisch fest. Und schob nach: „Das war echt gar nichts. Defensiv waren wir teilweise vogelwild. Alles total hektisch und keine Kommunikation.“

Die Vorstellung – Eidenhardt sprach auf der Rückfahrt zum Teamhotel am Telefon in seiner ersten Bilanz von „schlechtem Passspiel und keinerlei Zweikampfführung“ – sei durch die Bank blamabel gewesen. „Nicht das Ergebnis war das Problem, damit konnte man rechnen“, meinte er. Die Einstellung sei das große Thema gewesen.

Christian Eidenhardt, 32, Fußball-Jugendleiter des ASV Cham, berichtet für unser Medienhaus exklusiv in einem WM-Tagebuch von unterwegs aus.

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