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Frohsinn

Blaibach: Tausende frönten dem Fasching

Politik, Tanz, Ratsch und Tratsch aus dem Dorf: Zuschauer aus nah und fern bewunderten am Sonntag die Fußgruppen und Wagen.
Von Alexander Ziereis

Eine Horde Wikinger machte den Ort unsicher. Foto: khu
Eine Horde Wikinger machte den Ort unsicher. Foto: khu

Blaibach.Niemand weiß genau, wann es eigentlich losgeht, doch schon viele Wochen vor dem Faschingswochenende werden die ersten Gedanken ausgetauscht, Ideen bei Stammtisch-Treffen diskutiert, und je näher der Fasching rückt, umso fleißiger sind die Blaibacher. Im stillen Kämmerlein, in manchen Maschinenhallen und Gebäuden wurde seit Wochen wieder fleißig genäht, an den Wagen und der Dekoration gehämmert, gebohrt und gearbeitet.

Der große Prinzenwagen rollt heran. Foto: khu
Der große Prinzenwagen rollt heran. Foto: khu

Nun, nach dem Standkonzert der Blaskapelle Weißenregen am Dorfplatz, setzte sich am Faschingssonntag kurz nach 14 Uhr denn auch der lange Zug in Bewegung, auch heuer angeführt vom Gemeindeoberhaupt, Bürgermeister Wolfgang Eckl – diesmal als Frosch verkleidet.

Mitten im Getümmel der Großen waren in diesem Jahr auch wieder die kleinen Blaibacher dabei. Die Kindergartenkinder winkten zusammen mit ihren Betreuerinnen tapfer und eifrig den unzähligen Zuschauern zu.

Kein Freibad, keine Schule

Faschingsumzug in Blaibach

Viele bunte Wagen, Masken und Verkleidungen gab es also wieder bei einem der größten Faschingszüge im Landkreis Cham zu sehen. Die Krieger- und Soldatenkameradschaft spielte mit ihrem „Christkindl-Castina“ darauf an, dass 2017 das Blaibacher Christkind aus dem Ortsteil Bärndorf stammte – kein Freibad, keine Schule und nun auch kein Christkind mehr gebe es in Blaibach.

Die DLRG prangerte mit ihrem Wagen und dem Fußvolk die Geschehnisse in Berlin an – ob das Milliardengrab BER oder die Koalitionsverhandlungen. Letztere hatte sich auch die Feuerwehr Blaibach zum Thema genommen. Sowohl der Trachtenverein mit seinen Glücksbärchen als auch der TSV, der Musiklegenden nach Blaibach geholt hatte, hatten diesmal ein eher neutrales Thema gewählt.

Die Sieben Zwerge kamen mit dem Rad nach Blaibach. Foto: khu
Die Sieben Zwerge kamen mit dem Rad nach Blaibach. Foto: khu

Eine weitere Anspielung auf das leerstehende Freibad brachte der Tennisclub, ein echter Hingucker dagegen waren das Barbie-Haus und die vielen verpackten Barbies, die von den Mitgliedern der Fischerstüberl-Stammtische dargestellt wurden. Die Laienspielgruppe gab mit ihrem Fußvolk zum Thema „1001 Nacht“ einen kleinen Ausblick auf ihr neues Stück in diesem Herbst, während die Bärndorfer Hexen auf ihren Besen durch die Straßen fegten.

Das Thema Wildschweine in der Region hatte sich die Skisparte des TSV Blaibach zum Thema gemacht. Zahlreiche Rehe, Wildschweine und auch kleine Hasen liefen durch Blaibach, verfolgt von Jägern hoch droben auf dem Faschingswagen, auf dem ein Hochsitz montiert war.

Natürlich durfte auch der Blaibacher Frauenbund nicht fehlen, die Mitglieder kamen als eine große Gruppe Sambatänzerinnen, die ihre Tanzkünste zeigten. Der Schützenverein thematisierte mit seinem Wagen und den vielen Teilnehmern die Neue Deutsche Welle. Weiterhin mischte sich ein Wagen unter die Menge des Zuges, der die VW-Abgastests monierte.

Und viele Gäste hatte dann nach dem Umzug die Blaibacher Feuerwehr beim wunderbaren Kinderfasching zu bewirten. (khu)

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