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Weiberfasching

Matrosen ziehen durch Furth im Wald

Am Donnerstag machten die Turnvereins-Damen und die Wilderer und Jäger aus Gschwand die Grenzstadt unsicher.
Von Evi Paleczek

Die narrischen Weiber des TV sangen zusammen mit Bürgermeister Sandro Bauer umgedichtete Seemannslieder. Foto: Paleczek
Die narrischen Weiber des TV sangen zusammen mit Bürgermeister Sandro Bauer umgedichtete Seemannslieder. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Weiberfasching ist am Donnerstag auch in der Grenzstadt angesagt gewesen. Zwei Frauengruppen, die narrischen TV-Weiber und die Damen der Gschwander Viasamstoderer, zogen den ganzen Tag über durch Furth im Wald und statteten Geschäften, Banken und dem Rathaus einen Besuch ab.

Bereits im elften Jahr sind die Frauen der TV-Abteilung Aerobic heuer unterwegs, erzählten sie im Gespräch mit unserem Medienhaus. Jedes Jahr überlegen sie sich ein anderes Thema, sie waren schon Hexen, Sterne, Krankenschwestern, Piraten, Fußballer, Indianer, Gruftis – und im ersten Jahr Housewifes. Heuer hieß das Motto „Alles im Griff auf dem sinken Schiff“, und die fünf Frauen – Dr. Evi Füglein-Haynau, Marianne Hübl, Birgit Stoiber, Claudia Margeth und Monika Ehrnböck – hatten sich als Matrosen verkleidet.

Narrische Weiber ziehen durch Furth im Wald

Musikalische Begleitung

Die narrischen Weiber sammelten am Donnerstag Trophäen, und auch die Krawatte von Bürgermeister Sandro Bauer musste dran glauben. Auch wenn dem Stadtoberhaupt das sichtlich unangenehm war. Foto: Paleczek
Die narrischen Weiber sammelten am Donnerstag Trophäen, und auch die Krawatte von Bürgermeister Sandro Bauer musste dran glauben. Auch wenn dem Stadtoberhaupt das sichtlich unangenehm war. Foto: Paleczek

Als musikalische Begleitung hatten die Damen wie immer Franz Mühlbauer mit seiner Quetschn engagiert. Mit ihm zogen sie durch die Stadt und machten unter anderem Station in der Metzgerei Fellner, in der Raiffeisenbank, in der Sparkasse, in der Bäckerei Limmer, in verschiedenen Geschäften, im Mokka und im VIP. Außerdem schauten die Frauen beim Bayerwald-Echo vorbei und machten natürlich Station im Rathaus. „Wir nehmen mit, was uns über den Weg läuft“, meinten sie. Um 8.30 Uhr am Vormittag ging es bereits los, bis zum Abend standen einige Besuche auf dem Programm. Es ist jedes Jahr in etwa die gleiche Gruppe, die zusammen unterwegs ist, erzählten die Frauen, die sich aber schon mehr Mitstreiterinnen, vor allem auch jüngere, wünschen würden. Sie suchen sich jedes Jahr zusammen ein Kostüm aus; dieses Jahr haben sie die Matrosenkleider gekauft, sie haben aber auch schon Verkleidungen selbst gemacht und etwa Sternenkostüme aus Rettungsfolien gebastelt.

In der Raiffeisenbank etwa wurden die Frauen von Regionaldirektor Josef Pongratz willkommen geheißen. Sie wurden mit Weißwürsten und Brezen bewirtet – und mit viel Flüssigem. Schließlich wurde sogar das Tanzbein geschwungen. Höhepunkt des Tages war der Besuch im Rathaus. Die Frauen zogen singend in den Kleinen Sitzungssaal ein, wo sie mit Sekt und Häppchen bewirtet wurden. „Es würde uns was abgehen, wenn ihr nicht kommt“, betonte Bürgermeister Sandro Bauer. Die TV-Weiber gaben umgedichtete Seemannslieder zum Besten. Sie schnitten den anwesenden Männern die Krawatten ab, gaben ihnen abgestandenes Schiffswasser zu trinken und hielten eine Büttenrede.

Eine Büttenrede

Auch in der Further Redaktion des Bayerwald-Echos schauten die narrischen TV-Weiber am Donnerstag vorbei. Sie hatten sich in diesem Jahr alle als Matrosen verkleidet und gaben Seemannslieder zum Besten. Foto: Paleczek
Auch in der Further Redaktion des Bayerwald-Echos schauten die narrischen TV-Weiber am Donnerstag vorbei. Sie hatten sich in diesem Jahr alle als Matrosen verkleidet und gaben Seemannslieder zum Besten. Foto: Paleczek

Darin hieß es etwa: „Für unsern Rathauschef gibt’s als Thema nur den Drach, des is a weng wenig, dass i net lach. Der soll mit Gewalt ins Amtsgericht rein, ob er da eine passt, intressiert kein Schwein. Drachenhöhle und Festplatz stehn dann leer, was sagst etz da, a so a Gscher! Nach Furth soll eatz a Gartenschau, die Idee ist net schlecht, aber s’Stadtbild ist mau! Hoffentlich machen’s die Rabatten weit weg, dass ma die schlechten Fassaden und Straßen net sehgt! Das ISEK schluckt nach wie vor viel Geld, was dabei außa kimmt, ist nicht die Welt! Die Stadt kauft Häuser und will eatz no a sauerne Wies, ob des was wird, des ist net gwiß! Ja das ATT hat eatz an neuen Koch, da Weiher außen verkümmert zu an dreckigen Loch.“

Mit dazu ins Rathaus kamen auch die narrischen Weiber aus Gschwand, die bereits zum 19. Mal an Weiberfasching durch die Grenzstadt ziehen. Die zehn Frauen der Viasamstoderer waren als Jäger und Wilderer verkleidet und hatten unter der Führung von Claudia Bierl unter anderem der Raiffeisenbank, der Sparkasse, den Metzgereien Greinke und Fellner, dem Hotel Hohenbogen und mehreren Geschäften einen Besuch abgestattet. Auch bei ihnen ist immer in etwa die gleiche Gruppe unterwegs, erzählten sie, abends geht es noch zum Weiberfasching nach Gleißenberg zum Grisl.

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