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Bad Kötzting

„Ein wunderbares Geschenk“

Das Benefizkonzert des Kammerchors aus Bayreuth in der Arnbrucker Pfarrkirche ging den begeisterten Zuhörern unter die Haut.

  • Der Kammerchor aus Bayreuth gastierte zum 8. Mal in der Arnbrucker Pfarrkirche, begleitet von Martin Bahr am E-Piano. Foto: kll
  • Kantor Günther Leykam dirigierte die Sänger und Musiker. Foto: kll

Arnbruck. Lang anhaltender Applaus erfüllte das Kirchenschiff von St. Bartholomäus, als sich die 40 jungen Sänger des Bayreuther Kammerchors nach einer guten Stunde immer wieder verneigten und sich auch zu einer Zugabe bewegen ließen. Wie in den vergangenen Jahren ging den Besuchern aus nah und fern das 8. Benefizkonzert der Bayreuther unter die Haut. Kantor Günter Leykam dirigierte.

Schwungvoll singend zogen die rund vierzig jungen Leute durch den Haupteingang ein und stellten sich unter dem Chorkreuz auf, wo die ausgezeichnete Akustik der Pfarrkirche voll zur Geltung kam. Nach der Begrüßung begann das Programm mit der Volksweise „Wir sagen euch an den lieben Advent“, zu dem Günter Leykam den mehrstimmigen Chorsatz geschrieben hatte. Es folgten drei Chorsätze von Carl Loewe: „In dulci jubilo“, „Quem pastores laudavere“ und „Puer natus in Bethlehem“, Martin Bahr, der am E-Piano den Chor begleitete, schloss den 1. Teil mit dem anspruchsvollen Orgelsolo „A Christmas Pastoral“ von Bertrand Luard-Selby.

Nach jedem Abschnitt lenkte ein Wortbeitrag die Gedanken auf das bevorstehende Weihnachtsfest, ausdrucksstark vorgetragen von Maria Müller, Fabian Triffo und Theresa Leitermann. Josef Aschenbrenner ließ von der Empore leise und dezent seine Klangschalen ertönen, so dass die Texte still nachwirken konnten.

Den 2. Teil des Konzerts hatte Günter Leykam europäischen Weihnachtsliedern gewidmet: „Zu Bethlehem geboren“ (Italien), „O Bethlehem, du kleine Stadt“ (England) und „Hört der Engel helle Lieder (Frankreich). Hier waren mit Lena Blechschmidt, Eliana Kov und Rosa Wolf junge Solistinnen gefordert. Im 3. Teil kam der breit aufgestellte Klangkörper des Chors zur vollen Entfaltung. „Virgin Mary had a Babyboy“ war ein schwungvoller Calypso aus Trinidad und „Maria durch ein Dornwald ging“ eine bekannte Volksweise; zu beiden Liedern hatte Günter Leykam den Satz geschrieben. Das „Ave Maria“ von Franz Schubert (Solo: Lena Blechschmidt) und „O Holy Night“ von Adolphe Adam (Solos: Eliana Kov und Khalil Srouji), gingen wohl wieder allen Besuchern so richtig unter die Haut.

Der 4. Teil begann mit „The First Noel“ von Dan Forrest, der zu den bedeutendsten jungen Komponisten der Vereinigten Staaten zählt, und endete mit „Der Herr segne und behüt‘ dich“ von John Rutter und dem thüringischen Volkslied „Süßer die Glocken nie klingen“, zu dem Günter Leykam den Satz geschrieben hatte.

Kirchenpfleger Anton Kufner dankte nicht nur dem Kammerchor, „der uns mit seinem Konzert ein wunderbares Geschenk gemacht hat“, sondern allen, die ihren Beitrag zum Gelingen geleistet hatten. Die Gemeinde Arnbruck übernahm die Buskosten, Mesnerin Maria Amberger hatte die große Gruppe nach dem Einsingen im Pfarrheim bestens verpflegt und überreichte kleine Präsente. Oskar Weinfurtner hatte die Druckkosten beglichen, die Landjugend bot am Ende des Konzerts selbst gebackene Lebkuchen sowie heiße Getränke an. Die Theatergruppe sorgte mit ihrem leistungsfähigen Beleuchtungs-Set für eine effektvolle und romantische Illumination des Chors. Die Spenden werden wieder Menschen in Not zu Gute kommen, sagte Kufner.

Zum 8. Benefizkonzert hatte Kammersänger Prof. Bernd Weikl ein Geleitwort geschrieben, das auf dem Programm abgedruckt war. Darin zitiert er aus dem Essay „Wir Künstler“ von Leonard Bernstein: „Unsere Wahrheit, wenn sie von Herzen kommt, und die Schönheit, die wir aus ihr hervorbringen, sind vielleicht die einzigen wirklichen Wegweiser, die einzige Quelle der Erneuerung der menschlichen Weltkulturen.“ (kll)

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