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CP-Fußball

Was bleibt? Wäsche und Top-Eindrücke!

Eides Zeit in den Niederlanden geht langsam zu Ende. Das Team hat den Ruf des deutschen CP-Fußballs international aufpoliert.
Von Christian Eidenhardt

Kleiderrückgabe in Zeist: So schnell vergeht die Zeit, so schnell ist eine Europameisterschaft schon wieder Geschichte. Foto: Eidenhardt
Kleiderrückgabe in Zeist: So schnell vergeht die Zeit, so schnell ist eine Europameisterschaft schon wieder Geschichte. Foto: Eidenhardt

Cham.4. August 2018:

Mein vorletzter Bericht von der EM! Wir hatten heute nach dem Frühstück unser Abschlusstraining vor dem Spiel morgen gegen England. Wir sind auf die Taktik, die Spielweise und das Können der Engländer eingegangen. Nachmittags hatten wir Zeit für Behandlungen, hatten Zeit, zur Ruhe zu kommen, zum Tischtennisspielen oder um uns zu unterhalten.

Ein Chamer bei der Fußball-EM

In der Zeit haben unsere Coaches den ganzen organisatorischen Bereich vorbereitet. Später hatten wir eine längere Abendbesprechung, bei der wir die gesamte EM haben Revue passieren lassen. Was war positiv, was war negativ? Im Endeffekt haben wir aber so gut wie keinen negativen Punkt gefunden oder von den Trainern präsentiert bekommen.

Ganz im Gegenteil! Egal, ob es das Ansehen war, das wir gewonnen haben in Europa und bei den anderen Teams, egal, ob es unser Verhalten war, das überall gelobt wurde – die Tische wurden sauber hinterlassen, wir waren immer freundlich –, wir haben haben hier ein professionelles Bild abgegeben. Wir haben uns den Respekt der Gegner erarbeitet. Es gab tatsächlich Lob von allen Seiten – von Trainern, dem Verbandspräsidenten, aus Deutschland, aus allen Bereichen...

Strecken und dehnen für den größten Erfolg in der deutschen CP-Fußball-Geschichte. In Zeist fanden die Teams optimale Bedingungen vor. Foto: Eidenhardt
Strecken und dehnen für den größten Erfolg in der deutschen CP-Fußball-Geschichte. In Zeist fanden die Teams optimale Bedingungen vor. Foto: Eidenhardt

Die Russen beispielsweise, die ja die absolute CP-Nation sind und, wie ich denke, auch Europameister werden, haben uns nächstes Jahr zu einem Turnier nach Sotschi eingeladen. Wenn das organisatorisch und finanziell zu meistern ist, wäre das natürlich eine Riesensache. Nach Sotschi, zu den Russen, die uns bislang eigentlich überhaupt nicht wahrgenommen hatten in den letzten Jahren, als wir im CP-Fußball ein kleines Licht waren!

Das Verhalten im Team, der Respekt voreinander, das Teamgefüge – auch das war absolut top. Bis hin zu dem Platz, den wir morgen gegen England erreichen. Egal, ob es der fünfte oder sechste Rang wird, das ist einfach nur zufriedenstellend und das, was wir uns erhofft hatten!

Team-Building in Utrecht: Die Mannschaft feiert ihr 4:0 gegen Dänemark. Foto: Eidenhardt
Team-Building in Utrecht: Die Mannschaft feiert ihr 4:0 gegen Dänemark. Foto: Eidenhardt

Ach ja, ihn möchte ich auch nicht unerwähnt lassen! Wir hatten hier einen persönlichen Betreuer: Peter de Jong. Er war für alles verantwortlich, was wir gebraucht haben. Er hat sich bei unseren Ausflügen nach Utrecht und Rotterdam um Lunch-Pakete gekümmert. Er hat unsere Essenszeiten umgelegt, wenn wir wegen des Trainings auf andere Zeiten ausweichen mussten... Er hat sich einfach um alles gekümmert. Für ihn haben wir ein Geschenk besorgt und werden uns am Sonntag persönlich bei ihm bedanken.

Überhaupt: Die Organisation hier war so überragend, so professionell – es waren auch einige Leute vom DFB hier, die sich davon überzeugen konnten –, dass du dafür allen nur ein Lob aussprechen kannst. Es war unfassbar, was die Niederländer und der internationale Verband hier auf die Beine gestellt haben. Das war nicht zu überbieten! Wir hatten alles, uns hat es an nichts gefehlt. Die Trainingsplätze, die Bedingungen – das war alles optimal. Riesig!

Jetzt wollen wir am Ende das Maximum herausholen und morgen Fünfter werden. Und morgen Abend nach der Siegerehrung beziehungsweise der Abschlussveranstaltung treten wir die Heimreise an.

Im Trainingslager im nordrhein-westfälischen Elspe hatte die CP-Nationalmannschaft Besuch von einem Reporter des WDR. Für den Beitrag stand auch Christian Eidenhardt vor der Kamera. Er berichtete von seiner Hirnblutung, die er 2011 bei einem Hallenturnier erlitt, und seiner Freude am Fußball. Hier geht es zu dem gut dreiminütigen Video.

Alle Teile von Eides EM-Tagebuch lesen Sie hier

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