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Saison

Lohberg feiert seine Faschingsgaudi

Kurvenreiche Sportler, steinreiche Sponsoren und eine waffenstrotzende Bürgerwehr – Lohbergs Umzug war reich an Ideen.

Sehen Sie hier Impressionen vom Faschingsumzug in Lohberg.

Lohberg.Am Sonntagnachmittag trat ins Schaufenster der Öffentlichkeit, was sich seit Wochen hinter geschlossenen Scheunen- und Garagentoren abspielte: Designer und Tüftlern haben eine Eskorte an Prachtstücken zusammengezaubert, die am Sonntag den Lohberger „Stachus“ in der Ortsmitte füllten.

Die fahrbaren Untersätze schlängelten sich über die Brennesstraße Richtung Gasthof „Zur Linde“, wo der Korso eine Schleife drehte und wieder zurückkehrte. Unterwegs gab es nicht nur den Zuckerlregen, sondern auch einige Stationen mit Ausschank.

Schwer bewaffnet und sehr sympathisch: Die Lohberger Antwort auf die Einbruchsserie war eine Bürgerwehr...
Schwer bewaffnet und sehr sympathisch: Die Lohberger Antwort auf die Einbruchsserie war eine Bürgerwehr...

Im ersten Wagen im Korso nistete sich der SV Lohberg ein, der zum SV Arabia mutierte. In der Namensgebung schlug sich die Übernahme durch die Ölscheichs nieder, die die müden Lohberger Spieler durch Zukäufe ersetzen sollen. Auf einem Aussichtsturm hielt bereits die neugegründete Bürgerwehr Ausschau nach Einbrechern.

Eine Gruppe Lamerer schwelgte derweil in Vorfreude auf den Dorfstadel, der dem „Zigainalem“ der Faschingsmeute ein Ende setzen soll, weil man dann dort weiterfeiern kann. Der Hexenexpress ließ nichts Gutes erahnen. An Bord waren die Fußballdamen, die Jagd auf ihresgleichen machten, nämlich auf Torfrau Carina Kleppel, die sich aus privaten Gründen davon gemacht hatte und dies mit dem Scheiterhaufen büßen soll. Auf den Weg nach Lohberg hatte sich der Nationalpark Ludwigsthal gemacht. „Dem Woif wars im Nationalpark z`laut, drum is er abghaut“, erklärten die Gartenzaungang.

Für ausreichend Verpflegung sorgten Zwei- und Vierbeiner.
Für ausreichend Verpflegung sorgten Zwei- und Vierbeiner.

Den angekündigten Abflug eines Lohberger Bäckermeisters nach Kuba brachte die Trachtler auf eine Idee. Sie hatten einen Backofen auf den Wagen gebaut, denn während der Aussteiger wahrscheinlich bald (oder auch nicht) in Kuba unter Palmen chillt, führt ein ortsansässiger Metzgermeister erfolgreich den Laden weiter. Die Arena-Tour der „Kelly Family“ samt Security verkörperten die Schleifera und der Wendl-Clan.

Aus der Einweihung eines Beach-Volleyballfeldes ging ein kurvenreiches Damen-Team in knapper Sportkleidung hervor. Hahn im Korb war Coach Hanse. „Sei kein Schwein, pacK’s Häufchen ein“, warben Verfechter für „Unser Dorf soll scheener werden“ für Hundetoiletten. Und den „Huawaweier“-Piraten machte der Fischbesatz im Binnengewässer zu schaffen. „Vor lauter Fisch seng ma koan Schatz, de mejsnd außa, dann is wieder Platz“, forderten sie eine Minimierung der Tiere, wie auch vieler Badegäste. (kfl)

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