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Drachensticheleien

Ein Mann für alle Verletzungen

Wenn bei den Drachenstich-Proben ein Physiotherapeut dabei ist, hat das Vorteile. Das zeigte sich am Mittwochabend.

Bei der Drachenstich-Probe am Mittwoch gab es einen kleinen Unfall – zum Glück stand ein Mann für alle Fälle parat. Foto: Franz
Bei der Drachenstich-Probe am Mittwoch gab es einen kleinen Unfall – zum Glück stand ein Mann für alle Fälle parat. Foto: Franz

Furth im Wald.Es ist bekannt, dass in der Hussiten-Gruppe nicht nur Männer in die Festspiel-Arena reiten, „Hussa!“ rufen, das Volk vor sich herjagen und Schrecken verbreiten. Mit Christina Schneider ist heuer erstmals eine junge Frau dabei, die besonderer Erwähnung bedarf. Die „Hussitin“ war noch im letzten Jahr an anderer Stelle festspielerisch tätig – als „Kathi“ im Trenck-Spiel!

Ihre dortige Hauptrolle hat Christina 2018 letztmals gespielt. Und eigentlich hatte schon im Vorjahr Tobias Stockinger versucht, die Amazone für den Einsatz im Further Festspiel zu gewinnen. Mit Rücksicht auf die „Kathi“-Rolle war das 2018 noch nicht passiert; aber Christinas Theater-Begeisterung ist ja keineswegs erschöpft, und so ist sie heuer beim Drachenstich dabei. Recht hat die Ex-„Kathi“, wenn sie sagt, dass der Spaß beim Einsatz als „Hussitin“ das Wichtigste ist. Wenn sie als Waldmüchenerin im Further Festspiel mitmacht, sieht sie auch noch eine andere Funktion: „Wir kennen uns gegenseitig gut, und irgendwie verbindet uns das doch!“

Drachensticheleien

Soll sich Fanny jetzt verstecken?

Rund um das Drachenstich-Festspiel gibt es immer wieder Gerüchte. Wir haben zwei davon genauer unter die Lupe genommen.

„Sattelpogner“ Sandro Zieslers Unglück

Eine erhebliche Anzahl kleinerer Verletzungen gab es bei den Festspiel-Akteuren schon während der Probenzeit. Neuestes Opfer ist „Sattelpogner“ Sandro Ziesler, dessen linker Fuß seit Mittwochabend bandagiert ist. Der Grund: Das Reitpferd, das ansonsten den wackeren Ritter aus der Schlacht von Taus auf den Further Stadtplatz bringt, war ihm auf den Fuß getreten. Laut Ziesler „ist das wirklich blöd gelaufen“, denn während der Vorbereitung zum Auftritt musste ein Wagen rangiert werden – und dabei machte das Pferd eine Ausweichbewegung, bei der ein Schritt und ein Pferdebein genügten, um das Malheur zu bewirken. Das Streitross blieb zu allem Überfluss auch noch auf dem linken Ziesler-Fuß stehen – der Schmerz war groß. Fast größer als der Schmerz war jedoch die Aufregung, die durch den Vorfall beim weiteren „Sattelpogner“-Darsteller Klaus Gevatter entstand, der an diesem Mittwoch in der Rolle zu proben hatte. Gevatter saß schon abmarschbereit auf dem besagten Pferd, als es (ohne Absicht) Ziesler malträtierte. Den Klaus – der sofort abstieg und sichtlich aus der Fassung geriet – traf mit Sicherheit keine Schuld. Darum soll hier auch nicht untersucht werden, ob das „Gevatter-Zusatzgewicht“ den Schaden vergrößerte – obwohl zweifellos das Streitross über 100 Kilo leichter gewesen wäre, wenn es zum fraglichen Zeitpunkt keinen Reiter getragen hätte...

Das war die Tagauffühung beim Drachenstich

Physiotherapeut war gleich zur Stelle

Dass die Verletzung des Sandro Ziesler leichterer Art ist, konnte schnell festgestellt werden. Denn einmal mehr war einer vor Ort, der das beurteilen und behandeln kann. Physiotherapeut Peter Macharowsky, der als Festspiel-Fan die Probe verfolgte, untersuchte Zieslers Fuß; er konnte Entwarnung geben und hatte auch gleich Tipps, um die Problematik zu begrenzen.

Macharowsky hat sich nicht nur in diesem Fall ein Lob verdient, denn schon vor wenigen Tagen kümmerte er sich um Andreas Scheuer, als der gestürzt war. Und auch andere „Klamperl“ bei verletzten Darstellern waren bei dem Physiotherapeuten in besten Händen. (fwu)

Michael Cizek fotografiert den Drachenstich

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